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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Alzheimer Gesellschaft e.V.</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Alzheimer im Ingolstädter TV</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 12:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Arbeit der Alzheimer Gesellschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Ingolstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Vorfeld zum Welt-Alzheimertag 2010 hat das Ingolstädter Fernsehen, INTV, bereits am 9.9. eine Sendung zum Thema gebracht. Am Beispiel von Familie Bauer wird aufgezeigt, was die Demenzerkrankung eines Familienmitgliedes für die ganze Familie bedeutet und wie man damit umgehen kann. Außerdem wird das neue rojekt der Ingenium-Stiftung Ingolstadt vorgestellt: Erstmals in Bayern soll ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Vorfeld zum Welt-Alzheimertag 2010 hat das Ingolstädter Fernsehen, INTV, bereits am 9.9. eine Sendung zum Thema gebracht.</p>
<p>Am Beispiel von Familie Bauer wird aufgezeigt, was die Demenzerkrankung eines Familienmitgliedes für die ganze Familie bedeutet und wie man damit umgehen kann. Außerdem wird das neue rojekt der Ingenium-Stiftung Ingolstadt vorgestellt: Erstmals in Bayern soll ein &#8220;Betreutes Wohnen für Demenzkranke&#8221; eingerichtet werden.</p>
<p>Der Beitrag ist im Internet zu sehen unter: <a href="http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=5042">http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=5042</a></p>
<p>Kontakt zur Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt bei der Ingenium Stiftung unter Tel: 08 41 / 881 77 32, <a href="http://www.alzheimer-ingolstadt.de">www.alzheimer-ingolstadt.de</a> oder <a href="http://www.ingenium-stiftung.de">www.ingenium-stiftung.de</a>.</p>
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		<title>&#8220;Alzheimer und Ich&#8221; &#8211; aus der Sicht eines Betroffenen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 14:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch- & Filmtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisse von Betroffenen]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Innensicht Betroffener]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass sich Alzheimer-Kranke selbst an die Öffentlichkeit wenden, ist eine relativ neue Entwicklung. Das ist gut, weil nur die Kranken selbst sagen können, wie es ihnen geht. Auch verändern sie damit das Bild der Demenzkranken in der Gesellschaft. Denn noch sehen viele in einem Alzheimer-Kranken das Bild eines verwirrten Menschen, der sich, seine Erinnerungen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm      0cm 0pt;"><span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/11/taylor_alzheimerich.jpg"><img class="size-medium wp-image-914 alignleft" title="taylor_alzheimerich" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/11/taylor_alzheimerich.jpg" alt="" width="150" height="206" /></a></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;">Dass sich Alzheimer-Kranke selbst an die Öffentlichkeit wenden, </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;">ist eine relativ neue Entwicklung. Das ist gut, weil nur die Kranken selbst sagen können, wie es ihnen geht. Auch verändern sie damit das Bild der Demenzkranken in der Gesellschaft. Denn noch sehen viele in einem Alzheimer-Kranken das Bild eines verwirrten Menschen, der sich, seine Erinnerungen und seine Persönlichkeit gänzlich verloren hat. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;">„Alzheimer und ich“ gehören zu den wenigen Büchern, in denen ein Demenzkranker selbst über sein Leben und Erleben schreibt: „Dies ist ein Versuch einen Beleg zu hinterlassen für das, was sich in meinem Kopf abspielt.“ Mit diesen Worten lässt uns Richard Taylor teilhaben an seiner Traurigkeit, seiner Angst und seiner bewundernswerten Art, das Leben mit einer Demenz zu meistern. Auch uns Anderen – nicht von einer Demenz betroffenen Menschen – kann er etwas beibringen, wenn er von seinem „Dankbarkeitstagebuch der einfachen Freuden“ schreibt. Neben all dem Verlust, der da ist und den man auch nicht schön reden und schreiben kann, entdeckt er kleine Freuden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;">Das Buch von Richard Taylor wird helfen, das Bild in der Gesellschaft zu verändern und Demenzkranke ernst zu nehmen. Es ist praktisch und berührend, es gibt Einblicke und regt zum Nachdenken an. Ein wichtiges Buch: Denn nur die Betroffenen selbst können uns diese Einblicke geben und sagen, wie es sich anfühlt, mit einer Demenz zu leben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;">Sabine Jansen<br />
</span></div>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"><strong></strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"><strong>Richard Taylor: Alzheimer und Ich.<br />
</strong>241 Seiten, 2008, Verlag Huber, Bern, 22,95 €, ISBN: 3456846436</span></p>
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		<title>Damals war Alzheimer praktisch unbekannt</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/12/03/damals-war-alzheimer-praktisch-unbekannt/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 10:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Arbeit der Alzheimer Gesellschaften]]></category>
		<category><![CDATA[gründung]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gespräch mit der Gründungsvorsitzenden der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Eleonore von Rotenhan (München) gehört zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und war deren 1. Vorsitzende von 1989 bis 1993. Frau von Rotenhan, wie kam es zur Gründung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft? Der eigentliche Motor für die Gründung einer Deutschen Alzheimer Gesellschaft waren Prof. Hans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Gespräch mit der Gründungsvorsitzenden der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</strong></p>
<div id="attachment_931" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/11/rotenhan_1107_21.jpg"><img class="size-medium wp-image-931" title="rotenhan_1107_21" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/11/rotenhan_1107_21-225x300.jpg" alt="Eleonore von Rotenhan" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Eleonore von Rotenhan</p></div>
<p><strong>Eleonore von Rotenhan (München) gehört zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und war deren 1. Vorsitzende von 1989 bis 1993.</strong></p>
<p><em>Frau von Rotenhan, wie kam es zur Gründung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft?</em></p>
<p>Der eigentliche Motor für die Gründung einer Deutschen Alzheimer Gesellschaft waren Prof. Hans Lauter, damals Chef der Psychiatrie im Klinikum rechts der Isar der TU München und der damalige Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft München, Herr Koch. Beide erschienen 1988 an meinem damaligen Arbeitsplatz und versuchten, mich, als sogenannte Prominente – ich war gerade Kirchentagspräsidentin gewesen &#8211; und betroffene Angehörige – meine Mutter war 1984 nach vielen Jahren der „Desorientierung“, wie es damals hieß, gestorben – für eine Mitarbeit zu gewinnen. Beide Herren waren so überzeugend, dass ich schnell zusagte.</p>
<p><em>Wie kam Prof. Lauter auf diese Idee?</em></p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Hans Lauter kannte die Entwicklung in den USA, wo man schon erheblich weiter war und 1980 die Alzheimer’s Association gegründet hatte. Dort sprach man inzwischen öffentlich über das Thema. Eine Vorreiterin war Yasmin Aga Khan, die Tochter der Schauspielerin Rita Hayworth. Sie hatte sich an die Öffentlichkeit gewandt und gesagt, dass ihre Mutter eben keine Alkoholikerin war, wie die Zeitungen schrieben, sondern an der Alzheimer-Krankheit litt.</p>
<p><em>Die Idee der Selbsthilfe lag wohl damals in der Luft.</em></p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Die Idee der Selbsthilfe von Kranken und Angehörigen war bereits in den 1970er Jahren aufgekommen, zuerst bei Krebs und Alkoholabhängigkeit. Das Motto war: „Angehörige und Kranke bekennen sich zu ihren Kranken oder ihrer Krankheit“. Da war man in den USA mutiger als in Deutschland. Hans Lauter wollte, dass dies auch in Deutschland geschehen sollte.</p>
<p><em>Wie ging es dann organisatorisch weiter?</em></p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Vor der Gründung fand im Februar 1989 ein Treffen von Interessierten in der Evangelischen Akademie Bad Boll statt. Es gab Vorträge aus medizinischer Sicht, aus dem Erleben von Angehörigen, Berichte von den Erfahrungen der bereits bestehenden Alzheimer Gesellschaften und Angehörigengruppen. Zwischen den Angehörigen fand ein intensiver Austausch statt, und alle stimmten überein, dass es notwendig wäre, einen bundesweiten Dachverband zu haben, um mit einer gemeinsamen Stimme sprechen zu können.</p>
<p><span id="more-930"></span><em>Sie hatten also die Vorstellung, dass Angehörige und Profis zusammen arbeiten sollten.</em></p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Ja, das war ganz wichtig, dass Angehörige und Profis aus Medizin, Wissenschaft, Pflege, Sozialarbeit usw. zusammen wirken sollten. Hans Lauter sagte immer: „Profis haben wir genug. Wir müssen dafür sorgen, dass genug Angehörige dabei sind.“</p>
<p><em>Dann kam es bald zur Vereinsgründung.</em></p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Am 2. Dezember 1989 fand dann das 2. Treffen in der Evangelischen Akademie Bad Boll statt, zu dem etwa hundert Personen aus ganz Deutschland gekommen waren. Wir waren uns einig, dass wir eine „Deutsche Alzheimer Gesellschaft“ brauchen. Ausführlich wurde über die Ziele gesprochen und schließlich Ziele und Inhalte für eine Satzung beschlossen. Darauf wurde der Vorstand gewählt, ich zur 1. Vorsitzenden und Prof. Lauter zum 2. Vorsitzenden.</p>
<p><em>Wie begann die praktische Arbeit?</em></p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Wir hatten in München ein Büro mit einer Mitarbeiterin mit einer halben Stelle in der Mauerkircher Straße. Wir haben dann bundesweite Seminare und Tagungen organisiert. Angehörigengruppen wollten wir selbst nicht gründen, das war die Aufgabe der regionalen Alzheimer Gesellschaften und Selbsthilfegruppen, die nach und nach in Deutschland entstanden. Ich bin viel herumgereist und habe Kontakt zu KDA, BAGSO, den Wohlfahrtsverbänden und anderen Organisationen aufgenommen. Das Amt der Vorsitzenden hatte ich bis 2003 inne und habe mich dann aufgrund beruflicher Verpflichtungen aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen.</p>
<p><em>Wenn Sie zurückblicken: Was sind die wichtigsten Veränderungen seit Ende der 80er Jahre?</em></p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Damals war der Begriff „Alzheimer-Krankheit“ praktisch unbekannt. Die Leute waren eben „alt und verkalkt“, die Ärzte sprachen von „Hirnleistungsschwäche“. Der Begriff „Alzheimer-Krankheit“ wurde Ende der 80er Jahre aus den USA reimportiert. Das schreckliche Wort „Demenz“ wurde noch viel später bekannt. Damals sprach man in Deutschland kaum über diese Krankheit und die damit zusammen hängenden Erfahrungen und schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Eine der ersten, die das tat, war Greta Wehner, die öffentlich über die Alzheimer-Krankheit Herbert Wehners berichtete. Das Foto, das die beiden beim Einkaufen zeigt, wurde im „Spiegel“ und vielen Zeitungen abgedruckt. Damals war das eine Sensation. Heute sprechen viele Menschen über Demenzerkrankungen, es gibt viele Gruppen und Beratungsmöglichkeiten.</p>
<p><em>Dennoch gibt es viel zu tun, um die Situation Demenzkranker und ihrer Familien zu verbessern. Was ist Ihnen besonders wichtig?</em></p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Bisher haben wir uns darauf konzentriert Angehörige und Pflegeprofis zu unterstützen, was ja auch ganz richtig war und ist. Die Kranken selbst sind meist nur das Ziel der Wissenschaft, der Pflegenden, der Sozialarbeit und von ihren Angehörigen. Wichtig scheint mir, die Kranken selber stärker als Subjekte zu sehen. Die Kranken sollten zum Zentrum des Nachdenkens werden. Was geht in ihnen vor? Was wollen sie? Darum geht es mir auch in meinem Buch „<a href="http://www.alzheimerblog.de/2009/11/30/buchtipp-paradies-im-niemandsland/">Paradies im Niemandsland</a>“, das ich gerade veröffentlicht und den Begründern der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gewidmet habe.</p>
<p><em>Vielen Dank für den aufschlussreichen Blick zurück und nach vorne.</em></p>
<p>Die Fragen stellte Hans-Jürgen Freter, Berlin</p>
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		<title>Buchtipp: Paradies im Niemandsland</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/11/30/buchtipp-paradies-im-niemandsland/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 11:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch- & Filmtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>

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		<description><![CDATA[Paradies im Niemandsland Alzheimer Eine literarische Annäherung „Als sie wieder sehen konnte, erblickte sie vor sich eine weite Ebene, von der man normalerweise die Alpen sah. Aber heute war da überall Dunst. Ja, das war ja auch ihre Situation. Überall Dunst. Sie konnte Jörg nicht mehr verstehen, sie verstand nicht den Sinn seiner Krankheit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_927" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/11/buch_rotenhan_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-927 " title="buch_rotenhan_2" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/11/buch_rotenhan_2-180x300.jpg" alt="Paradies im Niemandsland" width="180" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Paradies im Niemandsland</p></div>
<p>Paradies im Niemandsland<br />
Alzheimer Eine literarische Annäherung</p>
<p>„Als sie wieder sehen konnte, erblickte sie vor sich eine weite Ebene, von der man normalerweise die Alpen sah. Aber heute war da überall Dunst. Ja, das war ja auch ihre Situation. Überall Dunst. Sie konnte Jörg nicht mehr verstehen, sie verstand nicht den Sinn seiner Krankheit und auch nicht, wie das alles weitergehen sollte.“<br />
Diese Situation voller Verzweiflung stellte zugleich den Beginn einer neuen Sichtweise dar: „Der ganze Horizont war Himmel….Sie hatte das Gefühl, in die Unendlichkeit zu schauen.“ In eindrücklichen Bildern gelingt es der Autorin die Gefühlswelt von Barbara einzufangen, die sich entschieden hat, ihren Freund zu begleiten, der an Alzheimer erkrankt ist. Parallel dazu tauchen immer wieder Erinnerungen auf an die Mutter, die ebenfalls an Alzheimer erkrankt ist. Doch bei ihrem Lebenspartner Jörg gelingt es ihr, neue Wege zu beschreiten. Sie findet Möglichkeiten, durch die der Mann, den sie liebt, sich ausdrücken kann. Die kleine Katze „Lea“ – „ein Schlüssel zu einer verborgenen Welt“ und die Kunsttherapeutin Lisa, die ihm „Fenster voll von Ferne“ öffnete.<br />
Ein berührendes Buch, das Angehörige ermutigen kann, den Menschen, den sie lieben und der erkrankt ist, auch in seinen Fähigkeiten zu sehen und die Momente des Glücks wahrzunehmen und auszukosten.</p>
<p>Eleonore von Rotenhan: Paradies im Niemandsland: Alzheimer. Eine literarische Annäherung, Radius-Verlag 2009, ISBN 978-3871733413, 15 €</p>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-924'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(924);" title='' ><img src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gefällt mir!</a><span class='text'></span>
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</div>
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		<title>Alzheimer und Internet &#8211; Nutzbringende Informationen und gefährliche Meldungen über Wundermittel</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/09/21/alzheimer-und-internet-nutzbringende-informationen-und-gefahrliche-meldungen-uber-wundermittel/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 06:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[links]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21.09.09 sprachen wir mit Frau von Lützau-Hohlbein, der 1. Vorsitzenden der Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. über das Internet als Informationsquelle über die Alzheimerkrankheit. Frau von Lützau-Hohlbein, Sie sind Informatikerin und kennen sich gut mit den neuen Medien aus. Kann man den Informationen im Internet über die Alzheimer-Krankheit und neue Therapieformen überhaupt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/09/luetzau.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-830" title="luetzau" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/09/luetzau.jpg" alt="" width="180" height="210" /></a><strong>Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21.09.09 sprachen wir mit Frau von Lützau-Hohlbein, der 1. Vorsitzenden der Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. über das Internet als Informationsquelle über die Alzheimerkrankheit. </strong></p>
<p><em>Frau von Lützau-Hohlbein, Sie sind Informatikerin und kennen sich gut mit den neuen Medien aus. Kann man den Informationen im Internet über die Alzheimer-Krankheit und neue Therapieformen überhaupt vertrauen?</em></p>
<p>Zunächst einmal muss man den Wunsch der Patienten und Angehörigen verstehen, dass sie sich nach der niederschmetternden Diagnose „Alzheimer-Krankheit“ an alles klammern, was Hoffnung verspricht. Leider gibt es zahlreiche unseriöse Informationen, die dann schnell die Runde machen, da die Presse und Anbieter im Internet natürlich auf Sensationen aus sind und häufig ihre Quellen nicht überprüfen.</p>
<p>So sorgte z.B. die Veröffentlichung zu Studien mit Methylenblau, die die Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit eindämmen soll, im letzten Jahr für große Aufregung. Leider muss man sagen, dass selbst wenn dieser oder ein anderer neuer Wirkstoff in einem Labor gefunden wird, es mehrere Jahre dauern kann, bis er als Medikament auf dem Markt zugelassen ist.</p>
<p><em>Immer wieder werden wir auch von Meldungen überrascht, die uns Ernährungsweisen präsentieren, die der Alzheimer-Krankheit vorbeugen sollen z.B. der „Mediterranen Diät“. Was ist davon zu halten?</em></p>
<p>Diese plakativen Formulierungen sind meist stark vereinfacht. Prinzipiell weiß man aber aus Studien, dass eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst gepaart mit körperlicher und sozialer Aktivität vorbeugend bei Alzheimer wirkt.<br />
<em><br />
Wie kann ich als Leser erkennen, ob eine Meldung im Internet vertrauenswürdig ist?</em></p>
<p>Wie mit allen Informationen sollte man genau betrachten, woher die Meldung kommt und welche Quellen genannt werden. Natürlich bieten wir als Deutsche Alzheimer Gesellschaft auf unseren Seiten verlässliche Informationen zum Thema und Beratungen, auch per Telefon und online an (<a href="http://www.deutsche-alzheimer.de" target="_blank">www.deutsche-alzheimer.de</a>). Über diese Seite sind auch die Internetangebote unsere Mitgliedsgesellschaften zu erreichen.</p>
<p>Als weitere Quellen möchte ich das Kompetenznetz Demenzen (<a href="http://www.kompetenznetz-demenzen.de" target="_blank">www.kompetenznetz-demenzen.de</a>) empfehlen, das sowohl das Fachpublikum als auch Betroffene über Studien und Therapieformen informiert. Auch der Bund veröffentlicht auf seiner Seite „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ (<a href="http://www.gbe-bund.de" target="_blank">www.gbe-bund.de</a>) zahlreiche Informationen. Hilfreich können die Verbraucher- und Patientenseiten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (<a href="http://www.Gesundheitsinformation.de" target="_blank">www.Gesundheitsinformation.de</a>) sein wie auch die Seite des IQWiG selbst (<a href="http://www.iqwig.de" target="_blank">www.iqwig.de</a>), die sich aber eher an Fachleute richtet.</p>
<h5><strong>Wir danken Frau von Lützau-Hohlbein für das Gespräch, das Enno E. Peter mit ihr im Auftrag der Redaktion des Alzheimer Blogs führte. </strong></h5>
</p>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-821'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(821);" title='' ><img src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gefällt mir!</a><span class='text'></span>
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</div>
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		</item>
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		<title>Im Fokus: Begutachtungen durch den MDK</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/07/17/fokus-thema-begutachtungen-durch-den-mdk/</link>
		<comments>http://www.alzheimerblog.de/2009/07/17/fokus-thema-begutachtungen-durch-den-mdk/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 09:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[begutachtung]]></category>
		<category><![CDATA[MDK]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie haben mit Ihrer Teilnahme an der letzten Umfrage entschieden: Das neue Fokus-Thema ist die MDK-Begutachtung. Wir freuen uns auf weitere Beträge von Ihnen zu diesem oder auch anderen Themen. Die Redaktion Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) wird immer dann eingeschaltet, wenn jemand einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung stellt. Aufgabe des MDK [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie haben mit Ihrer Teilnahme an der letzten Umfrage entschieden: Das neue Fokus-Thema ist die MDK-Begutachtung. Wir freuen uns auf weitere Beträge von Ihnen zu diesem oder auch anderen Themen.<br />
Die Redaktion</strong></p>
<p>Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) wird immer dann eingeschaltet, wenn jemand einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung stellt. Aufgabe des MDK ist die Erstellung eines Gutachtens über den Umfang des Pflegebedarfs, den der Antragsteller hat und eine Empfehlung an die Pflegekasse, welche Pflegestufe dementsprechend gewährt werden sollte.</p>
<p>Als Gutachter werden Ärzte und Pflegefachkräfte eingesetzt, die speziell für ihre Aufgabe geschult sind.<br />
Es gibt umfangreiche <a href="http://www.mds-ev.de/media/pdf/Begutachtungsrichtlinien_screen.pdf" target="_blank">Begutachtungsrichtlinien</a>, nach denen die Gutachter den Pflegebedarf ermitteln sollen.<br />
Allerdings sind die Erfahrungen, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mit den Gutachtern machen, äußerst unterschiedlich. In manchen Fällen läuft alles reibungslos und der Gutachter gibt sogar noch einen guten Tipp für ein Hilfsmittel oder den Hinweis auf eine Selbsthilfegruppe.</p>
<p>Andere Angehörige berichten aber z.B. dass der Gutachter statt der üblichen 60 Minuten die Begutachtung in 20 Minuten durchgezogen und dabei ständig nur in den mitgebrachten Laptop geschaut und kaum ein Wort gesagt hat. – Das Ergebnis ist dann in aller Regel eine Ablehnung des Antrags.</p>
<p>Auch die Prüfung der Beweglichkeit des Pflegebedürftigen gehört zur Begutachtung, um einzuschätzen, ob jemand sich noch die Haare kämmen oder die Hose richtig hochziehen kann. Der Einwurf der pflegenden Angehörigen, dass dies körperlich zwar noch möglich ist, ein Demenzkranker aber vergessen hat, wie man diese Tätigkeiten durchführt, wird leider häufig „überhört“.</p>
<p>Oder die Zeit, die notwendig ist um einen Demenzkranken beim Essen anzuleiten und immer wieder ans Weiteressen zu erinnern, wird nicht berücksichtigt mit der Begründung: „Sie können doch in dieser Zeit selbst auch essen.“</p>
<p>Um diesen Situationen vorzubeugen, sollte man schon einige Wochen, bevor der Gutachter kommt, beginnen, ein ausführliches Pflegetagebuch zu führen. Dort müssen vor allem die Tätigkeiten aufgeführt sein, die im Zusammenhang mit Körperpflege, An- und Ausziehen, Toilettengängen und der Einnahme der Mahlzeiten und Getränke stehen. Haushaltsarbeit, Wäschewaschen und Kochen spielen nur eine untergeordnete Rolle.</p>
<p>Wichtig zu wissen ist, dass nicht nur die Zeiten vom MDK berücksichtigt werden müssen, die notwendig sind, wenn man eine bestimmte Tätigkeiten wie zum Beispiel das Zähne putzen vollständig übernimmt, sondern auch die Zeiten, die für Anleitung und Beaufsichtigung, ja sogar für die Motivation, erforderlich sind. Ausführliche Informationen dazu enthält zum Beispiel der „<a href="http://www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=39&amp;no_cache=1&amp;detail=10" target="_blank">Leitfaden zur Pflegeversicherung</a>“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.</p>
<p>Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass die zweite Begutachtung, nachdem wir wegen Ablehnung der Pflegestufe bei meiner Großmutter in den Widerspruch gegangen sind, sehr positiv verlaufen ist. Allerdings hatten wir im Widerspruch auch ausdrücklich um einen gerontopsychiatrisch qualifizierten Gutachter gebeten…</p>
<p>Susanna Saxl<br />
Alzheimer-Telefon</p>
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		<title>Ein Gedicht von Anke Kopietz über Alzheimer</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/07/17/ein-gedicht-von-anke-kopietz-uber-alzheimer/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 09:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[gedicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Alzheimer In Erinnerung an meine Mutter Leider, vor gar nicht langer Zeit, verlor dich dein Gedächtnis. Nichts blieb uns mehr, von deiner Zeit. Erinnerung, ist dein Vermächtnis. Dein Lachen, wurde Lächeln, zaghaft. Nur Angst, stand fragend im Gesicht. Und Abwehr, wurde deiner habhaft, Vertrauen? Nein, konntest du nicht. Wem auch? Fremd waren wir dir alle. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: center;">Alzheimer</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>In Erinnerung an meine Mutter</strong></p>
<p style="text-align: center;">Leider, vor gar nicht langer Zeit,<br />
verlor dich dein Gedächtnis.<br />
Nichts blieb uns mehr, von deiner Zeit.<br />
Erinnerung, ist dein Vermächtnis.</p>
<p style="text-align: center;">Dein Lachen, wurde Lächeln, zaghaft.<br />
Nur Angst, stand fragend im Gesicht.<br />
Und Abwehr, wurde deiner habhaft,<br />
Vertrauen? Nein, konntest du nicht.</p>
<p style="text-align: center;">Wem auch? Fremd waren wir dir alle.<br />
Mann, Kinder, Umfeld und auch Haus<br />
So grenztest du, in diesem Falle,<br />
uns ganz, aus deinem Leben aus.</p>
<p style="text-align: center;">Wir wurden krank, voll Kummer, Sorgen.<br />
Wollten verbinden, helfen, da sein.<br />
Dachten an heute, nicht an Morgen.<br />
Dachten, das kann doch gar nicht wahr sein</p>
<p style="text-align: center;">Machten dir, uns, auf alle Fälle,<br />
sah`n nicht, wie uns die Zeit verrann,<br />
den Rest des Lebens schon zur Hölle,<br />
als schleichend Sterben, schon begann.</p>
<p style="text-align: center;">Wir suchten Dich in deiner Hülle.<br />
Haderten mit dem Schicksal nur.<br />
Fanden nicht deines Lebens Fülle.<br />
Zerschlagen deine Lebensuhr.</p>
<p style="text-align: center;">Oh, hätten wir doch alle nur,<br />
viel besser deine Zeit genutzt.<br />
Gezeigt dir, unsre Liebe pur.
</p>
<p style="text-align: center;">Nun, sind die Flügel uns gestutzt.</p>
<p style="text-align: center;">© Anke Kopietz 15. Juli 2009</p>
<p style="text-align: center;">Mit freundlicher Genehmigung der Autorin.</p>
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		<title>Fokus-Artikel: Ver-irren ist menschlich</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/03/23/ver-irren-ist-menschlich/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 09:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Weglaufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich vor vielen Jahren einen Ski-Urlaub in Schweden machte, wusste ich rein gar nichts über Demenz. Eines Abends &#8211; es dämmerte schon, als wir mit unseren Skiern aus dem Wald kamen – kam uns ein rüstiger älterer Herr in Strickjacke, mit Hausschuhen, ohne Mütze, forschen Schrittes auf der Loipe entgegen. Ich war so verdutzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor vielen Jahren einen Ski-Urlaub in Schweden machte, wusste ich rein gar nichts über Demenz. Eines Abends &#8211; es dämmerte schon, als wir mit unseren Skiern aus dem Wald kamen – kam uns ein rüstiger älterer Herr in Strickjacke, mit Hausschuhen, ohne Mütze, forschen Schrittes auf der Loipe entgegen. Ich war so verdutzt, dass ich &#8211; wenn ich allein gewesen wäre &#8211; auf der abschüssigen Strecke wahrscheinlich weitergefahren wäre. Aber ein junger Mann aus unserer Gruppe reagierte blitzschnell. Er stoppte, schnallte die Skier ab, sprach mit dem Herrn und konnte ihn irgendwie dazu bewegen, wieder umzukehren und mit ihm zusammen in Richtung Dorf zu gehen &#8211; Bei den Temperaturen hätte der Mann die Nacht sicher nicht überlebt.</p>
<p>Einige Jahre später erkrankte meine Mutter an Demenz. Und ich war gezwungen, mich weiter mit diesem Krankheitsbild auseinanderzusetzen. Auch sie hatte einen starken Bewegungsdrang und war oft unruhig und getrieben. Dann war sie am liebsten draußen. Im Garten meiner Schwester gab es ein großes Blumenbeet, und um das Beet herum führte ein kleiner gepflasterter Weg, auf dem sie wohl unzählige Kilometer zurückgelegt hat. Sie konnte sich bei jeder Runde erneut an den Blumen erfreuen. Ihr ganzes Leben war immer irgendwie in festen Bahnen verlaufen, sie fand das so ganz in Ordnung. Wir hatten niemals Sorge, dass sie den kleinen Garten allein verlassen hätte.</p>
<p>Anders war es bei meiner Schwiegermutter. Ihr Leben war dadurch geprägt, dass sie schon immer eigene Wege gehen musste &#8211; zuerst als Flüchtling dann als junge Witwe. Diese Gewohnheit behielt sie auch bei, als ihr die räumlich Orientierung und das Bewusstsein für Gefahren verloren gegangen war. Es gehörte bei ihr zu den ersten Symptomen, dass sie den Weg zum Bäcker nicht mehr fand. Da sie allein lebte, sahen wir uns gezwungen, ein Heim für sie zu suchen. Wir hatten aber überhaupt keine Ahnung, worauf man dabei achten musste.<span id="more-650"></span></p>
<p>Die Atmosphäre erschien uns wichtig. Und das war sie auch. Da es sich um ein sehr gut geleitetes Heim handelte, merkten wir vier Jahre lang nicht, dass das Haus nicht wirklich für Demenzkranke geeignet war. Die Probleme traten erst auf, als die Demenz weiter fortschritt. Der Aufenthaltsraum für die Demenzkranken lag ein Stockwerk höher als ihr Zimmer, meine Schwiegermutter konnte ihn allein nicht mehr finden. Außerdem hatte er nur spärliches Tageslicht; es gab kein Fenster, sondern nur Oberlicht. Zudem hatte sich durch personelle Veränderungen die Atmosphäre drastisch verändert.</p>
<p>Ob es ein Weglaufen oder eher eine Suche war, z.B. nach „denen, die Bescheid wissen“, wie sie selbst sagte, ist schwer zu sagen – Es konnte auch rein zufällig passieren, dass sie an der Haupt-Eingangstür vorbeispazierte und &#8211; durch die Lichtschranke &#8211; plötzlich die Tür aufging. Das muss ihr wohl wie eine regelrechte Aufforderung erschienen sein, nach draußen zu gehen.</p>
<p>Wir wussten, dass man sie gelegentlich suchen musste. Wie ernst die Lage war, erfuhren wir aber eher nebenbei. Da hieß es, dass sie „schon wieder“ von der Polizei zurückgebracht worden sei. Misstrauisch geworden, riefen wir dort an und hörten, dass sie schon acht Mal registriert worden war. Wieviele Male sie vom Personal gesucht oder von Passanten wiedergebracht worden ist, entzieht sich unserem Wissen.</p>
<p>Wir hätten uns gewünscht, dass wir über diese Dinge besser informiert worden wären. Es wäre meiner Schwiegermutter vieles erspart geblieben, wenn wir frühzeitiger das Heim gewechselt hätten. Aber es fehlte an Beratung und an Hilfestellung bei der Heimplatzsuche. Letztendlich fehlte es auch an wirklich demenzgerechten Unterbringungsmöglichkeiten. Wir wechselten das Heim; nun konnte sie sich nicht mehr in gefährliche Umgebung verirren, sondern nur noch in eines der 50 Zimmer des Wohnbereiches. Den schönen Innenhof konnte sie ohne Unterstützung leider nicht mehr aufsuchen.</p>
<p>Die Heime müssen sich noch besser auf Demenzkranke und ihre besonderen Probleme einstellen. Normalität ist wichtig, überschaubare Wohn- und Lebensbereiche, freier Zugang zur Natur; d.h. ein geschützten Garten, und vor allem Menschen: „die Bescheid wissen“, müssen immer in der Nähe sein</p>
<p>Brunhilde Becker, Oldenburg</p>
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		<title>Fokus-Artikel: Meine Frau ist immer gerne eigene Wege gegangen</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/03/23/meine-frau-ist-immer-gerne-eigene-wege-gegangen/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 09:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer Gesellschaft e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Weglaufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist für mich nicht leicht, über das Unglück zu sprechen, das meine Frau und mich und die ganze Familie betroffen hat. Meine Frau war seit mehreren Jahren demenzkrank, war in ärztlicher Behandlung und Beobachtung, Ich habe sie hier in unserem Einfamilienhaus mit Garten betreut. Eine erfahrene und liebevolle Krankenschwester stand zur Verfügung, von einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist für mich nicht leicht, über das Unglück zu sprechen, das meine Frau und mich und die ganze Familie betroffen hat.<br />
Meine Frau war seit mehreren Jahren demenzkrank, war in ärztlicher Behandlung und Beobachtung, Ich habe sie hier in unserem Einfamilienhaus mit Garten betreut.<br />
Eine erfahrene und liebevolle Krankenschwester stand zur Verfügung, von einem ambulanten Pflegedienst wurde die morgendliche Pflege durchgeführt. Man kann vielleicht sagen, zum Leben und zur Pflege waren optimale Bedingungen gegeben.<br />
Die Demenzerkrankung schritt aber immer weiter fort. Auch die Hilfe einer Sprachtherapeutin brachte keinen Erfolg. Schreiben und Sprechen waren immer mehr eingeschränkt.</p>
<p>Besonders schwierig war, dass meine Frau sich manchmal selbständig machte, dabei aber die Situationen nicht mehr richtig einschätzen konnte:<br />
Weihnachten 2007, fuhren wir z.B. zur Kirche, um gemeinsam in die Christmette zu gehen. Ich verschloss das Auto, doch als ich damit fertig war, fand ich meine Frau nicht wieder.<br />
Sie war eigenmächtig ausgestiegen und wartete wohl in der Nähe auf mich &#8211; aber da hatte ich mich getäuscht. Sie war in der beginnenden Dunkelheit “verschwunden”.<br />
Ich habe die Christmette dann draußen verbracht, um sie zu suchen. In die Kirche hätte ich  ja nicht gehen können; da hätte meine Suche gestört. – Zum Ende der Mette stellte ich mich an die Tür, um sie vielleicht dort zu finden. &#8211; Leider wieder vergeblich.<br />
Als die Kirche dann leer war, ging ich hinein, und da saß sie ganz vorn, mutterseelenallein, unmittelbar vor der Kanzel. Sie war nicht erregt, fand das auch nicht merkwürdig. &#8211; Aber für mich war das schon ein Suchen und Warten gewesen, das mich nervlich enorm belastete.<span id="more-652"></span></p>
<p>Ein anderes Mal gingen wir in die Oper und wieder war es in dem Moment, als ich das Auto verschloss, dass sie in der Dunkelheit verschwunden war, ehe ich mich versah.<br />
Als ich sie allein nicht wiederfand, rief ich bei der Polizei an und konnte eine genaue Beschreibung ihrer Bekleidung geben. Nach einiger Zeit meldete die Polizei, dass sie sie vor einem Hotel gefunden hätten.</p>
<p>Danach gewöhnte ich mir an, die Beifahrertür zu verschließen und meine Frau erst dann aussteigen zu lassen, wenn ich meine Fahrertür abgeschlossen hatte. Sie werden vielleicht fragen, warum ich überhaupt noch mit meiner Frau zusammen solche Unternehmungen gewagt habe?<br />
Uns hatte schon immer die Liebe zur Musik, der Glaube und die Zugehörigkeit zur Kirchengemeinde verbunden. Und es war mir immer wichtig gewesen, ihr – trotz dieser Erkrankung &#8211; die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Das ist schließlich ein menschliches Grundrecht.<br />
Hätte ich sie eingeschlossen, und wäre ich selbst nicht mehr aus dem Haus gegangen, dann wären wir beide sicher in die völlige soziale Isolation geraten. So aber haben wir uns – trotz dieser Erkrankung – eine gewisse Lebensqualität und auch einige Freundschaften erhalten. Es ist gerade dieses soziale Umfeld, das mir jetzt geholfen hat, die Geschehnisse der letzten Monate überhaupt selbst zu überleben und irgendwie zu ertragen. Obwohl es immer noch schwer genug ist.<br />
Was ich gebraucht hätte, wäre eine Anlaufstelle, wo man in Not-Situationen Rat und handfeste, praktische Hilfe bekommt. Vielleicht wäre uns manches erspart geblieben, wenn ich früher etwas gewusst hätte von der Möglichkeit, einen Menschen über Satelliten-Technik zu suchen</p>
<p>Der Tag, an dem meine Frau verschwand</p>
<p>Der 11. September 2001 ist ein Datum, mit dem die ganze Welt eine Katastrophe verbindet. Am Donnerstag, den 11. September 2008, kurz nach 17 Uhr, bahnte sich meine, unsere eigene, ganz persönliche Katastrophe an:</p>
<p>Bei herrlichem Sonnenschein verließ meine Frau in einem kurzen unbewachten Augenblick das Grundstück. Alle Bemühungen, sie in dem vertrauten Wohnviertel zu finden, waren zwecklos. Ich fuhr dann mit dem Auto umher, suchte und suchte; es war vergeblich. Gegen 18 Uhr rief ich die Polizei. Sie kam auch recht bald mit zwei Dienstwagen; da begann es schon langsam zu dämmern.</p>
<p>Ich musste furchtbare Stunden erleben, habe mich hilflos und verlassen gefühlt &#8230;.. Die eigenen Überlegungen reichten nicht aus, um hier noch konstruktiv zu handeln. Es war ein seelenloser Zustand, in dem ich mich befand. In solch schwierigen Situation, wo man nicht ein, noch aus weiß, dürfen die Angehörigen nicht allein gelassen werden. Man braucht neben der Polizei auch jemanden, der sich auskennt mit dem Verhalten von Demenzkranken und mit den Angehörigen die Überlegungen und Gedanken teilt.</p>
<p>Die polizeiliche Suche begann noch am gleichen Abend; auch Taxifahrer und Busunternehmen  wurden informiert. Die Familie suchte bis tief in die Nacht hinein. Am nächsten Morgen, Freitag,  startete dann eine ganz groß angelegte Suche der Polizei; es kamen – soweit ich weiß &#8211; zwei Hubschrauber mit Wärmebild-Kamera zum Einsatz &#8211; und eine Hundestaffel. Das ganze Wochenende und am Montag wurde intensiv gesucht.<br />
Ein Freund und ich hatten Suchplakate mit Fotos auf dem PC erstellt und überall aufgehängt bzw. darum gebeten, dies zu tun.<br />
Wir zwei suchten auch auf eigene Faust nach Zeugen und fanden bereits einen Tag nach dem Verschwinden meiner Frau sechs Personen, die sie am Abend zuvor gesehen hatten.</p>
<p>Wir versuchten auch Verbindung zur Presse herzustellen und baten um die Veröffentlichung einer Suchmeldung, hörten aber: &#8220;Die Polizei muss erst die Genehmigung dazu geben&#8221;. Das war für uns eine sehr harte Geduldsprobe. Am Samstag, den 13.09. erschien die Suchmeldung mit Bild in der Zeitung. – leider recht unauffällig und weiter hinten.<br />
Im Internet fanden wir den Hinweis, dass es besonders hoch spezialisierte Suchhunde gibt: Personen-Such-Hunde oder Man-Trailer. Diese Hunde haben die Fähigkeit, die Spur einer ganz bestimmten Person zu verfolgen und das auch auf befestigten Wegen leisten zu können. Die normalen Flächen-Such-Hunde, die im Einsatz waren, können das nicht – oder nur sehr eingeschränkt. Aufgrund der Informationen, die wir erhielten, waren wir überzeugt, dass allein solche speziellen Personen-Such-Hunde in der Lage wären, meine Frau noch rechtzeitig zu finden. Aber sie hätten SOFORT zum Einsatz kommen müssen. Gefahr war im Verzug. Es ging ja ums Überleben.<br />
Das Land Niedersachsen hat jedoch keine eigenen Personen-Such-Hunde. In meiner Not schrieb ich mit Hilfe meines Freundes eine e-Mail an den Ministerpräsidenten von Niedersachsen und auch an Politiker der Stadt. Dabei musste ich erfahren, dass von Seiten der Politiker keine wirkliche Hilfe zu erwarten ist. Aus Hannover gab es zu Anfang gar keine Reaktion. Der Computer sei ausgefallen, hieß es &#8211; zwei Monate später bei einer erneuten Anfrage per e-Mail.</p>
<p>Die Personen-Suchhunde kamen dann am 17.09., 6 Tage nach dem Verschwinden, zum Einsatz. Sie wurden auf unser Drängen hin aus Nordrhein-Westfalen angefordert. Aber zu diesem Zeitpunkt war meine Frau wahrscheinlich schon nicht mehr am Leben.<br />
Weil wir wenig Informationen über den Stand der polizeilichen Ermittlungen erhielten,  hatten wir das Gefühl, dass wir uns selbst systematisch auf die Suche machen mussten.</p>
<p>Um klar zu stellen: Der Polizei ist Dank zu sagen für ihre Hilfe und ihren Einsatz. Ich glaube, dass man tat, was man eben tun konnte. Ich möchte auch meiner Familie, den Freunden und Nachbarn und der Bornhorster Bevölkerung für ihren Einsatz danken. Aus meiner Sicht ist aber die Gesellschaft und auch die Polizei nicht gut genug gerüstet für Probleme dieser Art. Es wird ja in Zukunft mit Sicherheit noch mehr in dieser Richtung auf uns zukommen.<br />
Ich weiß nicht, ob es  feste Einsatzpläne für solche Fälle gibt; dann sollten auch Suchplakate dazu gehören, damit die Bevölkerung schnellstmöglich in die Suche eingebunden werden kann. Die Presse und am besten auch das Fernsehen müssten dafür sorgen, dass solche Meldungen, die Leben retten können, erste Priorität bekommen – sie gehören auf die Titelseite.</p>
<p>Vor allem hätte ich mir gewünscht, dass diese Spezial-Hunde schneller zu Einsatz gekommen wären.</p>
<p>Ich möchte noch einmal klarstellen, dass ich niemandem einen Vorwurf machen möchte. Aber das schreckliche Geschehen ist für mich nur erträglich, wenn es wenigstens dazu führen würde, dass sich alle Beteiligten, auch die Öffentlichkeit für weitere Fälle dieser Art besser rüsten würden. Und wenn das, was wir erlitten haben, anderen in der Zukunft erspart bliebe; durch einen besseren Umgang mit dem Problem.</p>
<p>Am 1. Februar 2009 wurde der Leichnam meiner Frau gefunden. &#8211; Obwohl unmittelbar im Suchgebiet, lag sie an einem sehr schwer zugänglichen Ort, wo sie niemand vermuten konnte.<br />
Nach unserer Meinung haben die Personen-Such-Hunde richtig angezeigt und meine Frau ist wahrscheinlich bis zur Dunkelheit im Kreis geirrt.  – Ich stelle mir vor, dass sie nur ein sehr kurzes Leiden hatte, so dass die eingesetzte Wärmebildkamera am nächsten Tag keinen lebenden Menschen mehr entdecken konnte.</p>
<p>Meine Frau war eine sehr engagierte Lehrerin. Sie hätte sicher gewollt, dass wir alle aus unseren Erfahrungen lernen.</p>
<p>Hans B., Oldenburg</p>
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