Mittwoch, 31. August 2011 von Adrienne
Ich habe mich einige Wochen nicht gemeldet. Ich habe das ganz bewusst nicht getan – ich hätte die Seiten hier mit Klagen über die Pflegeeinrichtung gefüllt, in der wir meinen Vater untergebracht hatten…
Aus der ursprünglich geplanten Kurzzeitpflege ist ein dauerhafter Aufenthalt meines Vaters im Pflegeheim geworden. Meine Mutter hat ihre Operation zwar gut überstanden, aber sie ist körperlich überhaupt nicht mehr in der Lage, sich der Betreuung und Pflege meines Vaters zu widmen, von dem Stress durch die täglichen Auseinandersetzungen mit einem aggressiven Demenzpatienten mal ganz abgesehen.
Die Einrichtung, in der wir meinen Vater zu Beginn untergebracht hatten, hat sich allerdings als “negatives Überraschungsei” entpuppt. Fast täglich gab es Zusammenstöße zwischen meinem Vater und dem Personal, man ging selten mit Geduld mit ihm um, Zuwendung gab es fast gar nicht, und was im Zusammenhang mit Körperhygiene, Wäschewechsel, Medikation usw. so passierte, behalte ich an dieser Stelle lieber für mich. (Weiterlesen
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Donnerstag, 25. August 2011 von artecura

gemeinsames Betrachten der bemalten Portraits
Der kreative Dialog mit Kindern und alten, häufig demenziell erkrankten Menschen fördert Kreativität und Verständnis für das Alter. Im Kunstunterricht beschäftigen sich die Schulkinder mit Portraits und ich gebe ihnen eine Idee, wie sich das anfühlt, sich gegenseitig zu zeichnen. Im Deutschunterricht oder Sozialkunde wird eine Auseinandersetzung mit Demenz angeregt. Parallel dazu findet die erste Annäherung an die Bewohner im Heim findet über das Porträtieren statt. Das Modellsitzen ist meistens ein kommunikativer Vorgang; Gesichtszüge identifizieren, Gefühle wahrnehmen und anerkennen. Diese Kontaktaufnahme legt erste Spuren bei Demenzkranken. Eine relativ hohe Anzahl an Bewohnern wird dadurch aktiviert.
Dann begegnen sich beide (Ältere und Kinder) im dafür vorgesehenen Gemeinschaftsraum im Seniorenheim: jedes Kind geht mit einem Porträt seiner Wahl auf den Bewohner zu, begrüßt ihn/sie und lädt zum gemeinsamen Malen ein. (Weiterlesen
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Dienstag, 23. August 2011 von Susanna S.
Im Deutschlandradio wurde kürzlich ein Interview mit Bundessozialministerin Ursula von der Leyen ausgestrahlt, in dem sie erzählt, wie sie die Demenzerkrankung ihres Vaters erlebt. Sie sagt aber auch klar, dass der Staat noch einiges zu tun hat, um die Bedingungen für Demenzkranke und ihre Familien zu verbessern.
Ich finde es durchaus hilfreich, wenn Politiker mit dem, woran sie arbeiten, eigene Erfahrungen haben. Schade, dass Frau von der Leyen nicht im Familienministerium geblieben ist, wo sie im Bereich Demenz mehr hätte bewegen können, als im Arbeits- und Sozialministerium…
Nachlesen und -hören kann man das Feature unter
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1532390/
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Stichwörter: Erfahrungen von Angehörigen, Interview, Politik
Dienstag, 23. August 2011 von Markus Zens Charite
Am 21. September ist der Welt-Alzheimertag. Im Vorfeld dieses weltweiten Aktionstages organisiert die Charité – Universitätsmedizin Berlin am 1. September ein großes Medizinforum in der Berliner Urania: Dort haben Besucher die Gelegenheit sich umfassend zu informieren, sowohl über die neuesten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten als auch über die Erfahrungen von Angehörigen und Betroffenen.
In Kooperation mit der Berliner Morgenpost, der Alzheimer Angehörigen-Initiative und der Firma Bayer AG wurde dazu ein Expertenpanel zusammengestellt, auf dem Angehörige wie der Sohn des verstorbenen Entertainers Harald Juhnke, Dr. Peer Juhnke, über ihre Erfahrungen berichten und zugleich Wissenschaftler und Ärzte aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen. Die Veranstaltung ist kostenlos, aufgrund der begrenzten Sitzplätze wird aber um Anmeldung gebeten.
Die Anmeldung ist entweder online möglich, unter www.morgenpost.de/medizinforum oder per Fax an (030) 25 91 – 776 34. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, dem 1. September um 16.30 Uhr, das Ende ist gegen 20 Uhr. Veranstaltungsort ist die Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin. Weitere Infos zum Programm unter http://www.urania.de/programm/2011/h140/
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Dienstag, 16. August 2011 von Heidi
Ein Spiegel ist eine Glasscheibe, die ihr Gegenüber stumm wiedergibt. Erst der Hineinblickende denkt sich die Geschichte dazu aus, passend zur vorgefassten Meinung. Bereit, Kritik zu üben. Es ist ein Unterschied, ob wir nur das Gesicht erblicken oder den ganzen Oberkörper im Umfeld. Tiere sind da neutral. Einem vorgehaltenen Spiegel messen sie nur Aufmerksamkeit zu, wenn sich darin etwas bewegt.
Wenn nun das, was wir im Abbild zu erblicken hoffen, nicht sofort unserer Erwartung entspricht, sind wir alle, Gesunde wie Kranke, verunsichert, erschrocken, wehren wir enttäuscht oder wütend ab. Wir wollen sogar über das Spiegelbild die Kontrolle behalten! Hätte die Königin im Märchen nicht einfach zufrieden sein können, in ihrem Umfeld die Schönste zu sein? Nein! Das Spiegelbild sollte exakt unserer Überzeugung entsprechen. Tagaus, tagein.
Morgens, nach dem Frisieren und dem Anlegen einer Kette, reiche ich Mutter den Handspiegel. Lobe sie für ihr fabelhaft gutes Aussehen. Sie schaut hinein. Im Gegensatz zu anderen Demenzkranken ist Mutter niemals aggressiv. Der Blick ist manchmal kritisch, als frage sie, wer ist diese Frau hier? Was will sie? Ganz langsam fasst sie sich an die Kette und nickt. (Weiterlesen
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Stichwörter: Tipps für den Alltag
Sonntag, 14. August 2011 von DAlzG
Die Idee der „Demenzfreundlichen Kommune“ – angeregt durch die deutschlandweite bürgerschaftliche Initiative „Aktion Demenz e.V.“ mit Sitz in Gießen – steht zur Wahl als Publikumssieger für den beliebtesten „Ausgewählten Ort 2011“ im Wettbewerb “365 Orte im Land der Ideen” der Bundesregierung.
Zum Thema Demenz gibt es ansonsten in diesem Jahr nur medizinisch ausgerichtete Ideen, deshalb wäre es schön, wenn möglichst viele von Ihnen per Mausklick ihre Stimme für die “Demenzfreundlichen Kommunen” abgeben würden.
Die Stimmabgabe ist vom 1. bis 21. August 2011 täglich unter folgendem Link möglich:
www.land-der-ideen.de/de/365-orte/preistraeger/demenzfreundliche-kommunen
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Mittwoch, 3. August 2011 von Heidi
Unser Neurologe sagt, Mutter sei in der finalen Phase angekommen. Wenn die Medikamentenschachtel leer ist, bleibt es dabei. Ein weiterer Abschnitt hat also begonnen. Wie lange noch? Trotz der unsäglichen Trauer im Loslassen-Müssen denke ich unsere gemeinsame verbleibende Zeit so nutzen, dass die spätere Erinnerung gut sein kann.
Dazwischen steht der Alltag und die Gedanken kommen ununterbrochen, ganz ungebeten. Jedenfalls bei mir. Sie formen sich zu kurzen, innerlich gesprochenen Sätzen als Meinung, als Gefühl in Worte gefasst. Meine Gedanken sind aufdringlich. Sie sind beharrlich und verwirren. Ich brauche aber Klarheit. Die Diagnose des Neurologen verschafft „Klarheit“ – und schon sind sie wieder da, die nagenden Gedanken. Eine Freundin brachte es auf den Punkt: „du denkst zu viel schädlichen Ballast! Es muss nicht sein, dass du dir zusätzlich zur Versorgung deiner Mutter, im Job, zwei Haushalten, den Papierkram und den kleinen und großen Sorgen deiner Freunde und Nachbarn selbst eine Megadosis Stress zu verordnest.“
Stimmt. Abschalten geht zwar nicht – aber Umdenken. Erkennen, welche überflüssigen Gedanken bewusst umformuliert oder ganz ausgemistet werden können. Ein mentales Aufräumen a) brauche ich es ? b) ist es sentimental, aber wichtig? c) ist es nützlich? (Weiterlesen
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Stichwörter: Angst, Erfahrung im Alltag, Sicherheit, Stress
Dienstag, 2. August 2011 von Alzheimer-Telefon
Im Hörfunkprogramm von NDR Info ist in dieser Woche Alzheimer ein großes Thema in verschiedenen Sendungen.
Ergänzend findet man im Internet ein umfangreiches Dossier mit Informationen zur Krankheit, zur Forschung, zu Pflegekonzepten, den Erfahrungen der Angehörigen und der Betroffenen. Auch Video- und Audio-Beiträge sind vorhanden. Es lohnt sich dort mal reinzuschauen unter: http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/reportagen/alzheimer151.html
Grüße,
Susanna Saxl
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Stichwörter: Alzheimer-Krankheit, Forschung, Radio