Dienstag, 7. September 2010 von Dagmar
Das Lachen,die Freude ist für den Kranken äußerst wichtig. Dies habe ich an meiner Mutter gut beobachten können. Sie lachte gern, so dass ich bewußt Gelegenheiten herbeizauberte, damit wir beide herzlichst lachen konnten. Aber bitte kein erzwungenes Lachen, dies können die Kranken empfinden.
So hatte ich ihr Nachthemd mir falsch über den Kopf gezogen und meinte zu ihr “Jetzt habe ich mir Dein Nachthemd verkehrt herum angezogen und du bist nackt, ich bin aber scheußlich.” Wir lachten beide über mein “Ungeschick”.
Manches Mal zog ich auch Grimassen, die sie erheiterten. Mit lachen, einem freundlichen Gesichtsausdruck und ruhiger Sprache ohne Hast ging für uns beide vieles leichter.
Es grüßt Euch Dagmar
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Stichwörter: Humor
Sonntag, 5. September 2010 von Martina Rühl
Frau V., 92 Jahre, nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt und dement, wurde von einer Kollegin und mir im Bett gewaschen. Dabei schaute sie meiner Kollegin in den Ärmel und fragte ganz entsetzt:
„Was ist das denn? Sag mal, hast du gar keine Haare unter’m Arm? Hast du die etwa abrasiert oder was?“
„Ja, die hab ich abrasiert, dann riecht man nicht so schnell nach Schweiß, das ist viel angenehmer!“
Ich mischte mich ein: „Und wissen Sie was? Die Frauen heutzutage rasieren sich nicht nur die Haare unter den Armen, sondern auch an den Beinen!“
Frau V. ganz erstaunt:“ Sach bloß! Was ist das denn für ein neumoderner Kram, da muss ich doch wohl nicht auch noch mit anfangen, oder?
„Nein, keine Angst, man muss ja nicht jede Mode mit machen!“
„Na Gott sei Dank! Nee, also so ein Theater fange ich nicht mehr an, die Beine rasieren, wo sind wir denn? Außerdem wird mir das viel zu teuer, da müsste ich mir ja noch extra einen Rasierapparat kaufen. Das sehe ich nicht ein!“
Da soll noch mal einer sagen, bei der Pflege könnte man keinen Spaß haben?
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Stichwörter: Spaß
Freitag, 3. September 2010 von Martina Rühl
Wie jedes Jahr feierten wir in unserer Einrichtung ein Sommerfest. Es gab Würstchen vom Grill, kühle Getränke, Eis und was das wichtigste war, es gab Musik aus der guten, alten Zeit.
Einer unserer Bewohner, der körperlich noch recht fit ist, tanzte mit verschiedenen Damen und hatte sichtlich Freude daran.
Nachdem das Fest beendet war und alle Bewohner für die Nacht versorgt wurden, kam er, schon im Schlafanzug, auf den Flur des Wohnbereichs und summte die Melodie von: Du, du liegst mir im Herzen…, vor sich hin. Als eine Kollegin aus einem der Zimmer kam, schnappte er sie und tanzte mit ihr im Walzertakt über den Flur. Als ihm die nächste Kollegin über den Weg lief, wechselte er zu ihr und tanzte weiter im Schlafanzug über den Flur. Von dem Gelächter angelockt, kamen nun alle Mitarbeiterinnen, die noch im Wohnbereich waren, auf den Flur und der alte Herr gab nicht eher Ruhe, bis er mit jeder einzelnen getanzt hatte.
Ob im Anzug oder im Schlafanzug, was macht das für einen Unterschied, wenn man so viel Spaß bei der Sache hat?
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Stichwörter: Spaß
Mittwoch, 1. September 2010 von DAlzG
Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Weltweit sind etwa 35 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf voraussichtlich 115 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und Lateinamerika.
Der Welt-Alzheimertag wird von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) weltweit unterstützt.
Das Motto des Welt-Alzheimertages 2010 lautet in Deutschland:
“Gemeinschaft leben”
In Deutschland werden jedes Jahr von den regionalen Alzheimer Gesellschaften und Selbsthilfegruppen eine Reihe von regionalen Veranstaltungen veranstaltet. Mit Vorträgen, Tagungen, Gottesdiensten, Benefizkonzerten usw. wird die Öffentlichkeit auf das Thema Alzheimer aufmerksam gemacht.
Es soll auf die Situation der 1,2 Millionen Demenzkranken und ihrer Familien in Deutschland hingewiesen werden. Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.
Rund um den Welt-Alzheimertag gibt es viele Veranstaltungen in ganz Deutschland. Aktuelle Informationen finden Sie hier.
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