Vortrag: “Alzheimer – Neue Erkenntnisse und Perspektiven” von Prof. Kurz online

Donnerstag, 30. Juni 2011 von Alzheimer-Telefon

Das Münchener Kirchenradio hat gestern einen interessanten Vortrag von Prof. Alexander Kurz (Vorstandsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft) online gestellt.

Er ist zu hören unter
http://www.muenchner-kirchenradio.de/extra/extra/article/alzheimer-neue-erkenntnisse-und-perspektiven.html

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Du und Ich und Er

Freitag, 24. Juni 2011 von Alzheimer-Telefon

Sieghard Liebe hat seine Frau Monika fast 10 Jahre lang während ihrer Alzheimer-Krankheit begleitet. Er hat diese Zeit in Videos und auf Fotos festgehalten.

Das RBB Kulturradio sendet am 26. Juni 2011 von 14:04 – 15:00 Uhr ein Hörspiel, das auf den Aufzeichnungen von Sieghardt Liebe und Tagebucheinträgen von Monika Liebe beruht. Sicherlich ein hörenswerter Beitrag!

www.kulturradio.de/programm/sendungen/110626/hoerspiel_1404.html


Buchneuerscheinung “Alzheimer-Lieben”

Sonntag, 19. Juni 2011 von Antonia Scheib-Berten

Rezension “Bis dass der Tod uns scheidet ? Alzheimer-Lieben”

Shaker Media, Aachen, ISBN: 978-3-86858-607-7

Die Weinheimer Sozialpädagogin Antonia Scheib-Berten verfügt über langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit an Demenz erkrankten Patienten und ihren Angehörigen.

Mit ihrem Erstlingswerk stellt sich die Autorin einem der letzten Tabuthemen unserer Gesellschaft: Der frühen Erkrankung von Menschen zwischen 50 und 60 Jahren an der Alzheimerschen Krankheit.

Fakt ist, dass in baldiger Zukunft jeder 4. betagte Erwachsene an Demenz erkranken wird. Auch trifft die Erkrankung eine nicht unbeträchtliche Anzahl „jüngerer“ Patienten, die – oft noch voller Pläne und mitten im Berufsleben stehend -, mit dieser Schock Diagnose konfrontiert werden. Oft wird die konkrete Diagnose verspätet gestellt, denn bei „jüngeren“ Menschen geht man i. d. R. von burn out, Wechseljahresbeschwerden oder Depressionen aus.

Eingebettet in die Lebens- und Liebesbeziehungen zweier betroffener Ehepaare schildert die Autorin einfühlsam und zuweilen grausam realistisch den mühevollen und oft an Überforderung grenzenden jahrelangen Alltag mit den Erkrankten. (Weiterlesen…)

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Fundstück: Demenz und autonome Entscheidungen

Freitag, 17. Juni 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Im Tagesspiegel gibt es ein schönes Interview mit dem Psychiater Wolfgang Maier zum Thema Demenz und wie möglichst grosse Entscheidungsfreiheit genutzt werden kann: www.tagesspiegel.de

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Das ist zu traurig – Ich sing lieber was Lustiges

Donnerstag, 16. Juni 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Ich möchte Sie auf eine kleine Reihe von fünf 5-minütigen Hörstücken aufmerksam machen, die gesendet werden von Montag 20.6. bis Freitag 24.6.2011, jeweils von 14:10 – 14:15 Uhr, bei Kulturradio RBB

Das ist zu traurig – Ich sing lieber was Lustiges
- Verborgene Talente in Berliner Altenheimen -

Mo       1. Frau Paradies und die Weite Welt

Di         2. Dr. Rothenburg: Von Rixdorf zu Fritze Bollmann

Mi        3. Frau Lischke und der Gletscherchor

Do       4. Frau Mucha’s erste Schallplatte und zwei ergreifende Lieder

Fr         5. Frau Strackes Lebenslust

In den letzten drei Jahren habe ich die Musiktherapeuten Dorothea Muthesius, Christine Lugmayer und Wolfgang Tschegg bei bei ihrer Arbeit in Alten-WG’s, Seniorenresidenzen oder Pflegeheimen begleitet.
Dort bekam ich Texte und Melodien zu hören, deren Schwung oder baladenhafte Eindringlichkeit samt Wortwitz und kesse Doppeldeutigkeiten mich wirklich erstaunt haben.

Oft hört oder liest man im Feuilleton vom “Zauber der Musik”. Dieser Begriff hat für mich nun eine konkrete Bedeutung: Ein Menschen mit Demenz, sonst nicht ansprechbar, wirkt wie aus einem Dornröschenschlaf erweckt, wenn Musik aus seiner Jugend erklingt.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich den Gesang festgehalten habe, denn wer weiß, wie lange noch jemand diese Lieder, Volkslieder, Schlager, Operettenzitate, musikalischen Verballhornungen, Couplets kennt und singt!

Kulturradio RBB  92,4 Mhz
Kabelfrequenze   95, 35 MHz

oder bei www.kulturradio.de –  auf Livestream klicken

oder hier: http://www.rbb-online.de/static/rbb/kul/liveplayer/index.html

Ich freue mich über Ihre Rückmeldungen und Kommentare. Vielleicht meldet sich auch das eine oder andere bisher verborgene Talent bei mir?

Frieder Butzmann,  butzi@friederbutzmann.de 

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Arnsberger “Lern-Werkstadt” Demenz.

Donnerstag, 16. Juni 2011 von Marita Gerwin

Das Handbuch aus der Praxis ist online verfügbar.

Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz – um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Stadt Arnsberg in enger Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung zu einer “Lern-Werkstadt Demenz”, zu einer lernenden Stadt.

Das Ergebnis der Arnsberger “Lern-Werkstadt Demenz” zeigt, was alles bewegt werden kann, wenn die Kommune Verantwortung übernimmt und Demenz zum öffentlichen Thema macht, zu einer Aufgabe für viele Akteure und diese Akteure durch Ansprache, Beratung und Vernetzung unterstützt.

Arnsberg hat erfahren, dass die intensive Beschäftigung mit Demenz eine Stadt sozial produktiver und lebendiger macht sowie den sozialen Zusammenhalt in der Stadt stärkt – insbesondere in den Familien, in denen Menschen mit Demenz begleitet und betreut werden.

Wir wollen diese Erfahrungen mit dem Handbuch an interessierte Städte und Initiativen weitergeben. Es ist online abrufbar über www.projekt-demenz-arnsberg.de oder zu beziehen über die Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg.

Den Link zur Online-Version des Handbuches mit vielen Beispielen aus der Praxis finden Sie hier Handbuch online

Ansprechpartner:

Martin Polenz, Lange Wende 16a, 59755 Arnsberg, 02932 201 2206, m.polenz@arnsberg.de

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Weißt du noch?

Donnerstag, 16. Juni 2011 von Anke Kopietz

Weißt Du noch?
Erinnerung an meine Mutter

Als du damals mich getragen
und mir dann das Leben schenktest?
Lehrtest erste Schritte wagen?
Sprechen, Denken, Fühlen, Lachen?
Ach, so viele schöne Sachen.

Weist du noch? Du schlugst mich nie.
Das hat mich an dich gebunden.
Unsre Liebe wurde nie,
durch Gewalt, Entzug geschunden.

Zeigtest mir das Leben pur.
Hieltst mich auf der richt`gen Spur.
Meintest oft: „Du liegst daneben!“
Hast mir immer Halt gegeben.
Ja, so ist das Leben, eben.

Hieltest, als mich Lieb` verband,
wenn ich traurig, meine Hand.
Gabst mir wieder Lebensmut.
Das tat gut!
Lebtest mit, mein ganzes Leben,
Sieh! Die Fotos fand ich eben!

Du mit mir, auf Westerland.
Alles haben wir gekannt.
Sonnenschein, auch Wellentanzen,
Fahrradfahren, Schwimmen, Fliegen.
Sag` mir, wo ist das geblieben?

Sieh doch hier, was damals war.
Siehst du dich, mit blondem Haar?
Alles war voll Harmonie!
Ach, ich liebe doch nur dich!
Bitte sag` erkennst du mich?

Doch du fragst: „Wer sind denn Sie?“

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verdrängte wesenszüge…

Mittwoch, 15. Juni 2011 von helgajuttapetrauwe

…ein phänomen bei alzheimer-patienten, das immer wieder benannt bzw. in frage gestellt wird. wie kommt es, dass manche alzheimer-patienten so grimmig, biestig, agressiv werden? ich glaube, das ist eine der am schwersten zu bewältigenden aufgaben für angehörige: zu ertragen, wenn die eltern so gemein werden. und da kann man noch so sehr wissen, dass es ausdruck der krankheit ist – weh tut es dennoch.

nun hatten wir das besondere glück, dass unsere mutter eine “liebe” alzheimer-kranke war, zwar mit allen anderen tücken, wie nächtliches umher-geistern, aufsuchen fremder zimmer und anderem, schlimmerem – aber sie war eben trotzdem dabei immer freundlich…! was sie ja eigentlich auch in ihrem ganzen früheren aktiven leben war. ob sie wohl nie heimliche wut-attacken, mord-gelüste, horror-szenarien im kopf durchgespielt hat?? war ihr schlichtes, gradliniges wesen, ohne arg, ohne hinterlist, voraussetzung für dieses “freundliche” alzheimer-verhalten?

mir wird angst und bange, wenn ich daran denke – befürchtend, evtl. auch einmal an alzheimer zu erkranken – was aus mir mal wird….eine spuckende, beissende, fiese..?

gut, dass wir das nicht wissen.

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Erinnerung

Dienstag, 7. Juni 2011 von Anke Kopietz

Erinnerung

an meinen Vater

Seine Waldzither, die er so gerne gehalten in der Hand,
hängt heute, wie verloren, am Nagel, an der Wand.
Die kleine Mandoline hängt auch gleich daneben.
Für ein erneutes Spiel würde ich gern alles geben.

Doch er weiß heute nicht einmal wofür sie taugen.
Betrachtet sie mit verlorenen, hilflosen Augen.
Heute weiß er nichts mehr über Vergangenheit, Zeit.
Sie gingen verloren. Erinnern ist weit.

Er ist in sich selber, seit langem gefangen.
Betrachtet sein Umfeld mit Zittern, voll Bangen.
Lebt in einem Zeitraum, den ich gar nicht kenne.
Erzählt mir von Namen. Verwirrtheit ich`s nenne.

Ich möchte ihn halten, doch er kennt mich nicht mehr.
Wo ist er geblieben? Ich lieb ihn so sehr.
Ich möchte ihm alle, ganz ohne Bedenken,
von ihm und von mir, Erinnerung schenken.

©Anke Kopietz 26. Mai 2011

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Demenzkranke im Heim…

Montag, 6. Juni 2011 von Redaktion Alzheimerblog

stellen seit etlichen Jahren nicht nur eine berufliche Herausforderung im Alltag sondern in gewisser Weise auch eine Berufung in meiner freien Zeit dar. So haben mich die Recherchen zu meinem zweiten Buch in viele Altenheime Deutschlands geführt. Ich kann also, ohne als Angehörige betroffen zu sein, direkt von der Front berichten.

Demenzkranke sind, wie alle Heimbewohner, Menschen mit all ihren Gefühlen. Trauer und Freude, Furcht und Lebensmut, Heimweh und dem Wunsch nach Anerkennung. Leider sind Demenzkranke oft nicht mehr in der Lage, ihre durch den Wohn- und Teilhabevertrag verbrieften Rechte, Interessen und Bedürfnisse einzufordern.

Durch das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz haben Pflegeheime die Möglichkeit erhalten, unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Betreuungskräfte als Unterstützung des bereits vorhandenen Personals einzustellen. Sie sollen für die bessere Betreuung demenzkranker, psychisch kranker und geistig behinderter Pflegeheimbewohner eingesetzt werden. Aufgabe der Betreuungskräfte ist es, Betroffene in enger Kooperation mit den Pflegekräften bei alltäglichen Aktivitäten zu begleiten und zu unterstützen.

Sicher kein schlechter Gedanke. (Weiterlesen…)

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