“Remember” – ein schöner Song zum Thema Alzheimer

Donnerstag, 27. Mai 2010 von Susanna S.

Louise van Aarsen ist Wissenschaftlerin und Sängerin/Liedermacherin. Ihre Mutter, die aus den Niederlanden stammte, ist im November an der Alzheimer-Krankheit gestorben. Zur Erinnerung an sie hat Louise van Aarsen ein schönes und bewegendes Lied mit dem Titel “Remember” (Erinnern) geschrieben.

Der Song ist im Internet bei YouTube zu hören. Illustriert ist das Video mit Bildern ihres Ehemannes, Jan Van Aarsen.
Louise von Aarsen hofft, dass auch andere Trost durch dieses Lied finden und ruft dazu auf, die Forschung bei der Bekämpfung der Demenz zu unterstützen.

Sie finden das Lied auf YouTube unter http://www.youtube.com/watch?v=oGOTBKUbELk.

5 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: , ,


Helga Rohra, demenzkrank, im Gespräch mit Markus Lanz

Mittwoch, 26. Mai 2010 von Alzheimer-Telefon

Helga Rohra, 56 J., hat vor 2 Jahren eine Demenz-Diagnose erhalten. Im März 2010 wurde sie als erste Demenz-Erkrankte in den Vorstand der Alzheimer Gesellschaft München gewählt und hat knapp zwei Wochen später als Delegierte am Internationalen Alzheimer-Kongress in Thessaloniki (Griechenland) teilgenommen.
Seit sie mit ihrer Diagnose an die Öffentlichkeit gegangen ist, wird Frau Rohra immer öfter darum gebeten, über ihre Erfahrungen in den Medien zu berichten.

Am 21. Mai 2010 war sie zu Gast bei Markus Lanz. Die Sendung ist zu sehen in der ZDF-Mediathek unter:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1049036/Schock-Diagnose-Demenz

11 Personen gefällt dieser Artikel.


“Leben wie ich bin” – Leitfaden zu ambulant betreuten Wohngemeinschaften

Montag, 10. Mai 2010 von Alzheimer-Telefon

Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz – davon ist immer öfter auch in den Zeitungen die Rede. Sie werden vor allem als bessere Alternative zum Heim dargestellt. Wie sich aber das Leben in einer Demenz-WG von dem im Heim unterscheidet und vor allem, was dies auch für die betreuenden Angehörigen bedeutet, ist den meisten nicht so klar.

Die Alzheimer Gesellschaft Brandenburg hat nun in einer Broschüre fundierte Informationen zu diesem Thema, Tipps zur Selbstorganisation einer WG sowie rechtliche, organisatorische und finanzielle Hinweise zusammengstellt, die zur Auswahl und Neugründung einer Demenz-WG sehr hilfreich sind. Die Broschüre ist außerdem gut verständlich geschrieben und liebevoll illustriert – aus meiner Sicht für alle Interessierten absolut empfehlenswert!

Die Broschüre kann für 6 € bestellt werden, steht aber auch als pdf zum Download zu Verfügung unter

www.alzheimer-brandenburg.de

3 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter:


Schwimmwindel statt Badekappe

Sonntag, 2. Mai 2010 von Heidi

Schweben. Leichtigkeit. Temperatur – wie fühlt sich Wasser an? Plätschernd, rieselnd, kristallblau. Im Schwimmbad mit dem bekannten Geruch nach Chlor.

Endlich hat Mutter’s Betreuungsgruppe auch „Schwimmen für Demenz-patienten“ im Angebot. Beim ersten Mal war ich natürlich dabei. Ich war auf alles gefaßt. Aber nicht auf die Frage, ob Mutter eine Schwimmwindel anhabe. Was bitte ist eine Schwimmwindel? Nun, beim Babyschwimmen trägt das Kind eine solche, damit es nicht ins Wasser uriniert. Sowas gibt es auch für Erwachsene mit Inkontinenz. Aha! Und wo kriege ich die? Da müsse ich mich schlau machen. Heute lassen wir erst mal die normale Windel an.

Welch ein Schwachsinn! Die normale nimmt maximal einen Liter Flüssigkeit auf. Mit dem Badewasser saugt sie sich sofort voll und kann vom Urin überhaupt nichts aufnehmen. Dabei ist es mir so wichtig gewesen, dass Mutter nach Jahren wieder einmal die wunderbare Schwerelosigkeit des Wassers spüren kann, die eine Badewanne nicht erreicht. Ich bin wütend und enttäuscht.

Kinder jeden Alters pieseln ins Badewasser, einige Erwachsene auch. Einhalten können und wollen ist Erziehungssache, Anstand. Als völlig natürlich sehen wir es an, wenn jemand sein Revier markiert. Hundemännchen und Menschenmänchen bevorzugen Hauswände, Baumstämme bzw. ersatzweise Lichtmasten. Solange es der eigene Golden Rain ist, bleiben wir tolerant wenn es niemand mitkriegt. Und Eigenbehandlung mit Urin ist medizinisch anerkannt. Nur der Gedanke, in Kontakt mit Fremdurin zu kommen ekelt. Woher stammt eigentlich der Harnstoff in den vielen Hautcremes?

Ins Schwimmbecken mit seinen Tausenden von Litern chlorhaltigen Wasser, das ist nicht mehr akzeptabel! Messen wir Hygiene hier nicht mit zweierlei Maß? Wo bleibt der Genuß des Badenden, das Wasser um sich zu spüren, wenn er genau dieses Wasser, dank der gepolsterten Taucherhose nicht fühlen kann? Wie wehrt sich eigentlich ein Schwimmwindeltragenmüsser gegen die vielen Nichtträger, die nicht inkontinent sind und einfach laufen lassen?

 

6 Personen gefällt dieser Artikel.



Unsere Seite bei Facebook