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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Heike Mueller-Schulz</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Weihnachten mit einem demenzkranken Angehörigen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 07:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Mueller-Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachten steht vor der Tür. Ein Fest, das traditionell im Kreis der Familie gefeiert wird und mit dem ältere Menschen viele Erinnerungen verbinden. „Meine Mutter“, so eine Angehörige am Alzheimer-Telefon „lebt im Heim. Wir überlegen, ob wir das Weihnachtsfest in diesem Jahr gemeinsam mit ihr im Kreis der Familie feiern sollen. Im Heim wurde uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/12/kerzen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1013" title="kerzen" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/12/kerzen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Weihnachten steht vor der Tür. Ein Fest, das traditionell im Kreis der Familie gefeiert wird und mit dem ältere Menschen viele Erinnerungen verbinden.</p>
<p>„Meine Mutter“, so eine Angehörige am Alzheimer-Telefon „lebt im Heim. Wir überlegen, ob wir das Weihnachtsfest in diesem Jahr gemeinsam mit ihr im Kreis der Familie feiern sollen. Im Heim wurde uns abgeraten. Mutter war nach dem letzten Besuch bei uns sehr unruhig und konnte sich, so die Pflegekräfte, schlecht wieder einleben. Doch ich hatte das Gefühl, dass es ihr gut ging, sie hat viel gelacht, wir haben von damals erzählt und die gemeinsame Zeit genossen. Wie verhalte ich mich jetzt am besten?“</p>
<p>„Das Weihnachtsfest ist das Fest der Familie und das Bedürfnis, seine Lieben um sich zu haben und gemeinsam zu feiern, ist sehr groß. Versuchen Sie trotzdem genau zu überlegen, wie es aussehen wird, wenn Ihre Mutter in diesen Tagen bei Ihnen ist: Mit dem Fest sind einige Vorbereitungen verbunden. Kann Ihre Mutter dabei helfen oder wird sie vielmehr orientierungslos sein, weil Sie sich ihr nicht durchgehend widmen können? Lassen sich die Aufgaben auf mehrere Familienmitglieder verteilen? Was ist, wenn Ihre Mutter unruhig wird und herumwandert oder beginnt, den Weihnachtsbaum abzuschmücken? Wird das die Stimmung zerstören und Unfrieden hervorbringen? Versuchen Sie, diese Dinge möglichst objektiv zu überdenken. Wenn Sie meinen, dass die Chancen für ein harmonisches Fest bei Ihnen zu Hause gut stehen, dann sprechen Sie mit dem Personal im Heim darüber. Bitten Sie um Verständnis, wenn Ihre Mutter in der Zeit danach wieder gesteigert unruhig sein sollte. Wenn Sie aber das Gefühl haben, mit der Situation zu Hause überfordert zu sein, dann überlegen Sie lieber, wie Sie das Fest für Ihre Mutter auch im Heim stimmungsvoll und schön gestalten können.“</p>
<p>Vorschläge zur Gestaltung des gemeinsamen Festes:</p>
<p>Sie als Angehörige machen sich vielleicht Gedanken darüber, wie Sie das Fest gestalten sollen. Sie fragen sich, wie es sein wird, wenn Vater oder Mutter Weihnachten bei Ihnen sind, oder was Sie tun können, damit Ihre Angehörigen diese Zeit auch im Heim festlich verbringen können.</p>
<p>Gerade traditionelle Feste wie das Weihnachtsfest können aufgrund der Bedeutung, der Gewohnheiten und der Rituale, mit denen in der Familie gefeiert wurde, viele Möglichkeiten für eine wohltuende gemeinsame Zeit bieten.<span id="more-933"></span></p>
<p>Versuchen Sie das Fest mit und für Ihren Angehörigen so zu gestalten, dass viele Erinnerungen wachgerufen werden. Bereiten Sie sich gemeinsam auf das Weihnachtsfest vor. Die Adventszeit wurde und wird in den Familien auf ganz besondere Art und Weise gestaltet. Schmücken Sie Ihre Wohnung so, wie es Ihr Angehöriger gewohnt ist. Wenn es möglich ist, gestalten Sie die Wohnung bzw. das Zimmer im Heim gemeinsam. Der klassische Adventskranz ist ein Symbol, das Demenzkranken helfen kann, die Weihnachtszeit wieder zu erkennen. Auch die Weihnachtsbäckerei bietet sich an, um mit Düften und Formen zu vermitteln, dass bald Weihnachten ist.</p>
<p>Lassen Sie sich erzählen, wie das Weihnachtsfest gefeiert wurde, als Ihr Angehöriger noch ein Kind war. Vielleicht erinnert sich Ihr Angehöriger an weitere Bräuche. Am 4. Dezember, zum Barbara-Tag, holte man zum Beispiel Kirschzweige herein, die in der warmen Wohnung bis Weihnachten erblühten.</p>
<p>Können Sie sich noch an die Bescherung in Ihrer Kindheit erinnern? Wie sind Sie beschenkt worden? Waren die Gegenstände eingepackt? Meist hatte jedes Familienmitglied einen festen Platz. Dort lagen die Herrlichkeiten und für jeden ein Weihnachtsteller mit Süßigkeiten, Lebkuchen, Äpfeln, Mandeln und Nüssen. Zunächst wurden Weihnachtslieder gesungen, manchmal die Weihnachtsgeschichte vorgelesen oder Gedichte aufgesagt, dann folgte die Bescherung. In den meisten Familien wurde festliche Kleidung getragen.</p>
<p>Gestalten Sie das gemeinsame Weihnachtsessen nicht zu aufwendig. Überlegen Sie, wer von der Familie dabei sein soll. Zu viele Personen auf einmal können für Demenzkranke eine Überforderung darstellen.</p>
<p>Vielleicht verlief bei Ihnen das letzte Fest ganz anders und Sie haben durch diese Anregungen Ideen entwickeln können, wie Sie das Fest in diesem Jahr mit und für Ihren Angehörigen gestalten wollen.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen frohe gemeinsame Festtage, wie und wo auch immer Sie sie verbringen.</p>
<p>Heike Müller-Schulz, Berlin</p>
<p style="text-align: right;">Bildquelle: Pixelio</p>
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		<title>Wie halte ich meinen Mann vom Autofahren ab?</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2008/09/05/90/</link>
		<comments>http://www.alzheimerblog.de/2008/09/05/90/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 16:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Mueller-Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte von Fachleuten]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Autofahren stellt für viele Menschen ein Symbol ihrer Unabhängigkeit und Mobilität dar. In der älteren Generation tun sich gerade Männer schwer damit, wenn sie es aus gesundheitlichen Gründen aufgeben sollen. Der Umgang mit dem Autofahren ist auch ein häufiges Thema der Angehörigen, die am Alzheimer-Telefon Rat suchen. Frau S. aus Hamburg wendet sich an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Autofahren stellt für viele Menschen ein Symbol ihrer Unabhängigkeit und Mobilität dar. In der älteren Generation tun sich gerade Männer schwer damit, wenn sie es aus gesundheitlichen Gründen aufgeben sollen. Der Umgang mit dem Autofahren ist auch ein häufiges Thema der Angehörigen, die am Alzheimer-Telefon Rat suchen.</p>
<p>Frau S. aus Hamburg wendet sich an das Alzheimer-Telefon. Sie berichtet von ihrem Mann, der von der AlzheimerKrankheit betroffen ist. Ihr Mann, ein leidenschaftlicher Autofahrer, wurde vom behandelnden Arzt aufgefordert, seinen Führerschein abzugeben. Er kann das nicht fassen, scheint die Situation auch nicht zu begreifen und beteuert immer wieder, er sei nach wie vor ein sicherer Autofahrer. Seine Frau berichtet von zahlreichen Begebenheiten im Straßenverkehr, bei denen ihr Mann die Übersicht verloren habe. Er habe Konzentrationsschwierigkeiten, könne die Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht mehr richtig einschätzen, so dass er in Situationen, in denen rasch reagiert werden muss, überfordert wirkt. Die Gefahr, dass er sich und andere gefährdet, ist sehr groß. Frau S. ist es nicht gelungen, „vernünftig&#8221; mit ihrem Mann über die Angelegenheit zu reden. Am Alzheimer-Telefon überlegen wir gemeinsam, welche Möglichkeiten es gibt.<span id="more-90"></span></p>
<p>Sie könnte ihrem Mann sagen:<br />
•    Das Auto sei kaputt, eine Reparatur wäre sehr teuer.<br />
•    Der Autoschlüssel sei verloren gegangen.<br />
•    Das Auto sei gestohlen worden.<br />
•    Er dürfe nicht Auto fahren, da die Medikamente, die er nehmen müsse, die Fahrtauglichkeit einschränken.</p>
<p>Folgende „praktische Maßnahmen&#8221; wären dankbar:<br />
•    Das Auto wird in einen fahrunfähigen Zustand versetzt, z. B. durch Abklemmen der Batterie.<br />
•    Frau S. macht selber den Führerschein.<br />
•    Das Ehepaar benutzt öffentliche Verkehrsmittel.<br />
•    Wenn Herr S. mit dem Auto fahren möchte, holen ihn seine Kinder ab.</p>
<p>•    Kürzere Strecken werden mit dem Fahrrad zurückgelegt, längere mit den öffentlichen Verkehrsmitteln<br />
•    Das Auto wird an die jüngste Tochter für eine begrenzte Zeit ausgeliehen.</p>
<p>Frau S. entscheidet sich für die zuletzt genannte Möglichkeit. Sie wird ihrem Mann erklären, dass die Tochter das Auto ausleihen wird, um schneller zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen und mehr Zeit für ihre Kinder zu haben. Natürlich ist das eine Ausrede und entspricht nicht der Wahrheit, aber es ist eine Möglichkeit, um Schaden zu verhindern.</p>
<p style="text-align: right;">Heike Müller-Schulz, Berlin</p>
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