Alzheimer Gesellschaft – humanitäre Hilfe zur Selbsthilfe

Sonntag, 14. September 2008 von Anna Audorf

Die Alzheimer Erkrankung stellt eine große Herausforderung in unserer Gesellschaft dar. Nur wenige Menschen sind in der Lage, mit diesen oft kaum vorstellbaren Schwierigkeiten umzugehen, die im Zusammenleben mit einem demenzkranken Menschen entstehen. Die kompetente Beratung der Alzheimer Gesellschaft erleichtert das Leben unserer Familie sehr. Hilfestellungen gibt es zu diesen Punkten:

  • Nach der Diagnose der Krankheit das sofortige Aufsuchen eines Notares und Hilfe beim Verfassen der notariell beglaubigten Patientenverfügung und der Vorsorgevollmachten, die Wohnen, Finanzen und Gesundheit regeln
  • Aufklärung über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Antrags- u. Begutachtungsverfahren / Verhinderungs- u. Kurzzeitpflege (PflEG)
  • Sonstige Leistungen, z.B. Anerkennung der Schwerbehinderung
  • Befreiung von der Ausweispflicht
  • Beantragung einer Reha-Maßnahme trotz der Pflegestufe III
  • In Würde Abschied nehmen – Demenzkranke begleiten bis zuletzt

Mit der Reha kann uns Angehörigen und Pflegenden geholfen werden, die körperlichen und seelischen Kräfte zu stabilisieren und zu erneuern. Denn dem Kranken geht es nur so gut wie dem Pflegenden!
Gerade die Beantragung der Reha – Maßnahme wäre ohne die großartige Unterstützung der Alzheimer Gesellschaft nicht bewilligt worden. Die Empfehlung der Klinik, die fachliche, gute Vorgehensweise bei der Antragsstellung und die gute Beratung zeichnet die professionelle Arbeitsweise der Gesellschaft aus.
Eine angemessene Umgangsweise mit der Krankheit stellt auch die Verteilung von hilfreichen Informationsmaterialien, Literatur und die Zusendung der Alzheimer – Info dar. Darüber hinaus wurden uns als Betroffenen Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung aufgezeigt und wir wurden bei der Selbsthilfearbeit unterstützt.

Mittlerweile befinden wir uns im dritten Stadium der Erkrankung: Diese Phase bedeutet einen totalen Zerfall aller Handlungen, und die allmähliche Verschlechterung erreicht ihren Höhepunkt. Zurzeit beschäftigen wir uns mit dem Thema: In Würde Abschied nehmen – Demenzkranke begleiten bis zuletzt. Abschied nehmen, darin ist wohl niemand wirklich gut. Bei diesem speziellen Thema gibt es ebenfalls Ansprechpartner bei der Alzheimer – Gesellschaft und Informationen, die uns bei der Bewältigung helfen.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Familie Audorf für die großartige Unterstützung, für die Hilfsbereitschaft und die Aufklärungsarbeit bedanken. Ihre „Hilfe zur Selbsthilfe“ gewährleistet meiner Schwiegermutti eine optimale Versorgung.

Anna Audorf

2 Kommentare zu “Alzheimer Gesellschaft – humanitäre Hilfe zur Selbsthilfe”

  1. donald2221 schreibt:

    Guten Tag, ich bin Neu hier in Chat und ziemlich Hilflos in Punkto meiner Mutter und meinen Stiefvater!. Bei meiner Mutter wird eine beginnende Demenz vermutet und ich Versuche Ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Nun habe ich eigentlich so gut wie alles geregelt aber meine Mutter schießt jetzt quer!. Sie hat keine Übersicht über Ihre finanzielle Lage und denkt Sie hat alles unter Kontrolle!. Sie sind stark verschuldet und sind auch Alkoholabhängig(1 Flasche Weinbrand pro Person am Tag).Meine Brüder ist es egal und ich ziehe mir das ganze in mich hinein und raste aus wenn man Versucht alles zu regeln und dann wird alles Untergraben von meiner Mutter. Beim Neurologen waren wir auch schon und dieser hat uns erst einmal zum Röntgen geschickt!. Meine Sorge ist, das irgendwann die Eltern so Hoffnungslos verschuldet sind,das alles den Bach runter geht!. Nun weiß ich nicht ob meine Mutter dort hin geht. Kann mir jemand Ratschläge geben und dies mir unter meiner E-Mail Adresse: donald.berlin1@freenet.de mitteilen. Danke

  2. Frieda schreibt:

    hallo Herr Donald,

    wenden Sie sich an die Betreuungsstelle oder an die Rechtspfleger der Betreuuungsabteilung im Amtsgericht. Dort werden Sie beraten auf welchem wege eine Betreuung eingerichtete werden kann, die Ihre Eltern schützt. Bei alkoholerkrankungen ist es manchmal schwierig, wenn der Schaden aufden Alkkonsum zurückgeht, weil die Entscheidung zum Trinken als selbstbestimmt bewertet wird. Wenn allerdings eine Demenz vorliegt, müßte eine betreuung eingerichtet werden können. Alles Gute und denken Sie auch an sich :-) Frieda

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