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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Anna Audorf</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Extreme Pflegefälle in der Altenpflege – Ein unlösbares Problem?</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 16:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Audorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiteres ereignisreiches Jahr liegt hinter uns! Ende 2008 fand die Überleitung von Schwiegermutti (Alzheimer Demenz) in die vollstationäre Langzeitpflege des St. Johanneshauses in Berlin statt. Als Angehörige sind wir hochzufrieden! Unsere Erwartungen wurden bis heute übererfüllt. Das Haus-Programm, die Pflege und die Atmosphäre sind richtig gut. Im Jahre 2009 zerbrach mein Schwiegerpapa an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiteres ereignisreiches Jahr liegt hinter uns! Ende 2008 fand die Überleitung von Schwiegermutti (Alzheimer Demenz) in die vollstationäre Langzeitpflege des St. Johanneshauses in Berlin statt. Als Angehörige sind wir hochzufrieden! Unsere Erwartungen wurden bis heute übererfüllt. Das Haus-Programm, die Pflege und die Atmosphäre sind richtig gut.<br />
Im Jahre 2009 zerbrach mein Schwiegerpapa an der Situation. Er kam mit den Themen Demenz und Krankheiten nicht klar. Nach vielen gesundheitlichen Zusammenbrüchen fand gemeinsam mit dem Krankenhaus ebenfalls eine Überleitung in die vollstationäre Pflege des St. Johanneshauses statt.<br />
In unserer heutigen Gesellschaft wird sehr viel über das Pflegesystem in Deutschland „gemeckert“! Sehr zu Unrecht! Ob arm oder reich &#8211; in Deutschland erhält jeder eine Chance auf Unterstützung.<br />
<span id="more-1861"></span> Was macht man aber, wenn der Pflegebedürftige lebenslang Defizite in seinem sozialen Verhalten hatte? Natürlich führen dann aufgestaute Aggressionen und Frustrationen zu aggressivem und merkwürdigem Verhalten. Es treten alltäglich verschiedene Reaktionen auf! Manchmal sogar gedankenloses, rücksichtsloses und böswilliges Verhalten.<br />
Das Verhaltensrepertoire, bzw. die Verhaltensweisen zu denen Schwiegerpapa fähig ist, prägen sich dann zur Gewohnheit. Dazu zählt andauernde „Flucht oder Angriff“. Eine konstruktive Auseinandersetzung bzw. sprachliches Argumentieren ist gar nicht mehr möglich. Aufgrund der aufgetretenen Situationen können zwar immer wieder gemeinsam Gespräche mit der Pflegeleitung geführt werden. Aber… Konfliktlösungen können kaum erreicht werden, da Schwiegerpapa keine anderen (komplexeren) Handlungsalternativen zur Wahl stehen.<br />
Insgesamt fühlt sich Schwiegerpapa durch die Anforderungen der Umwelt an ihn überfordert. Aufgrund seines Selbstideals muss er nach außen hin die Fassade eines tüchtigen, gut funktionierenden Mannes aufrecht erhalten, was ihm nur noch unter großen Mühen gelingt. So sind Kontakte mit der Umwelt für ihn anstrengend und sehr beängstigend, weshalb er sie zusehends meidet.<br />
Zudem werden aufgrund seiner misstrauisch-ängstlichen Grundstruktur Hilfsangebote als gegen ihn gerichtet fehlinterpretiert, so dass er sie mitunter vehement ablehnt.<br />
In unserem Fall ist die Erkenntnis schon von Nutzen! Aber auch Praxisanleiter (Mentoren) können hier oft nur wenig helfen. Denn eine große Rolle spielen die Motivation, Kommunikation und Bewältigungsmechanismen des Pflegebedürftigen.<br />
Als verantwortungsvolle Angehörige haben wir unserem Schwiegerpapa eine wunderbare Grundstruktur für eine Pflege in einer professionellen Einrichtung ermöglicht. Sein Leben können wir ihm in der Einrichtung nicht abnehmen!<br />
An dieser Stelle bedanke ich mich für die vielen positiven Gespräche mit Frau Reifenberg-Pusch vom Mobi &#8211; Dienst des DRK, bei dem Pflege-Team des St. Johanneshauses sowie bei der Dozentin Hedda Rühle von den Paracelsus &#8211; Schulen Berlin. Wir verlernten unser eigenes Leben ernst zu nehmen! So konnten wir uns von den Schuldgefühlen lösen, indem wir jetzt lernen unsere eigenen Gefühle ernst zu nehmen.<br />
Wir sagen Dankeschön und einen guten Start ins Neue Jahr!</p>
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		<title>Alzheimer Gesellschaft &#8211; humanitäre Hilfe zur Selbsthilfe</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2008/09/14/alzheimer-gesellschaft-humanitare-hilfe-zur-selbsthilfe/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 08:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Audorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Alzheimer Erkrankung stellt eine große Herausforderung in unserer Gesellschaft dar. Nur wenige Menschen sind in der Lage, mit diesen oft kaum vorstellbaren Schwierigkeiten umzugehen, die im Zusammenleben mit einem demenzkranken Menschen entstehen. Die kompetente Beratung der Alzheimer Gesellschaft erleichtert das Leben unserer Familie sehr. Hilfestellungen gibt es zu diesen Punkten: Nach der Diagnose der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Alzheimer Erkrankung stellt eine große Herausforderung in unserer Gesellschaft dar. Nur wenige Menschen sind in der Lage, mit diesen oft kaum vorstellbaren Schwierigkeiten umzugehen, die im Zusammenleben mit einem demenzkranken Menschen entstehen. Die kompetente Beratung der Alzheimer Gesellschaft erleichtert das Leben unserer Familie sehr. Hilfestellungen gibt es zu diesen Punkten:</p>
<ul>
<li>Nach der Diagnose der Krankheit das sofortige Aufsuchen eines Notares und Hilfe beim Verfassen der notariell beglaubigten Patientenverfügung und der Vorsorgevollmachten, die Wohnen, Finanzen und Gesundheit regeln</li>
<li>Aufklärung über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung</li>
<li>Antrags- u. Begutachtungsverfahren / Verhinderungs- u. Kurzzeitpflege (PflEG)</li>
<li>Sonstige Leistungen, z.B. Anerkennung der Schwerbehinderung</li>
<li>Befreiung von der Ausweispflicht</li>
<li>Beantragung einer Reha-Maßnahme trotz der Pflegestufe III</li>
<li>In Würde Abschied nehmen – Demenzkranke begleiten bis zuletzt</li>
</ul>
<p><span id="more-263"></span></p>
<p style="text-align: left;">Mit der Reha kann uns Angehörigen und Pflegenden geholfen werden, die körperlichen und seelischen Kräfte zu stabilisieren und zu erneuern. Denn dem Kranken geht es nur so gut wie dem Pflegenden!<br />
Gerade die Beantragung der Reha &#8211; Maßnahme wäre ohne die großartige Unterstützung der Alzheimer Gesellschaft nicht bewilligt worden. Die Empfehlung der Klinik, die fachliche, gute Vorgehensweise bei der Antragsstellung und die gute Beratung zeichnet die professionelle Arbeitsweise der Gesellschaft aus.<br />
Eine angemessene Umgangsweise mit der Krankheit stellt auch die Verteilung von hilfreichen Informationsmaterialien, Literatur und die Zusendung der Alzheimer &#8211; Info dar. Darüber hinaus wurden uns als Betroffenen Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung aufgezeigt und wir wurden bei der Selbsthilfearbeit unterstützt.</p>
<p>Mittlerweile befinden wir uns im dritten Stadium der Erkrankung: Diese Phase bedeutet einen totalen Zerfall aller Handlungen, und die allmähliche Verschlechterung erreicht ihren Höhepunkt. Zurzeit beschäftigen wir uns mit dem Thema: In Würde Abschied nehmen &#8211; Demenzkranke begleiten bis zuletzt. Abschied nehmen, darin ist wohl niemand wirklich gut. Bei diesem speziellen Thema gibt es ebenfalls Ansprechpartner bei der Alzheimer &#8211; Gesellschaft und Informationen, die uns bei der Bewältigung helfen.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Familie Audorf für die großartige Unterstützung, für die Hilfsbereitschaft und die Aufklärungsarbeit bedanken. Ihre „Hilfe zur Selbsthilfe“ gewährleistet meiner Schwiegermutti eine optimale Versorgung.
</p>
<p style="text-align: right;">Anna Audorf</p>
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