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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Editha</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Ein neuer Anfang</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 09:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Editha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Schwiegermutter lebt seit zweieinhalb Jahren in einer Wohngemeinschaft, wo sie zusammen mit sieben weiteren Bewohner/innen von einem ambulanten Pflegedienst rund um die Uhr versorgt wird. Der Pflegedienst ist ständig präsent, versteht sich aber als Gast. Es ist unsere Wohnung, mit allen Freiheiten und Pflichten, die damit verbunden sind. Hauptmieter ist der Verein für menschenwürdiges [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Schwiegermutter lebt seit zweieinhalb Jahren in einer Wohngemeinschaft, wo sie zusammen mit sieben weiteren Bewohner/innen von einem ambulanten Pflegedienst rund um die Uhr versorgt wird. Der Pflegedienst ist ständig präsent, versteht sich aber als Gast. Es ist unsere Wohnung, mit allen Freiheiten und Pflichten, die damit verbunden sind. Hauptmieter ist der Verein für menschenwürdiges Leben im Altere. V. Er unterstützt und koordiniert die Gruppe der Angehörigen und Bewohner. Das Miteinander so vieler verschiedener Akteure braucht klare Absprachen und erfordert auch soziale Kompetenzen. Wir haben gemeinsam eine Satzung erarbeitet, die den Rahmen für das Leben in dieser kleinen Gemeinschaft festlegt.<span id="more-47"></span></p>
<p>Die Schwiegermutter war vorher bereits sieben Jahre in Heimen, wo wir mit dem Fortschreiten der Demenz zunehmende Probleme bekamen. Denn in Oldenburg gibt es bisher noch keine Heime, die Demenzkranke in kleinen Gruppen von acht bis zwölf Bewohnern demenzgerecht versorgen. In der WG hat meine Schwiegermutter ihr eigenes kleines Zimmer. Sie hält sich jedoch meistens im Wohnzimmer auf, mit Blick auf die offene Küche. Die familienähnlichen, überschaubaren Lebensbedingungen hier haben ihr sehr gut getan. Früher war sie schwer depressiv und beherrscht von einer zwanghaften Unruhe, außerdem trank sie nicht genug. Heute ist sie innerlich und äußerlich zur Ruhe gekommen. Die Medikamente konnten wesentlich reduziert werden. Und wir sind überzeugt, wir haben es der Wohngemeinschaft zu verdanken, dass sie noch lebt und dabei sogar in guter Verfassung ist.</p>
<p>Meistens beobachtet sie ruhig und aufmerksam das Geschehen um sich herum. Sie nimmt Anteil daran und mischt sich immer mal wieder mit einem passenden Satz ein. Oft sitzt ihr der Schalk im Nacken, und wir haben uns angewöhnt, Papier und Bleistift bereitzulegen, um die Sprüche festzuhalten. Hatte sie früher bei der Abendtoilette um ihr Leben geschrien, so ertönt heute energisches Schimpfen aus dem Bad: „Das können Sie bei sich selber machen!&#8221; Und wenn die Tür zum Bad wieder aufgeht, lächelt sie schon wieder und bedankt sich sogar. Vor kurzem hat sie auf den Gute-Nacht-Gruß erwidert: „Und ich wünsche allen ein gutes Gedächtnis&#8221;. Wir haben als Angehörige mit dem Einzug in die Wohngemeinschaft wieder mehr Verantwortung übernommen.</p>
<p>Um die Finanzierung mussten wir kämpfen. Aber mit Blick auf die Mutter hat sich alle Mühe gelohnt.</p>
<p>Brunhilde Becker, 1. Vorsitzende Alzheimer Gesellschaft Oldenburg<br />
Brunhilde Becker<br />
Alzheimer Gesellschaft Oldenburg<br />
Tel. 0441/926 69 39</p>
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