Welt-Alzheimertag am 21. September

Mittwoch, 1. September 2010 von DAlzG

Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Weltweit sind etwa 35 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf voraussichtlich 115 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und Lateinamerika.

Der Welt-Alzheimertag wird von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) weltweit unterstützt.

Das Motto des Welt-Alzheimertages 2010 lautet in Deutschland:

“Gemeinschaft leben”

In Deutschland werden jedes Jahr von den regionalen Alzheimer Gesellschaften und Selbsthilfegruppen eine Reihe von regionalen Veranstaltungen veranstaltet. Mit Vorträgen, Tagungen, Gottesdiensten, Benefizkonzerten usw. wird die Öffentlichkeit auf das Thema Alzheimer aufmerksam gemacht.

Es soll auf die Situation der 1,2 Millionen Demenzkranken und ihrer Familien in Deutschland hingewiesen werden. Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.

Rund um den Welt-Alzheimertag gibt es viele Veranstaltungen in ganz Deutschland. Aktuelle Informationen finden Sie hier.

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Humor und Demenz – Ansichten eines Clowns

Montag, 30. August 2010 von DAlzG

Mit Humor und Demenz werden oftmals nur unsensible herabwürdigende Witze über Vergesslichkeit und Fehlhand­lungen der erkrankten Menschen verbunden. Doch das Lachen und der wertschätzende Humor gehören heute neben der Bewegung und der Musik zu den wichtigsten therapeutischen Mitteln einer guten Betreuung Demenz­kranker. Das echte Lächeln und Lachen erzeugt Gefühle der Geborgenheit und stärkt zwischenmenschliche Beziehungen. Zudem mindert Lachen Stress, De­pression und Ängste. Ebenso stärkt es das Immunsystem und das Selbstwertgefühl.

Foto: P. Klapps

Wir sind alle von Zeit zu Zeit komisch, zum Vergnügen unserer Umgebung. Im Lachen sind wir alle gleich. Diese Momente der Gemeinsamkeit sind Augenblicke, in denen wir die Frei­heit, die Befreiung suchen. Und in jedem Lachen, das wir auslösen, liegt die Hoffnung auf Verstehen und Verstandenwerden. Wenn man trotz aller Belastungen und Enttäuschungen bei der Betreuung auch komische Situationen erkennen und gemeinsam mit (und nicht über) den Betroffenen lachen kann, entlastet es beide Seiten. Sofort finden sich viele weitere Anlässe zum herzlichen Mitein­ander-Lachen.

Therapeutische Clowns (Klinik-Clowns) sind wichtige Unterstützer der Betroffenen, der An­gehörigen und der professionellen Betreuer, sowohl im Krankenhaus als auch in Heimen.

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Interview mit Prof. Dr. Hirsch: Humor und Demenz

Sonntag, 29. August 2010 von DAlzG
Foto: Kunczik

Foto: Kunczik

Professor Dr. Hirsch ist Chefarzt der Abteilung für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie an den LVR-Kliniken in Bonn. Er ist ausgebildeter Mediziner und Psychologe und bereits seit 1980 im Bereich der Altersforschung tätig.

Seit wann beschäftigen Sie sich speziell mit dem Thema Humor?

Ich habe schon als Kind bemerkt, mit Recht haben komme ich nicht weiter, auch wenn ich wirklich im Recht bin. Aber wenn ich mit meinem Verhalten gespielt habe und mich mal bewusst kleiner gemacht und damit den anderen überhöht habe, fällt es leichter, unangenehme Situationen nicht mit Macht, sondern mit Humor aufzulösen.

Haben ältere Menschen weniger zu lachen?

Angeblich lachen Kinder 400 mal am Tag, Erwachsene nur 20-30 mal, aber dafür gibt es keine Forschungsergebnisse. Nachgewiesen ist allerdings, dass die Heiterkeit und Gelassenheit im Alter zunimmt. Ich selbst lerne im Kontakt mit älteren Menschen, wie man in kritischen Situationen seinen Humor einsetzen kann.

Ist Humor wirklich angemessen bei so einer ernsthaften Krankheit wie Alzheimer?

Nichts ist so schlimm, wenn man es nicht so schlimm nimmt, wie es ist.
Jede Krankheit ist schlimm, aber man muss auch schauen, welche Ressourcen man hat, und dazu gehört eindeutig Humor. Um das Schlimme muss man nicht sich kümmern, das ist einfach da, aber man sollte lernen, sich auch mit den „anderen“ Seiten zu beschäftigen. Eine davon ist der Humor. Denn dadurch gewinnt man wieder Lebenskraft, die im Alltag weiterhilft.

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„Die Narrenkappe aus Sicht eines Alzheimerkranken“

Samstag, 28. August 2010 von Dagmar Harder

Rheinischer Frohsinn und Alzheimer müssen keine Gegensätze sein. Die Erinnerung an das bunte karnevalistische Treiben, den rheinischen Frohsinn, ist bei einem richtigen (oder auch richtig angelernten) Rheinländer seit frühester Kindheit so tief verankert, dass auch die Alzheimerkrankheit dieses Grundverhalten erst sehr spät in Vergessenheit geraten lässt.

Kaum ertönt die „decke Trumm“ oder ein entsprechend bekanntes Karnevalslied, kommt die Erinnerung hoch und jeder, ob Betroffener oder Angehöriger, macht mit und feiert Karneval so gut er kann.

Der gelungene Versuch der Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V., eine karnevalistische Feier in den eigenen Räumen zu veranstalten mündete in dem festen Vorsatz, am nächsten Rosenmontagszug in der Kreisstadt Euskirchen teilzunehmen.

Schon diese Diskussion weckte verschüttete Erinnerungen an frühere karnevalistische Erlebnisse. Mit dem Schlachtruf „Net lang lamentieren, sondern engagieren“ wurde sich – nicht ohne das Versprechen auf eine Wiederholung abzugeben – verabschiedet.

Einer der Betroffenen schaute sich die Bilder von bekannten Persönlichkeiten mit Alzheimererkrankung – die von der karnevalistischen Dekoration nicht ganz verdeckt waren – an und meinte trocken: „Da bin ich ja in guter Gesellschaft, mir geht es gut“.

Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V.
F.d.R. Dagmar Harder

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Die Geburt von „Alzi“

Freitag, 27. August 2010 von Dagmar Harder

Immer wenn der Gesprächskreis von an Demenzerkrankten mit ihren Angehörigen sich zu ihrem monatlichen Ausflügen mit anschließendem gemeinsamen Kaffee trinken trifft, ist Fröhlichkeit angesagt.

So auch bei der Geburt von „Alzi“, dem bunten Stoffpapagei, der noch eingebettet in einem Hauch von Papier mit einer dicken Schleife versehen auf seine Ankunft in der Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V. wartete. Er wollte einfach nur in die Gemeinschaft aufgenommen werden und war schon sehr nervös.

Aber bevor alles eingeleitet werden konnte, ging wie immer ein Scherz voran. Dieses Mal wurde der Besuch von Frau X bei ihrem Hausarzt und der Verwechslung von Krokodil und Papagei fröhlich zur Kenntnis genommen.

Das war das Stichwort für „Alzi“. Er konnte es nicht mehr aushalten. Flugs wurde seine Hülle, in Form des Einwickelpapiers entfernt und hervor kam ein wunderschöner in allen Farben schillernder Stoffpapagei.

Die Geburt war ohne Komplikationen abgelaufen und die Freude war bei allen groß. Aber, wie bei allen „neuhinzugekommenen“ Teilnehmern hatte er ja noch keinen Namen.

Und wie es sich in einer demokratischen  Gemeinschaft gehört, bekam jeder einen Zettel, um seinen Wunschnamen für „Alzi“ aufzuschreiben. Unter fröhlichem Lachen wurde „Alzi“ mit den meisten Stimmen gewählt. Er darf ab sofort an allen Ausflügen der Gruppe teilnehmen. Die anschließend eingeleitete Taufe mit viel Wasser besiegelte die Namensgebung.

Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V.
Vorsitzender: Dr. med. Hartmut Bauer
F.d.R. Dagmar Harder
Augenbroicher Str. 53
53879 Euskirchen

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Im Fokus: Demenz und Humor

Donnerstag, 26. August 2010 von DAlzG

Die Alzheimer-Krankheit ist für jeden Menschen keine leichte Diagnose. Ob Angehörige dement werden oder ob man selbst betroffen ist, immer steht ein nicht gerade einfacher Weg bevor.

Doch gerade weil der Weg nicht so einfach sein wird, ist es wichtig, auch dafür zu sorgen, die Sonnenseiten des Lebens nicht zu vergessen. Denn nur so kann man immer wieder genug Energie tanken für den Umgang mit dementen Menschen, sei es nun im privaten Umfeld oder im Bereich der Pflege.

Humor ist eine Möglichkeit, mit der schlimmen Krankheit umzugehen und sie vielleicht mit etwas mehr Leichtigkeit annehmen zu können.
Wir würden uns freuen, wenn Sie hier im Blog  von Ihren Erfahrungen in Sachen Demenz und Humor berichten würden.

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Musik macht müde

Donnerstag, 26. August 2010 von Martina Rühl

Frau K. bekam eines Morgens von mir das Frühstück im Bett angereicht. Dabei hörten wir eine CD mit Walzerklängen. Sie liebte diese Musik und hatte früher selbst Klavier gespielt.
Mehrmals schwärmte sie mit einem zufriedenen Grinsen:
„Ist das herrliche Musik, einfach herrlich!“
Ich sagte zu ihr: „Hier ist der Becher Kaffee, nehmen Sie ihn mal bitte in die Hand und trinken Sie etwas!“
Sie hob den rechten Arm, ließ ihn wieder fallen und sagte lachend:
„Ich glaube, der Arm ist eingeschlafen, wahrscheinlich hat ihm die Musik auch so gut gefallen wie uns beiden!“

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Gedanken verloren!

Montag, 23. August 2010 von Marita Gerwin

Was ist nur los in Uromas Kopf?

Marita Gerwin

“Sagen Sie mal, junge Dame, wer sind Sie eigentlich? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor? Haben wir uns schon einmal gesehen?“ fragte Uroma Hedwig ihre Enkelin Laura. Zuerst stutzte Laura ein wenig irritiert. So eine Frage!

Laura und ihre Uroma Hedwig sind Freunde fürs Leben

Uroma Hedwig machte sicher einen Scherz mit ihr. Oder wusste sie es wirklich nicht? Laura zweifelte einen Moment lang. Doch dann lächelte sie ihre Uroma verschmitzt an, blinzelte ihr ein Auge zu, streichelte dabei zärtlich ihre Hand und hüfte auf ihren Schoß, so wie sie es immer getan hat.

„Ich bin Deine kleine Laura und Du bist meine Lieblings-Uroma Hedwig!“ „Das ist ja schön!“ strahlte die 86-jährige Dame erleichtert. Laura hatte das Gefühl, als wenn Uroma Hedwig ein Stein vom Herzen gefallen wäre.

Laura ist gerade 6 Jahre alt geworden. Sie weiß inzwischen, was in Uromas Kopf los ist. Die Mama hat ihr erzählt, dass Uroma Hedwig´s Gehirn nicht mehr so gut funktioniert. Erst war die Uroma nur ein bisschen vergesslich. Dann hat sie Laura dreimal am Vormittag das Gleiche erzählt und gefragt „Sag mal, hab ich das sonst auch immer so gemacht?“ Manchmal flüsterte sie Ida heimlich zu: „Weißt Du noch, wie ich heiße?“ (Weiterlesen…)

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Schülerzeitungs-Artikel zur Demenz gewinnt SPIEGEL-Preis

Freitag, 20. August 2010 von Susanna S.

Im Juli hat der SPIEGEL die Reportagepreise in seinem Schülerzeitungswettbewerb vergeben.

Ein Preis ist vergeben worden für einen Artikel über eine Schülerin, deren Vater an der seltenen Frontotemporalen Demenz erkrankt ist.
Ein berührender Artikel, der auch ein gutes Bild von der Krankheit vermittelt.
Meiner Meinung nach unbedingt lesenswert!

Link: http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,701224,00.html

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Gemeinsam gegen das Vergessen!

Donnerstag, 19. August 2010 von Marita Gerwin

Ein Projekt führt Demenzkranke ins gesellschaftliche Leben zurück!

Tierisch gut! Zwergkaninchen öffnen Herz und Mund!Tiere öffnen Herz und Mund

Acht drei Wochen alte Kaninchen und drei ausgewachsene Kerle mit Schlappohren warten geduldig auf ihren großen Auftritt im Ev. Altenheim “Zum guten Hirten” in Arnsberg. Die Kinder der benachbarten Städt. KITA “Kleine Strolche” und Barbara Frigger, eine engagierte junge Frau aus der Königstraße in Arnsberg mit ihren Zwergkaninchen besuchen regelmäßig die alten Menschen. Wie ein Wirbelwind sausen die Kinder mit den Kaninchen durch die Flure und bringen pure Lebensfreude ins Haus. Sie sind inzwischen richtig gute Freunde geworden. 80 / 85 / 90 Jahre trennen sie beinahe. Aber was soll´s! Beide Generationen strahlen um die Wette und freuen sich auf ihren tierischen Besuch. Begeisterung auf beiden Seiten. Leuchtende Augen und sprudelnder Kindermund. Gänsehaut macht sich breit.

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