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Beispiel für ein selbsterstelltes Heimübungsblatt

Samstag, 1. November 2008 von Nicole Ki-Kre

Leider gibt es wenig Material als Übungsbeispiele für Demenzkranke oder Angehörige, entweder sind diese ziemlich teuer, oder einfach zu schwer für viele Patienten.

Eine mögliche Vorlage für Ihr Übungsblatt könnte so aussehen:

Nenne mir mindestens 3/5/10 (Anzahl je nach Betroffenheitsgrad variieren) Frauennamen mit “S”, wie Susanne.

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Nenne mir mindestens 3/5/10 Haushaltsgegenstände.

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Zähle bitte von 91 immer 7 ab, bis du bei 0 angekommen bis.

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Nenne mir mindestens 3/5/10 Männernamen mit “H”, wie Heinrich.

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Was hast du heute morgen gefrühstückt? (Wahlweise: Zu Mittag gegessen)

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Wann ist/war Euer Hochzeitstag?

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Wie alt bist Du?

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Nenne mir bitte mindestens 3/5/10 Kleidungsstücke.

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Wie ist das Datum von heute?

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Dies sind natürlich nur eine Beispiele, diese können belibig variiert werden. Mehr Informationen stelle ich Ihnen auch gerne zur Verfügung, sie können mich dazu gerne über die Praxis kontaktieren.

Regelmäßiges Training ist sehr wichtig, das Gehirn funktioniert da ähnlich, wie ein Muskel, tut man nichts baut es sich viel schneller ab!

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Kochen und Alltagstätigkeiten nach Bildern

Dienstag, 30. September 2008 von Nicole Ki-Kre

Oft ist es so, das Reihenfolgen vertauscht werden oder Betroffene nicht mehr erinnern können, wie zum Beispiel Kaffee mit der Maschine zubereitet wird oder ähnliches. Die Verzweiflung ist verständlicherweise gross und es macht häufig Angst, solche Alltagskompetenzen zu verlieren.

Hier ein kleiner Tipp, der sich im Praxisalltag schon oft bewehrt hat:

Ich mache es oft mit den Patienten so, das ich sie zunächst aufschreiben lasse, wie eine bestimmte Tätigkeit, zum Beispiel eben Kaffee kochen, aussieht. Bestehen Lücken oder Verwechsler helfe ich gerne, aber nicht belehrend weiter.

Haben wir die Reihenfolge festgelegt, führen wir die Tätigkeit Schritt für Schritt aus, dies machen wir möglichst entweder im häuslichen Umfeld oder aber mit den häuslichen Gerätschaften (wir wollen ja Alltagsdinge beüben).

Es werden nun nach Absprache die einzelnen Tätigkeitsschritte fotografiert und mit dem aufgeschriebenen Text versehen. Diese Karten klebe ich auf recht festen Karton, je nach Thema einer Farbe zugeordnet.

So entstehen Bildkarten, die nummeriert werden und mit dem Text (der ggf. von mir  gut lesbarer Größe abgetippt wird) versehen werden.

Ich habe Patienten, die haben mehrere beschriftete Bildkartenboxen zu den verschiedensten Themen und kommen so mit weniger Hilfe zurrecht und werden wieder etwas sicherer.

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Ergotherapie und Tiergestützte Therapie als Hilfe für Demenzkranke

Montag, 29. September 2008 von Nicole Ki-Kre

Seit nunmehr 15 Jahren arbeite ich als Ergotherapeutin, seit 10 Jahren in eigener Praxis und seit dieser Zeit auch mit Hunden und Pferden als Co- Therapeuten.

Ich betreue viele Patienten die an unterschiedlichen Demenzformen erkrankt sind und versuche ihnen ein Stück Selbständigkeit und Lebensfreude zu erhalten oder wieder langsam aufzubauen. Wichtig ist mir in meiner Arbeit eine möglichst anheimelnde Atmosphäre zu schaffen, die Angst und Unsicherheit nimmt und den Patienten vermittelt “Hier bin ich gut aufgehoben und sicher.”

Ich arbeite mit den Patienten sowohl in der Praxis als auch bei Hausbesuchen/Heimbesuchen oder aber in Alltagssituationen ausserhalb der Praxis. Hier gehe ich mit den Betroffenen einkaufen, zum Beispiel nachdem wir ein Rezept geplant haben und dieses nun verwirklichen wollen. Wir gehen schwimmen, mit den Hunden spazieren, verabreden uns mit den Angehörigen am Stall, wo wir mit dem Pferden arbeiten, Waldspaziergänge planen oder Ãhnliches. Natürlich finden auch computergestützte Medien, Arbeitsblätter und therapeutische Spielmaterialien ihren Einsatz.

Bei der Arbeit mit meinen Tieren ist mir aufgefallen, das die meisten Patienten deutlich wacher und agiler werden, sich häufig besser konzentrieren und auch das Erinnerungsvermögen heller wird. Ganz davon abgesehen ist der Umgang mit Tieren auch für die Seele immer sehr wohltuend und die Tiere können der Seele viel Angst und Kummer abnehmen- was uns als Menschen nur teilweise gelingt. Mein Hund ist bei den Einheiten bis auf wenige Ausnahmen (Allergien, extreme Angst) immer dabei.

Ich versuche immer die Angehörigen mit einzubeziehen, auch dort Unsicherheiten abzubauen, Hilfestellungen zu leisten und Alltagshilfen zusammenzustellen. Ich biete den Angehörigen Informations- und Entspannungskurse an und arbeite gerade an einer gemeinsamen Wirbelsäulengymnastikgruppe.

Enorm wichtig finde ich die Einbindung Demenzkranker in den Alltag, Isolation führt zu einer schnelleren Isolation in sich selbst!

Zur Zeit entwickle ich Heimübungsprogramme, die ich meinen Patienten sozusagen als Hausaufgabe an die Hand gebe, denn ein oder zweimal in der Woche eine dreiviertel Stunde oder neunzig Minuten sind natürlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Für mich ist es wichtig immer als Ansprechpartner für meine Patienten, aber auch für “meine” Angehörigen da zu sein, denn manchmal brennt es eben nicht gerade in der vorgeplanten Therapiezeit.

Diese Seite finde ich sehr wichtig und ich möchte nun gerne, immer wenn es meine Zeit erlaubt alltagstaugliche Tipps einfließen lassen, Heimübungsprogramme anbieten (können auch umfassender über meine Praxis angefordert werden) und für fachliche Fragen zur Verfügung stehen.

Ihre

Nicole Kirschner- Kresse

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