Donnerstag, 20. August 2009 von Alzheimer-Telefon
“Die Suche nach Medikamenten gegen die Alzheimerkrankheit läuft weltweit auf Hochtouren. Doch die Erfolgsbilanz der Pharmaforscher ist bisher ernüchternd: Selbst mit den modernsten Präparaten lässt sich der geistige Verfall nicht verhindern, sondern bestenfalls um ein bis zwei Jahre hinauszögern. Doch wann ist endlich mit wirksameren Medikamenten zu rechnen? Sind die Forscher möglicherweise auf einem falschen Weg? Wo bekommen Angehörige schnelle Hilfe? Kann man der Krankheit vorbeugen? Die Servicezeit Gesundheit versucht diese zentralen Fragen in einer Schwerpunktsendung in anschaulichen Beiträgen und verständlich für den Zuschauer zu beantworten.”
Alzheimer – Ursachen, Therapien, Hilfe in Servicezeit, WDR, 24.08.09 um 18:20.
Weitere Informationen: “Servicezeit“
Stichwörter: Fernsehen
Donnerstag, 13. August 2009 von Heidi
Es gibt Kinder, die sind kleine Erwachsene. Ab einem bestimmten Alter glaubte auch ich, alles zu wissen. Meine Eltern hatten mir garnichts zu sagen. Jeder über 20 war alt. Während die Erwachsenen irgendwo zwischen undefinierbar alt und undefinierbar uralt angesiedelt wurden, konnte ich mit kleinen Kindern noch weniger anfangen.
Jahresringe wie 18, 21, 75 sind magische Zahlen, werden belohnt und gefeiert. Ab 21 kann nicht mehr mit dem Alter geprahlt werden – Frauen sollte man schon garnicht danach fragen – aber über 85 wird wieder oft das „ein Halb“ genannt. Bei 97 wundert man sich, „noch da“ zu sein.
Als Kind hörte ich „du bist doch schon groß, du kannst das“ oder „wenn Du groß bist, dann darfst du“ – dem alten Menschen sagen wir „du bist doch …, du kannst das nicht mehr“. Wir sollen von klein auf uns „dem Alter entsprechend“ benehmen, begründet mit „in deinem Alter…“. Wenn ich mich also mit 14 bereits erwachsen fühle und meinen eigenen Weg gehen will, weshalb verwehrt man mir dieses Bedürfnis, wenn ich „alt und erwachsen genug“ bin und selbständig in meiner Wohnung bleiben möchte?
Auch unsere demenzkranken Angehörigen denken, fühlen, handeln, „benehmen“ sich „ihrem Alter entsprechend“. Nämlich genau dem „Alter“, in dem sie sich im jeweiligen Augenblick befinden. Nicht nach der biologischen Ziffer im Personalausweis, sondern der ihres biographischen Lebensweges. Weil die Kommunikation eingeschränkt ist, interpretieren, raten, definieren und bestimmen wir sehr oft gezielt daneben.
Ich als pflegende Angehörige muss nicht unbedingt wissen, wie alt meine Mutter sich im Moment fühlt. Wenn ich ihr Respekt, Geduld, Liebe entgegenbringe und lächle, dann fühlt ein Teil in ihr sich als gleichwertiger Mensch. Und wenn sie sich Sekunden vorher vehement gegen meinen Waschlappen gewehrt hat, aber jetzt mit kritischem Gesichtsausdruck meinen Kragen zurecht rückt – dann spüre ich stolz: die Mutter in ihr sorgt dafür, dass das Gegenüber ordentlich gekleidet ist.
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Stichwörter: Alltag
Freitag, 7. August 2009 von Alzheimer-Telefon
Das 3sat-Magazin “vivo” berichtet unter dem Titel “Wenn man nach und nach des eigene Leben vergisst” über Menschen, die mit Demenz leben. Im “vivo”-Porträt erzählt ein Demenz-Kranker von seinem Leben. “vivo”-Reporter Gregor Steinbrenner erlebt einen Tag in einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke. Außerdem besucht “vivo” den Fotografen Michael Hagedorn, der sich einem ganz besonderen Projekt widmet: Über lange Zeiträume begleitet er an Demenz erkrankte Menschen mit der Kamera.
Samstag, 8. August 2009 17:30 Uhr 3 Sat vivo Demenz
Weitere Informationen und Hintergründe finden Sie auf der Website von 3sat.
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Stichwörter: Fernsehen
Montag, 3. August 2009 von Alzheimer-Telefon
Die Missstände in der Betreuung von an Alzheimer erkranken Menschen sind bekannt. Doch immer mehr Menschen versuchen neue Wege zu finden, wie man die Pflege demenzgerecht gestalten kann. Ein weiteres Projekt ist IDé, ein Innovationskreis von Menschen aus dem pflegerischen, wissenschaftlichen oder sozialen Bereich. Ziel dieses Projektes ist es, die Betreuung mehr auf die Person konzentriert zu gestalten.
Die Initiative zu Projekt ging von Elly Duijf von der niederländischen Beratungsgruppe Terts und von der Autorin Stella Braam aus. Sie hat das Buch “Ich habe Alzheimer: Wie die Krankheit sich anfühlt” zusammen mit ihrem demenzkranken Vater geschrieben.
Auf der Website finden sich Berichte zu innovativen Projekten oder Betreuungsansätze, aber auch leicht verständlich formulierte Ergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen. Beiträge können von den Lesern an das Projekt gesendet werden und werden nach Prüfung aufgenommen.
Die Berichte über viele Einzelfälle zeigen auf, dass eine individuelle und menschenwürdige Pflege wirklich möglich ist.
Mehr Informationen:
www.innovationskreisdemenz.de
Stichwörter: Betreuung, Innovation, Projekt