Themenschwerpunkt zur Alzheimer-Krankheit auf NDR Info

Dienstag, 2. August 2011 von Alzheimer-Telefon

Im Hörfunkprogramm von NDR Info ist in dieser Woche Alzheimer ein großes Thema in verschiedenen Sendungen.

Ergänzend findet man im Internet ein umfangreiches Dossier mit Informationen zur Krankheit, zur Forschung, zu Pflegekonzepten, den Erfahrungen der Angehörigen und der Betroffenen. Auch Video- und Audio-Beiträge sind vorhanden.  Es lohnt sich dort mal reinzuschauen unter: http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/reportagen/alzheimer151.html

Grüße,
Susanna Saxl

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Nader und Simin – eine Trennung: Kinofilm

Donnerstag, 28. Juli 2011 von Alzheimer-Telefon

Filmplakat Nader und Simin

Vor allen Dingen eine sozialkritische und gute Darstellung der kulturellen Besonderheiten im Iran.

Religion Ehre und Tradition spielen eine große Rolle.

Weil sein Vater demenzkrank ist und nicht allein leben kann, will der Ehemann nicht mit Frau und Kind in die USA.  Das Paar lässt sich nach längerem hin und her scheiden, damit die Tochter mit der Ehefrau ausreisen darf.

Schlussendlich zeigt der Film welche massiven Konflikte durch die Pflege eines Elterteils in Ehen der Kinder entstehen können. Die Belastung wird deutlich, der emotionale Konflikt  zerrt an den Nerven des Sohnes und seiner nun geschiedenen Frau. Die Tochter ist stark hin und her gerissen bei der Frage bei wem sie leben möchte und kann sich nicht entscheiden.

Mein Kommentar: Ein guter Film. Die Demenz des Vaters ist Grund für die Trennung des Paares. Die Krankheit des Vaters wird teilweise unrealistisch dargestellt.

Dorothea Völling

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Erdbeben im Wasserglas

Donnerstag, 21. Juli 2011 von Alzheimer-Telefon

Wie können Eltern, Erzieher und andere Personen, die sich mit Kindern beschäftigen, ihnen verständlich erklären, warum sich zum Beispiel die Großeltern merkwürdig benehmen oder sich die alte Nachbarin seltsam verhält?

Gabriele Matzantke hat eine leicht verständliche und daher genial anmutende Idee zur Erklärung gefunden. Um diese Idee geht es in der Geschichte von Paul und seinen Opa Peter.

Opa Peter zieht bei Paul und seiner Mutter ein, da er alt und nicht mehr gesund ist. Er vergisst in der letzten Zeit viele Dinge und verhält sich nach Pauls Meinung merkwürdig. Opa Peter sieht nicht krank aus, sondern nur alt. Am Frühstückstisch stellt er sich seinem Enkel als Peter Weber vor. Außerdem vergisst er, was es eben zum Mittagessen gab, obwohl es sein Lieblingsgericht war: Schweinebraten mit Klößen. Wenn aber Opa Peter mit seinem Enkel Fußball spielt, dann ist er wie früher. Er erzählt Geschichten von seinen Freunden und von Oma Leni.

Paul fragt sich, warum sein Opa die neuen Sachen vergisst, aber die alten Erinnerungen, wie zum Beispiel das Fußballspielen behält? Seine Mutter versucht es ihm zu erklären: (Weiterlesen…)

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Vortrag: “Alzheimer – Neue Erkenntnisse und Perspektiven” von Prof. Kurz online

Donnerstag, 30. Juni 2011 von Alzheimer-Telefon

Das Münchener Kirchenradio hat gestern einen interessanten Vortrag von Prof. Alexander Kurz (Vorstandsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft) online gestellt.

Er ist zu hören unter
http://www.muenchner-kirchenradio.de/extra/extra/article/alzheimer-neue-erkenntnisse-und-perspektiven.html

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Du und Ich und Er

Freitag, 24. Juni 2011 von Alzheimer-Telefon

Sieghard Liebe hat seine Frau Monika fast 10 Jahre lang während ihrer Alzheimer-Krankheit begleitet. Er hat diese Zeit in Videos und auf Fotos festgehalten.

Das RBB Kulturradio sendet am 26. Juni 2011 von 14:04 – 15:00 Uhr ein Hörspiel, das auf den Aufzeichnungen von Sieghardt Liebe und Tagebucheinträgen von Monika Liebe beruht. Sicherlich ein hörenswerter Beitrag!

www.kulturradio.de/programm/sendungen/110626/hoerspiel_1404.html


Tatort und Anne Will zum Thema Demenz am 5.6. in der ARD

Dienstag, 31. Mai 2011 von Alzheimer-Telefon

Der Tatort “Gestern war kein Tag” dreht sich um einen demenzkranken Mann und seine Pflegerin aus Osteuropa. – Ein hochaktuelles Thema, das auch gleich anschließend bei Anne Will aufgegriffen werden soll.

Vielleicht lohnt es sich mal wieder, den Ferseher einzuschalten?

Links zu den Sendungen:
http://www.daserste.de/tatort/sendung.asp?datum=05.06.2011 und http://daserste.ndr.de/annewill/index.html

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Die neue Omi

Samstag, 14. Mai 2011 von Alzheimer-Telefon

Cover zu "Die neue Omi"So selten sind Kinderbücher über das Thema Demenz nicht mehr, denn auch Kinder haben Großmütter und Großväter, die an Demenz leiden. Ein Heranführen an das Thema durch Kinderbücher stellt eine wunderbare Methode dar.

Ein weiteres Buch, das sich mit dem Thema beschäftigt, heißt „Die neue Omi“ von Elisabeth Steinkellner und Michael Roher. Das Buch handelt von einer alten Omi, die sich immer über Finis neue Frisuren gewundert hat, aber trotzdem mit ihr in den Park gegangen ist um Enten zu füttern und von der neuen Omi, die lieber die Krümel – eigentlich für die Enten- selber isst. Fini findet die neue Omi vielleicht ein wenig seltsam, aber für ihr Verständnis so normal, dass sie mühelos mit den Veränderungen umgehen kann und schlussendlich der neuen Omi beim Essen hilft und sie sogar frisiert.

„Die neue Omi“ ist ein Kinderbuch mit einer einfachen und unkomplizierten Geschichte. Es werden weder Emotionen angesprochen noch eine Beurteilung der Situation abgegeben, sondern es scheint, dass die Autoren sich nur auf das Beschreiben beschränken. Das Erklären und Antworten auf eventuelle Fragen kommt mit dem Erzählen der Geschichte. Dieses Buch ist ein leichter Einstieg, wenn Kinder, vor allen Dingen jüngere Enkel an das Thema „Menschen können sich verändern“ herangeführt werden.

Besonders hervorzuheben sind die Illustrationen, die liebevoll und fröhlich gestaltet sind. Auf jeder Seite gibt es kleine und interessante Besonderheiten zu entdecken: Postkarten aus aller Welt im Baum, Mäuse, die mit einer Kaffeetasse Feuerwehr spielen, weil die „neue Omi“ sich an den Herdplatten die Hände wärmt. Die bildliche Darstellung ist eine gelungene Ergänzung der Geschichte. 

Es gibt wunderbare Bücher für Kinder, die mitunter schwere Themen erklären. Dieses Buch kann dazu gezählt werden.

Christa Waschke, Berlin

„Die neue Omi“ von Elisabeth Steinkellner und Michael Roher, Jungbrunnen 2011, ISBN: 978 3 702 65826 7, 13,90 €

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DIE UNTOTEN. LIFE SCIENCES & PULP FICTION

Dienstag, 10. Mai 2011 von Alzheimer-Telefon

Kongress und Inszenierung – inszenierter Kongress?

Herz, Gehirn, Leber

In Hamburg findet vom 12. bis zum 14. Mai auf Kampnagel Hamburg eine überaus spannende Veranstaltung zum Thema “WANN BEGINNT EIN LEBEN? WANN ENDET EIN LEBEN? WER BESTIMMT DARÜBER?” statt.

Experten aus dem Feld der Biotechnologie, Mediziner, Bioethiker, Philosophen, Theologen, Juristen, sowie Praktiker aus dem Pflegebereich, Künstler, Film- und Medienschaffende und Popikonen treffen in unerwarteten Konstellationen und zu verschiedenen Fragestellungen in Räumen aufeinander, die einem Filmset nachempfunden sind (Hospital, Friedhof und Labor und Kino – und damit typische Orte der Produktion und Verhandlung des “Untoten”).

Die Besucher können sich durch das gesamte Setting zu jeder Zeit frei bewegen. Sämtliche Gespräche, Vorträge, Präsentationen, Performances und Experimente werden mitgeschnitten und live übertragen, so dass die Rezipienten unabhängig von ihrer Position im Set über Infrarotempfänger und Kopfhörer jeder Situation zuhören können.

Die begleitenden Workshops sind sogar als Weiterbildung für Pflegende anerkannt!

Das gesamte Programm findet man im Internet unter www.untot.info.


„Er hat immer seinen eigenen Kopf“

Mittwoch, 20. April 2011 von Alzheimer-Telefon

Ein Anruf von Frau M. beim Alzheimer-Telefon: „Mein Mann ist 56 Jahre alt und leidet an Frontotemporaler Demenz. Ich habe mich ja schon darauf eingestellt, dass unserer Leben nach einem festen Rhythmus ablaufen muss, aber manchmal treibt er mich mit seiner Sturheit doch in die Verzweiflung. Gestern sind wir mit der Tram zu einem Termin beim Neurologen gefahren. An der entsprechenden Haltestelle weigerte er sich dann plötzlich einfach auszusteigen. Ich habe alles versucht, ihn zu überreden, am Arm zu ziehen und bin schließlich sogar laut geworden. Die Mitfahrenden haben schon ganz komisch geguckt, aber es hat alles nichts geholfen. Schließlich war die Station vorbei und da stand er endlich auf und stieg am nächsten Halt mit mir aus. Wir sind dann die Station zurückgelaufen und zum Glück ist unsere Verspätung in der Arztpraxis gar nicht aufgefallen. Aber ich war völlig fertig mit den Nerven. Ich traue mich gar nicht, noch einmal mit ihm die Tram zu benutzen, was mache ich, wenn so etwas noch mal passiert?“

Ich antwortete ihr: „Liebe Frau M., dass das für Sie ein schlimmes Erlebnis war, kann ich gut nachvollziehen. Trotzdem denke ich, dass Sie solche Fahrten mit der Tram weiterhin unternehmen können, wenn Sie innerlich auf eventuelle Zwischenfälle eingestellt sind. Andere Angehörige erzählen, dass es bei ihnen unkomplizierter wird, wenn sie die Dinge manchmal einfach laufen lassen. Oft sind es äußere Anforderungen, die uns unter Druck setzen, wie in Ihrem Fall der anstehende Arzttermin. Hier kann es natürlich helfen, sich frühzeitig auf den Weg zu machen, damit man auch bei Verzögerungen nicht unter Zeitdruck gerät. Es hilft aber auch, sich zu sagen: ‚Mein Mann ist krank. Wenn wir es nicht rechtzeitig schaffen, dann ist das eben so und niemand darf mir daraus einen Vorwurf machen.’ Wenn Ihr Mann wieder einmal nicht aus der Bahn steigen will, rufen Sie einfach in der Praxis an und teilen Sie Ihre Verspätung mit. Dann kann vielleicht schon der nächste Patient vorgezogen werden und Sie können sich so viel Zeit lassen, wie Ihr Mann eben benötigt.“ (Weiterlesen…)

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„Wie ich mich einmal in alles verliebte“

Dienstag, 8. März 2011 von Alzheimer-Telefon

Cover Block "Wie ich mich..."Der Roman „Wie ich mich einmal in alles verliebte“ von Stefan Merrill Block beginnt mit der Geschichte von Abel. Abel liebt die Frau seines Bruders: “Ich liebte sogar Dinge an ihr, die normalerweise nicht als liebenswert gelten. Zum Beispiel ihre Zehen. Nicht nur die Füße, nein, auch die Zehen. Krumm und schief von Geburt an, aber für mich so schön wie die Zacken eines Diadems.”

Dann gibt es Seth, der gleich mehrere Probleme hat. Er ist ein „Freak“, hat Akne, normale Mädchen ignorieren ihn und seine Mutter leidet an einer vererbbaren Alzheimer Frühform. Durch die Erkrankung der Mutter interessiert sich Seth neben den biologischen Grundlagen der Alzheimer Frühform vor allen Dingen für die Verbreitung der Krankheit. Er beschließt später ein Heilmittel gegen die Krankheit zu finden, aber zuerst macht er sich auf Suche nach der Herkunftsfamilie seiner Mutter.

Stefan Merrill Block verarbeitet in seinem Buch sehr viel.
Nicht nur, dass zwei Geschichten von ganz unterschiedlichen Personen (Abel und Seth) erzählt werden, in seinem Buch laufen weitere Handlungsebenen parallel. Unter anderem werden berührende Familiengeschichten von Personen, die an der Alzheimer-Krankheit leiden, angerissen, wie zum Beispiel die Geschichte der Llywelyn-Schwestern. Dazu ein Textbeispiel: „Barbara, die Jüngste und etwa so alt wie meine Mutter, war noch voll da. Patricia, die mittlere Schwester, geriet immer wieder aus nichtigem Grund in Rage. Und Judith, die Älteste, schlürfte Saft aus einer Trinkflasche und starrte unentwegt auf die Teletubbies, die gurrend über den Wandfernseher hampelten.“ (Weiterlesen…)

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