Wohin mit Vater? – Spielfilm am 29.3.2010 im ZDF

Donnerstag, 18. März 2010 von Alzheimer-Telefon

“Wohin mit Vater?” beruht auf dem gleichnamigen Sachbuch eines Journalisten, der anonym bleiben will und muss. Denn das Leben mit einer illegalen Hilfskraft aus einem osteuropäischen Land gehört zwar längst zum deutschen Alltag (nach Schätzungen arbeiten derzeit etwa 100.000 Helferinnen aus Ost- und Mitteleuropa in Deutschland), doch bisher gibt es kaum Möglichkeiten diese Arbeitsform auf bezahlbare Weise zu legalisieren und den Frauen einen legalen Aufenthalt zu ermöglichen.

Das ZDF strahlt diesen Film in der Reihe “Fernsehfilm der Woche” am 29.3.2010 um 20:15 Uhr aus.

Trailer bei YouTube:
http://www.youtube.com/watch?v=N3Ysc6oKxdY

Informationen des ZDF zur Sendung:
http://fernsehfilm.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,8036559,00.html

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Ein Kommentar zu “Wohin mit Vater? – Spielfilm am 29.3.2010 im ZDF”

  1. Susanna S. schreibt:

    Das Thema Demenz stand diesmal nicht im Mittelpunkt, wohl aber die Frage, wie Pflege organisiert werden kann, wenn die vorhandenen professionellen Angebote nicht passen oder nicht den eigenen Ansprüchen genügen. Gezeigt wurde eine typische Situation: Das Thema Pflege und Pflegebedürftigkeit wird in der Familie so lange ausgeblendet, bis der Bedarf ganz akut wird (in diesem Fall durch den Tod der Mutter, die sich vorher um den gehbehinderten Vater gekümmert hat). Die Kinder haben ihren Lebensmittelpunkt an anderen Orten und trotz schlechtem Gewissen und guten Vorsätzen passt ein Umzug zum Vater nicht wirklich in die eigenen Pläne.
    Innerhalb erstaunlich kurzer Zeit gelingt es in diesem Film, eine Pflegekraft aus Bosnien zu organisieren, die gegenüber der Gutachterin des MDK einfach als Schwiegertochter ausgegeben wird, und sich sehr schnell mit dem pflegebedürftigen Vater anfreundet.
    Insgesamt finde ich, dass der Film das Thema gut transportiert hat. Die Probleme, die mit der illegalen Beschäftigung einer Pflegekraft aus Osteuropa verknüpft sein können, wurden aber nur am Rande angeschnitten – illegaler Aufenthalt/Beschäftigung, die Bedingungen der Beschäftigung (Rund-um-die-Uhr-Pflege, Freizeit?, Bezahlung), die Schwierigkeit der Pflegekräfte ohne ihre Familien (in diesem Fall kleine Kinder) und Menschen mit der selben Muttersprache in Deutschland leben zu müssen…

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