Tatort und Anne Will zum Thema Demenz am 5.6. in der ARD

Dienstag, 31. Mai 2011 von Alzheimer-Telefon

Der Tatort “Gestern war kein Tag” dreht sich um einen demenzkranken Mann und seine Pflegerin aus Osteuropa. – Ein hochaktuelles Thema, das auch gleich anschließend bei Anne Will aufgegriffen werden soll.

Vielleicht lohnt es sich mal wieder, den Ferseher einzuschalten?

Links zu den Sendungen:
http://www.daserste.de/tatort/sendung.asp?datum=05.06.2011 und http://daserste.ndr.de/annewill/index.html

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frühe signale

Freitag, 27. Mai 2011 von helgajuttapetrauwe

in meinem alter trifft man ja immer mehr menschen, die sich mit dem phänomen demenzerkrankter eltern gezwungen sehen, umzugehen. und oft werde ich dann gefragt:  “habt ihr was gemerkt?” oder: “wann und wie wie fing es an bei deiner mutter?”

jetzt, im nachhinein, kann ich das noch besser einordnen, die anzeichen, die ersten auffälligkeiten – signale.

unsere mutter war eine schlichte, einfache, herzliche  frau, die immer etwas  “rödeln” musste – egal ob putzen, kochen, betten machen, einkaufen oder stricken, stopfen reparieren. das liess zwar nicht nach, aber die dinge wurden “kleiner”: sie kochte und backte nicht mehr gern für viele leute, sie ging nicht mehr so viel ausser haus, fürchtete sich vor neuen herausforderungen, neuen wegen, bank-besuche vermied sie, delegierte. sie war nie ein draufgänger aber jetzt wurde sie ängstlich. sie arbeitete nach wie vor, schuftete, putzte, wischte – aber alles in engen zusammenhängen; so putzte sie unsinniges, aber eben gründlich wie z.b. den uralten ewig benutzten topf zum milch-kochen, der schon lange nicht mehr gebraucht wurde. sie wurde auch unordentlicher. ihre stopfarbeiten waren nicht mehr filigran, wurden grober, “huppeliger”.

wir bemerkten auch, dass sie manches vergass – aber das schien uns normal zu sein, mal den schlüssel, mal das tragbare telefon. sorgen begannen, als wir merkten, dass sie unsicher wurde, ob sie den herd angelassen hatte…unser sohn schrieb schilder: herd aus?

ihre ängstlichkeit wuchs. und das scheint mir ein signal gewesen zu sein.

was wir aber damals nicht wahr haben wollten.

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Fundstück: Erfahrungen eines Alzheimer-Erkrankten

Montag, 23. Mai 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Richard Taylor hat als Psychologe und Dozent gearbeitet. Vor vier Jahren hat er die Diagnose Alzheimer bekommen. Nach einer ersten Phase der Trauer hat er sich entschieden, sich mit seiner Krankheit auseinanderzu setzen. Er schreibt über eine eigenen Erfahrungen mit dieser Krankheit, aber auch über die Reaktionen und Verhaltensweisen seiner Mitmenschen, wie sie auf ihn und seine Krankheit reagieren.

In der Frankfurter Rundschau ist nun ein interessantes Interview mit ihm erschienen: „Ich bin hier derjenige, der stirbt“

Das Interview finden Sie auf der Website  FR-Online.

Seine Erfahrungen und Erlebnisse wurden in einem Buch veröffentlicht: Alzheimer und ich.

Kurzbeschreibung des Buches:
“Richard Taylor leidet an einer Demenz, vermutlich des Alzheimer-Typs, aber er hat all seine Erfahrungen mit der Erkrankung, Gedanken und Ideen in essayistischen Innen- und Außenansichten beschrieben. Vehement vorgetragen, brillant formuliert und humorvoll gewürzt setzt er sich in seinen Beiträgen dafür ein, das Erleben der Betroffenen besser zu verstehen, deren Rechte zu verteidigen und durch Schreiben ein Stück seiner selbst zu bewahren”

Außerdem betreibt er ein Blog, allerdings auf nur englisch: www.richardtaylorphd.com

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der alte könig…

Samstag, 21. Mai 2011 von helgajuttapetrauwe

…in seinem exil: ein wunderbares buch, das auf diese seite gehört. der schriftsteller arno geiger beschreibt darin das leben und den umgang mit seinem alzheimer-erkrankten vater und ich konnte so vieles gut nachvollziehen. kein lamentieren; ein liebevolles, verstandnisreiches und humorvolles buch.

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Tagung am 31. Mai in Arnsberg: Wieviel Gewalt “darf” Pflege aushalten

Freitag, 20. Mai 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Am 31. Mai 2011 findet im Kulturzentrum Arnsberg die Veranstaltung “Wie viel Gewalt ‘darf’ Pflege aushalten?” statt.
Anmeldung erforderlich!

Gewalt und Aggressionen gegen alte Menschen, insbesondere gegen pflegebedürftige Menschen, ist gesellschaftlich immer noch
weitgehend ein Tabuthema und fi ndet in vielerlei Formen statt. Dabei ist Gewalt gegen alte Menschen meist ein Zeichen von Überforderung, von fehlenden Informationen oder belastenden Rahmenbedingungen.

Das Arnsberger Netzwerk Demenz, das seit Mai 2010 besteht und die Verbesserung der Lebens- und Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zum Ziel hat, initiierte die Tagung. Veranstalter sind das Demenz-Servicezentrum
Region Südwestfalen, u.a. zuständig für den Hochsauerlandkreis, und das Projekt Demenz der Stadt Arnsberg.

Auf der Tagung wird das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es werden Informationen vermittelt, Erfahrungen ausgetauscht, Hilfestellung gegeben und Mut gemacht, mit dem Thema Gewalt in einer Pfl egebeziehung offen umzugehen.

Prof. Dr. Dr. med. Rolf-Dieter Hirsch erläutert in seinem Vortrag unterschiedliche Formen von Gewalt in der Pfl ege und Charlotte
Boes beschäftigt sich mit Sensibilisierung und Prävention, um Gewalt in der Pfl egebeziehung zu vermeiden. Im Anschluss
an die Vorträge fi nden fünf parallel laufende Workshops statt, die Antworten suchen und Hilfen aufzeigen. Rechtliche Aspekte,
Kommunikation mit Menschen mit Demenz, Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen, die Rolle der Angst und der
Angstübertragung und ein Deeskalationstraining sind die Themen.

Die Fachtagung richtet sich an Mitarbeiter/innen aus der Kranken und Altenpflege, an Ärzte, Angehörige und interessierte Bürger/innen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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Interview mit Ursula von der Leyen bei Mona Lisa (ZDF)

Donnerstag, 19. Mai 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Die Krankheit Alzheimer kann jeden treffen, auch Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen bzw. deren Familienmitgliedern. So auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, deren Vater an Alzheimer erkrankt ist. In einem Interview im Frauenmagazin Mona Lisa schildert sie ihre eigenen Erfahrungen mit der Erkrankung ihres Vaters:  http://monalisa.zdf.de

Das Thema Alzheimer wird immer wieder mal in den Medien präsentiert, aber nicht immer findet man die Sendungen rechtzeitig. Doch das ZDF hat eine Auswahl an Artikeln und Videos gesammelt, die hier zu finden sind.

Es sind viele interessante und informative Beiträge, die mal eher persönlich, mal eher sachlich gehalten sind, die aber helfen können, mit der Alzheimer-Krankheit umzugehen.

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ach, wie lange…

Mittwoch, 18. Mai 2011 von helgajuttapetrauwe

…habe ich nicht auf dieser seite geschaut!

nachdem meine mutter gestorben war, habe ich noch eine zeit hier “gestöbert”, habe gelesen, kommentiert. dann hat mich der “mutter-freie” alltag wieder eingeholt mit arbeitslosigkeit, neuen projekten uvm. auch die tänze im sitzen habe ich im heim meiner mutter dann nach einigen wochen aufgegeben – die erinnerung an die mutter wurde mir immer wieder schmerzlich bewusst.

jetzt traf ich die “truppe”, also einen teil der tagesgruppe meiner mutter, auf dem nahen wochenmarkt und siehe da: grosse freude allerseits….! sie kannten mich teilweise noch, vor allem das personal und mein herz ging auf….ich glaube, ich werde mal wieder öfter hier schauen und schreiben, wenns recht ist….;)

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Die neue Omi

Samstag, 14. Mai 2011 von Alzheimer-Telefon

Cover zu "Die neue Omi"So selten sind Kinderbücher über das Thema Demenz nicht mehr, denn auch Kinder haben Großmütter und Großväter, die an Demenz leiden. Ein Heranführen an das Thema durch Kinderbücher stellt eine wunderbare Methode dar.

Ein weiteres Buch, das sich mit dem Thema beschäftigt, heißt „Die neue Omi“ von Elisabeth Steinkellner und Michael Roher. Das Buch handelt von einer alten Omi, die sich immer über Finis neue Frisuren gewundert hat, aber trotzdem mit ihr in den Park gegangen ist um Enten zu füttern und von der neuen Omi, die lieber die Krümel – eigentlich für die Enten- selber isst. Fini findet die neue Omi vielleicht ein wenig seltsam, aber für ihr Verständnis so normal, dass sie mühelos mit den Veränderungen umgehen kann und schlussendlich der neuen Omi beim Essen hilft und sie sogar frisiert.

„Die neue Omi“ ist ein Kinderbuch mit einer einfachen und unkomplizierten Geschichte. Es werden weder Emotionen angesprochen noch eine Beurteilung der Situation abgegeben, sondern es scheint, dass die Autoren sich nur auf das Beschreiben beschränken. Das Erklären und Antworten auf eventuelle Fragen kommt mit dem Erzählen der Geschichte. Dieses Buch ist ein leichter Einstieg, wenn Kinder, vor allen Dingen jüngere Enkel an das Thema „Menschen können sich verändern“ herangeführt werden.

Besonders hervorzuheben sind die Illustrationen, die liebevoll und fröhlich gestaltet sind. Auf jeder Seite gibt es kleine und interessante Besonderheiten zu entdecken: Postkarten aus aller Welt im Baum, Mäuse, die mit einer Kaffeetasse Feuerwehr spielen, weil die „neue Omi“ sich an den Herdplatten die Hände wärmt. Die bildliche Darstellung ist eine gelungene Ergänzung der Geschichte. 

Es gibt wunderbare Bücher für Kinder, die mitunter schwere Themen erklären. Dieses Buch kann dazu gezählt werden.

Christa Waschke, Berlin

„Die neue Omi“ von Elisabeth Steinkellner und Michael Roher, Jungbrunnen 2011, ISBN: 978 3 702 65826 7, 13,90 €

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DIE UNTOTEN. LIFE SCIENCES & PULP FICTION

Dienstag, 10. Mai 2011 von Alzheimer-Telefon

Kongress und Inszenierung – inszenierter Kongress?

Herz, Gehirn, Leber

In Hamburg findet vom 12. bis zum 14. Mai auf Kampnagel Hamburg eine überaus spannende Veranstaltung zum Thema “WANN BEGINNT EIN LEBEN? WANN ENDET EIN LEBEN? WER BESTIMMT DARÜBER?” statt.

Experten aus dem Feld der Biotechnologie, Mediziner, Bioethiker, Philosophen, Theologen, Juristen, sowie Praktiker aus dem Pflegebereich, Künstler, Film- und Medienschaffende und Popikonen treffen in unerwarteten Konstellationen und zu verschiedenen Fragestellungen in Räumen aufeinander, die einem Filmset nachempfunden sind (Hospital, Friedhof und Labor und Kino – und damit typische Orte der Produktion und Verhandlung des “Untoten”).

Die Besucher können sich durch das gesamte Setting zu jeder Zeit frei bewegen. Sämtliche Gespräche, Vorträge, Präsentationen, Performances und Experimente werden mitgeschnitten und live übertragen, so dass die Rezipienten unabhängig von ihrer Position im Set über Infrarotempfänger und Kopfhörer jeder Situation zuhören können.

Die begleitenden Workshops sind sogar als Weiterbildung für Pflegende anerkannt!

Das gesamte Programm findet man im Internet unter www.untot.info.


Suizid von Gunter Sachs

Dienstag, 10. Mai 2011 von Susanna S.

Gunter Sachs hat sich das Leben genommen, weil er an der “ausweglosen Krankheit ‘A’ leide”, wie er in seinem Abschiedsbrief geschrieben haben soll. Dieser Schritt hat große Wellen geschlagen. In allen Zeitungen und diversen Talkshows ist davon die Rede, die Betroffenheit ist groß. Natürlich ist die Diagnose einer Alzheimer-Krankheit zunächst einmal für jeden ein Schock und tatsächlich lässt sich die Krankheit nicht aufhalten. Aber ist es der richtige Weg, sich aus Verzweiflung das Leben zu nehmen?

Wenn ich daran denke, das ich eine Demenz bekommen könnte, macht mir das auch Angst. Ich weiß, dass es ein Weg ist, der in die totale Abhängigkeit führt und dass ich nicht darauf vertrauen kann, jederzeit liebevolle Menschen um mich herum zu haben, die wissen, wie sie auf mich eingehen und meine Bedürfnisse erkennen können.

Aber ich habe auch schon genug Menschen kennengelernt, die mit der Krankheit noch Jahre lang relativ gut gelebt haben, ihre Fähigkeiten weiterhin nutzen konnten und von Freunden und Familie unterstützt viel Lebensqualität erfahren haben. Was würde es bedeuten, wenn jeder sich nach der Diagnose das Leben nehmen würde? Wieviel wertvolles Leben ginge dadurch verloren!

Hier ist der Link zur Stellungnahme der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zum Suizid: www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=48&news=164

Susanna S.

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