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	<title>Alzheimer BLOG</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Mit Party-Ballon und Musik</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Alzheimerblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Mutter wird seit Jahren von meinem Vater gepflegt. Sie ist aufgrund der Demenz sehr unsicher beim freihändigen Gehen; Gymnastik ist nicht mehr möglich. Zu entsprechender Musik genießt sie jedoch geführte leichte Tanzschritte. Zufällig entdeckten wir, wie gerne sie Zuwerfen mit einem Luftballon spielt. Dabei ist sie erstaunlich beweglich und hat noch immer ihr altes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3468" class="wp-caption alignleft" style="width: 232px"><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2012/05/ballon-sonja-wessel.jpg"><img class="size-full wp-image-3468" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2012/05/ballon-sonja-wessel.jpg" alt="" width="222" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">© sonja wessel</p></div>
<p>Meine Mutter wird seit Jahren von meinem Vater gepflegt. Sie ist aufgrund der Demenz sehr unsicher beim freihändigen Gehen; Gymnastik ist nicht mehr möglich. Zu entsprechender Musik genießt sie jedoch geführte leichte Tanzschritte.</p>
<p>Zufällig entdeckten wir, wie gerne sie Zuwerfen mit einem Luftballon spielt. Dabei ist sie erstaunlich beweglich und hat noch immer ihr altes gutes Ballgefühl. Durch die langsamere Fluggeschwindigkeit und die fehlende Verletzungsgefahr ist der Luftballon einem normalen Ball überlegen.</p>
<p><span id="more-3466"></span>Am besten bewährt haben sich bei uns größere Party-Ballons (90 cm Umfang, Maxi-Ballons), die auch länger die Luft halten. Sie sind allerdings nicht überall erhältlich. Sofern jemand mitspielt, der den Ballon aufheben kann, ist das Spiel auch im Sitzen und sogar im Liegen möglich. Neben dem großen Spaßfaktor, dem Gemeinschaftserlebnis und der Bewegung gibt das Spiel auch Erfolgserlebnisse.</p>
<p>Meine Mutter hat immer gerne gelesen und gesungen. Auch heute noch singt sie gerne Volks-, Kinder- und Kirchenlieder. Am besten geht dies mit einer oder wenigen Mitsängern, sogar am Telefon, während aktives Singen in der größeren Gruppe kaum noch möglich ist.</p>
<p>Gute Erfahrungen haben wir auch mit einer Musiktherapeutin gemacht, die zum gemeinsamen Singen zu meiner Mutter ins Haus kam. Singen hebt die Stimmung und schafft Gemeinschaft. Religiöse Lieder können zudem auch spirituelle Bedürfnisse befriedigen. Meine Mutter ist nicht mehr in der Lage, dies von sich aus zu tun, spricht aber gerne ein Gebet mit, zum Beispiel das Vater- unser, oder singt ein Schlaflied mit.</p>
<p>Alika Ludwig, Augsburg</p>
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		<title>Dementia-Poetry &#8211; Projektbeschreibung</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2012/05/15/dementia-poetry-projektbeschreibung/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 08:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Evelyne Weissenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[dementia]]></category>
		<category><![CDATA[dementia-poetry]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[geriatrie]]></category>
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		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[umnachtung]]></category>
		<category><![CDATA[vergesslichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Um Texte für Demenzkranke zu schreiben, stellte ich mir ein handwerkliches Grundgerüst auf. Dafür war es nötig, dass ich mich zuerst über die Krankheit so gut wie möglich informierte. Auch hier weise ich gerne wieder auf den Unterschied zu Kleinkindern hin, die ja ebenfalls nicht in vollem Umfang über Begriffe und Beschreibungen erreichbar sind. Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um Texte für Demenzkranke zu schreiben, stellte ich mir ein handwerkliches Grundgerüst auf.<br />
Dafür war es nötig, dass ich mich zuerst über die Krankheit so gut wie möglich informierte.</p>
<p>Auch hier weise ich gerne wieder auf den Unterschied zu Kleinkindern hin, die ja ebenfalls nicht in vollem Umfang über Begriffe und Beschreibungen erreichbar sind.<br />
Doch Kinder können aus dem, was man ihnen erzählt, Fantasien bilden, Situationslücken damit schließen, wenn sie einzelne Worte oder ganze Sätze nicht verstehen. Sie lernen auf diese Art und Weise.</p>
<p>Der Demenzkranke kann nicht mehr lernen und die Fantasie kann ihm keine Hilfestellung mehr geben. Er ist darauf angewiesen, etwas in sich zu finden und daraus eine Erinnerung zu bilden. Die dann vielleicht einen ritualisierten Ablauf in ihm in Gang bringt.<span id="more-3535"></span></p>
<p>Das heißt also, dass diese Menschen nicht so leicht mit Sätzen zu erreichen sind. Da sie auch oft Begriffe nicht mehr richtig zuordnen, kann man also nicht über den Inhalt an sie heran. Man kann ihnen keine Situation beschreiben. Sie erkennen ein Wort oder eine Sequenz und damit beschäftigen sie sich. Wenn man ihnen zu viel erzählt, verwirrt sie das und sie vergessen, was sie bereits erinnert haben.</p>
<p>Es ist wichtig, in ihnen etwas zum Klingen zu bringen. Sei es durch einzelne Worte &#8211; ich nenne sie deshalb &#8220;Klingelworte&#8221;, die Erinnerung hervorrufen oder Schwingungen in ihnen auslösen. Durch Klang oder Rhythmus, oder Intensität der Wiederholung.</p>
<p>Also denke ich, die richtigen Ingredienzien sind</p>
<li>Einzelne bekannte Begriffe aus dem Alltag</li>
<li>nach Möglichkeit aus einem Alltag vor vielen Jahrzehnten</li>
<li>Wiederholungen</li>
<li>Klangbilder</li>
<li>Auch sollte viel Raum bleiben, um den Hörern Zeit zu geben, die Worte anzunehmen, sie zuzuordnen, um sie dann in der Wiederholung wieder zu erkennen</li>
<li>Der Inhalt sollte sich auf jeden Fall auf ein Erwachsenenleben beziehen</li>
<li>Die Texte sollten so einfach vorzulesen sein, dass sie jeder vortragen kann &#8211; vornehmlich Angehörige. Einfach einen Rhythmus ergeben, um sich dem Hörer widmen zu können, nicht dem Vortrag.</li>
<p>Für eine öffentliche Lesung gibt es natürlich noch besondere  Punkte zu beachten.</p>
<li>Nicht von einem Standort aus lesen, sondern auf die Leute einzeln zugehen, sie direkt ansprechen</li>
<li>Blickkontakt suchen</li>
<li>Mit Bewegungen und eventuell auch Gegenständen unterstützen</li>
<p>Wenn Sie weitere Anregungen haben, bin ich dafür sehr dankbar!</p>
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		<title>TV-Tipp:  Kampf um das Erbe, Demenz und Vermögen, 15. Mai</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2012/05/14/tv-tipp-kampf-um-das-erbe-demenz-und-vermogen-15-mai/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Alzheimerblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch- & Filmtipps]]></category>

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		<description><![CDATA[ZDF &#8211; Der Kampf um das Erbe 22:15-22:45 Uhr 37° &#8211; Film von Enrico Demurray und Angelika Wörthmüller Chefarzt Bernhard Ross ist gerade auf Station, als ihn ein Anruf von der Sparkasse in Ottobrunn erreicht. Die Bankangestellte teilt ihm mit, dass sein 80-jähriger Vater in Begleitung einer Frau 280 000 Euro abheben möchte. Wie sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2011/09/Fernseher-Sven-Kamin_klein1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2627" title="alter Fernseher mit Fuß 2" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2011/09/Fernseher-Sven-Kamin_klein1.jpg" alt="" width="150" height="212" /></a>ZDF &#8211; Der Kampf um das Erbe<br />
22:15-22:45 Uhr</p>
<p>37° &#8211; Film von Enrico Demurray und Angelika Wörthmüller</p>
<p>Chefarzt Bernhard Ross ist gerade auf Station, als ihn ein Anruf von der Sparkasse in Ottobrunn erreicht. Die Bankangestellte teilt ihm mit, dass sein 80-jähriger Vater in Begleitung einer Frau 280 000 Euro abheben möchte. Wie sich herausstellt, wird der Vater von der Putzfrau begleitet. Die Auszahlung konnte der Sohn gerade noch in letzter Sekunde stoppen, doch das Geld ist nicht wirklich gerettet: Sein Vater hat es der Putzfrau beim Notar überschrieben. Bernhard Ross ist sofort klar: Niemals würde der 80-Jährige aus freien Stücken sein Vermögen verschenken. Es muss die fortschreitende Demenz sein, die ihn zu diesem Schritt veranlasst hat.<span id="more-3544"></span></p>
<p>Die Nachbarin eines älteren Ehepaares bemerkt, dass die alten Herrschaften Hilfe benötigen. Sie kümmert sich mit kleinen Handreichungen um die Eheleute, die schließlich den gesamten Besitz, bestehend aus mehreren Grundstücken und einem Wohnhaus, notariell auf die Nachbarin übertragen. Die Tochter, die zu der Zeit im Ausland wohnt, erfährt davon erst im Nachhinein. Die Nachbarin hatte sie für tot erklärt, berichtet der kranke Vater später.</p>
<p>Immer mehr Menschen in Deutschland werden im Alter abhängig, viele davon dement, und immer öfter verfügen sie über ein beträchtliches Vermögen.  Insgesamt 250 Milliarden Euro Vermögen werden jedes Jahr in Deutschland vererbt. Damit ist der Boden bereitet für eine neue Welle von Erbschleicherei in Deutschland. Die meisten Betroffenen schlittern ahnungslos in die Situation hinein, wie die Hauptpersonen in der &#8220;37°&#8221;-Dokumentation &#8220;Der Kampf um das Erbe &#8211; Das unerwartete Vermächtnis&#8221;.</p>
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</div>
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		<title>Musik auf allen Ebenen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 09:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Alzheimerblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Café Mozart wollte ich kurz nach 18.00 Uhr noch einen Kaffee trinken, sah auch noch Gäste dort sitzen. Aber das Café hatte eigentlich schon geschlossen. Die Wirtin saß im Gastraum mit am Tisch. Musiker packten ihre Instrumente aus, setzten zur Probe an. Ich durfte noch eine Weile bleiben. Außer den Musikern und der Wirtin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Café Mozart wollte ich kurz nach 18.00 Uhr noch einen Kaffee trinken, sah auch noch Gäste dort sitzen. Aber das Café hatte eigentlich schon geschlossen. Die Wirtin saß im Gastraum mit am Tisch. Musiker packten ihre Instrumente aus, setzten zur Probe an. Ich durfte noch eine Weile bleiben. Außer den Musikern und der Wirtin bemerkte ich ein Ehepaar, das auch nur zuhörte. Nach einer Weile kamen wir ins Gespräch. Frau Händel (Name geändert) erzählte, dass sie hier jede Woche herkommen dürften. Ihrem Mann– an Demenz erkrankt– ginge es hier so gut. Und tatsächlich bemerkte ich dann, dass er sich an dem Gespräch gar nicht beteiligt hatte, weil er völlig absorbiert war von der Musik. Mit großem gestischem Engagement gestaltete er die Musik nach, sang auch mal mit und strahlte große Vitalität aus. Alle wissen inzwischen, dass Musik für Menschen mit Demenz ein Lebenselixier ist. Die Broschüre „Mit Musik Demenzkranke begleiten“ liefert neben Begründungen für dieses Phänomen viele hilfreiche Tipps, wie man „Musik auf allen Ebenen“ suchen, finden, initiieren kann.<span id="more-3352"></span></p>
<p>Außer Haus zu gehen, um Musikveranstaltungen zu besuchen, ist einer der wichtigen Vorschläge der Broschüre. Allerdings erweisen sich viele Orte immer noch als schwierig, weil man auf Ablehnung stößt, wenn ein Mensch mit Demenz sich „unpassend“ verhält. Deshalb möchte ich die Idee der Frau Händel aus dem Café propagieren: Suchen Sie nach Vere nen oder Gruppen von Musikern (eine Band, die Blaskapelle der Feuerwehr, der Kirchen- oder Männerchor, das Akkordeonorchester …) und fragen Sie, ob Sie mal– und vielleicht sogar regelmäßig– zuhören dürfen. Scheuen Sie sich nicht, auch nach Musik zu suchen, von der Sie bisher dachten, dass sie nicht gefällt. Meist liegen die Probenzeiten günstiger als die der offiziellen Veranstaltungen. Außerdem sind die Proben regelmäßiger als die dann gegebenen Konzerte. Es ist auch nicht so viel Öffentlichkeit da, die sich gestört fühlen kann.<br />
Falls man nicht außer Haus gehen kann, gibt es heutzutage ja unbegrenzt Musik „aus der Konserve“. Sicherlich hat jeder bereits vieles ausprobiert. „Ein Lied auf den Lippen, ob‘s stürmt oder schneit…“ ist aber meist das Beste. Auch für den Pflegenden. Man kann sich– gepfiffen, gesungen oder gesummt– damit selbst gezielt gute Laune machen! Vielleicht hilft es auch, sich einmal professionellen Rat eines Musiktherapeuten zu holen. Der § 45 SGB XI ermöglicht die Erstattung von „musikalischer Betreuung“ durch die Pflegekasse sowohl für die häusliche Versorgung als auch für Wohngemeinschaften. Im Land Berlin gibt es in der „Landesliste gesonderter Betreuungsangebote“ Einzelanbieter von Musiktherapie, die man direkt beauftragen kann. In an- deren Bundesländern muss man die Kooperation mit Pflegediensten dafür in Anspruch nehmen. Detailfragen beantwortet die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft.<br />
Dorothea Muthesius, Berlin</p>
<p>Infos: Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft e. V. Tel. 030/294 2493 info@musiktherapie.de</p>
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		<title>Kulturfestival zum Thema Demenz in Köln, 10.-28. Mai</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2012/05/10/kulturfestival-zum-thema-demenz-in-koln-10-28-mai/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 08:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Alzheimerblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Über 60 Veranstaltungen, 25 Veranstaltungsorte, 500 Künstler &#8211; das Sommerblut Kulturfestival geht 2012 mit einem vielfältigen und genreübergreifenden Programm an den Start. Das neue Festival-Profil setzt multipolare Akzente und bietet Veranstaltungen in den Bereichen Theater, Tanz, Literatur, Musik, Kabarett/Comedy und in der Kombination aller Genres. Thematischer Schwerpunkt in diesem Jahr ist Demenz. Die Eigenproduktion „Anderland“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2012/05/sommerblutfestival.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3498" style="border: 1px solid black; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="sommerblutfestival" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2012/05/sommerblutfestival.jpg" alt="" width="142" height="199" /></a>Über 60 Veranstaltungen, 25 Veranstaltungsorte, 500 Künstler &#8211; das Sommerblut Kulturfestival geht 2012 mit einem vielfältigen und genreübergreifenden Programm an den Start. Das neue Festival-Profil setzt multipolare Akzente und bietet Veranstaltungen in den Bereichen Theater, Tanz, Literatur, Musik, Kabarett/Comedy und in der Kombination aller Genres.</p>
<p>Thematischer Schwerpunkt in diesem Jahr ist Demenz. Die Eigenproduktion „Anderland“ und ein umfangreiches Rahmenprogramm rücken das Schicksal der Betroffenen und die gesellschaftliche Bedeutung von Demenz in den Mittelpunkt.<span id="more-3497"></span></p>
<p>So gibt es zum Beispiel eine kleine Fotoausstellung  „Mein Bild von Demenz“:  überraschende und ungewöhnliche Bilder von Menschen mit Demenz werden präsentiert. Insgesamt wurden von 25 Angehörigen, Betreuern und Interessierten 52 Fotos eingesendet. Die Ausstellung präsentiert zehn Bilder, die hinsichtlich Motiv, Blickwinkel und thematischen Bezug das Thema Demenz auf außergewöhnliche Art widergeben.</p>
<p>Alle Informationen zum gesamten Programm finden Sie auf <a href="http://www.sommerblut.de" target="_blank">www.sommerblut.de</a></p>
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		<title>Fundstück: Liebe in Zeiten von Alzheimer</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2012/05/09/fundstuck-liebe-in-zeiten-von-alzheimer/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 15:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Alzheimerblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Was passiert eigentlich mit der Liebe, wenn ein Ehepartner an Alzheimer erkrankt? Die Badische Zeitung hat sich diesem Thema mit einer gefühlvollen Reportage gewidmet: www.badische-zeitung.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was passiert eigentlich mit der Liebe, wenn ein Ehepartner an Alzheimer erkrankt?</p>
<p>Die Badische Zeitung hat sich diesem Thema mit einer gefühlvollen Reportage gewidmet:<a href="http://www.badische-zeitung.de/liebe-familie/liebe-in-zeiten-von-alzheimer--59139559.html" target="_blank"> www.badische-zeitung.de</a></p>
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		<title>An Allem und Allen zweifeln</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2012/05/07/an-allem-und-allen-zweifeln/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 16:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab einem bestimmten Reifegrad streben wir danach, selbstständig zu handeln. Gleichzeitig sind wir abhängig von Leistungen Dritter, bei denen wir uns durchsetzen müssen. Andere um Rat zu fragen, bringt nicht immer die erhoffte Erleichterung. Oft stellen wir fest, der Einzige, auf den wir uns wirklich verlassen können, sind wir selbst. Durch Erfahrung, Nachdenken und Intuition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab einem bestimmten Reifegrad streben wir danach, selbstständig zu handeln. Gleichzeitig sind wir abhängig von Leistungen Dritter, bei denen wir uns durchsetzen müssen. Andere um Rat zu fragen, bringt nicht immer die erhoffte Erleichterung. Oft stellen wir fest, der Einzige, auf den wir uns wirklich verlassen können, sind wir selbst.</p>
<p>Durch Erfahrung, Nachdenken und Intuition haben wir uns ein gewisses Maß an Lösungen und Selbstsicherheit angeeignet. Was aber, wenn genau diese Kriterien uns im Stich lassen? Wie fühlt man sich, wenn Gegenstände im Haus verschwinden. Wenn die räumliche und zeitliche Orientierung nicht abrufbar ist. Wenn plötzlich die jungen Leute sagen, man „irre sich“ &#8211; das Gesagte stimme nicht, denn die Kinder, für die man gerade kochen wolle, seien erwachsen, die Eltern seien schon lange tot und man solle doch nicht immer wieder dieselbe Frage stellen.</p>
<p>Ich habe in meiner Ausbildung gelernt: „Demenzkranke können sich durch Nachdenken nicht korrigieren“. Meine innere Gewissheit/Überzeugung ist der Maßstab. Ein eigener strenger innerer Richter, der alles Andere außer Kraft setzt. Unverständlichem Widerspruch von Außen muss entschieden entgegen getreten werden, um mein eigenes Rollenverständnis zu wahren.</p>
<p>Während ein junger Mensch jederzeit verlegen oder frech seinen Irrtum zugeben darf, ein Kind weinen und Angst zeigen, vor Wut brüllen, Andere beschuldigen, dabei  ungeduldig zappeln darf, befremdet uns solch ein Ausfall bei einem Senioren. Besonders in der Öffentlichkeit. Auf jeden Fall ist sein Verhalten, weil von der Erwachsenennorm abweichend, störend unbequem. Und schon wieder fühlen sich alle Beteiligten in ihrer Selbstsicherheit aus der Bahn geworfen.</p>
<p>Jeder von uns – auch wenn wir es nicht zugeben wollen &#8211;  braucht Anerkennung und Lob als Nahrung für die Seele, für die Bestätigung unseres Selbstwerts. Wenn Anerkennung und Selbstbestätigung zunehmend von Kritik abgelöst werden, werden die Anderen zu Widersachern, denen man mit Vorsicht, am besten mit Misstrauen, auf jeden Fall mit Verteidigung begegnet.</p>
<p>Allein das Gefühl, gebraucht zu werden, nützlich zu sein, teilzunehmen, kann viel von der Spannung nehmen. Deshalb ist es mir wichtig, Mutter soweit wie möglich und so oft wie möglich in unseren eigenen Alltag einzubeziehen. Wir geben ihr die Gelegenheit, in ihrem Rahmen die noch vorhandenen Fähigkeiten anzuwenden. Wenn wir in einem Streitfall – das fällt manchmal sehr schwer &#8211;  nicht immer die „Wahrheit“, „was richtig ist“  unter die Nase reiben, tragen wir dazu bei, dass sie spürt, sie wird geachtet und nicht einfach als Versager abgestraft. Denn jede Zurechtweisung, jedes Richtigstellen ist ein Frontalangriff, der Stress auslöst. Wem es wirklich etwas bringt und wohin zuviel davon führt, kennen Sie und ich doch aus unserem eigenen Alltag.</p>
<p>Also, bewusst Fünfe gerade sein lassen. Wenn ein Mensch sich von allein nicht mehr aus dem Rollstuhl erheben kann, gefüttert, gewindelt und nachts umgelagert wird, wie und wann es den Pflegenden angemessen erscheint, wie viele Möglichkeiten hat dieser Demenzkranke noch, sich wertvoll und erfolgreich zu fühlen?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dementia-Poetry</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2012/05/05/dementia-poetry/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 08:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Evelyne Weissenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[dementia]]></category>
		<category><![CDATA[dementia-poetry]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[demenzgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[demenzliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[umnachtung]]></category>
		<category><![CDATA[vergesslichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Vorbereitung für eine Lesung in einem Pflegeheim musste ich die traurige Feststellung machen, dass es FÜR demenzkranke Menschen keine Texte gab. Man machte mir doch ernsthaft den Vorschlag, ich solle Kinderreime lesen! Nun kann ich zwar noch akzeptieren, dass Kinderreime eventuell nette Erinnerungen für die Kranken bringen, wenn man sie im Rahmen einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Vorbereitung für eine Lesung in einem Pflegeheim musste ich die traurige Feststellung machen, dass es FÜR demenzkranke Menschen keine Texte gab.<br />
Man machte mir doch ernsthaft den Vorschlag, ich solle Kinderreime lesen!</p>
<p>Nun kann ich zwar noch akzeptieren, dass Kinderreime eventuell nette Erinnerungen für die Kranken bringen, wenn man sie im Rahmen einer Therapie anwendet.<br />
Wenn Therapeuten Kinderlieder und Kinderreime zur Beschäftigung oder Erinnerung heranziehen.</p>
<p>Aber ich bin keine Therapeutin. Ich bin Autorin.<br />
Und niemals würde ich einem Hörerkreis mit einer solchen Nichtakzeptanz entgegentreten.<span id="more-3486"></span></p>
<p>Ich wehre mich absolut dagegen, dass man alte Menschen wieder zu Kindern macht. Alte Menschen habe das Recht darauf, als erwachsene Menschen angesehen zu werden.<br />
Die Würde liegt im Auge des Betrachters.<br />
Die Würde eines alten Menschen ist dort anzusetzen, dass er jahrzehntelang sein Dasein bewältigt und seine Jahre abgelebt hat. Es ist unwürdig, ihm diese Jahre nicht zuzugestehen, ihn dadurch zu regredieren.<br />
Niemand käme auf die Idee, ein Unfallopfer, das gewickelt werden muss, als Kind einzustufen!</p>
<p>Der Unterschied ist wesentlich.<br />
Ein Kind, das an der Schwelle zum Bewusstsein steht, und mit Begriffen ebenfalls nicht erreichbar ist, kann und muss lernen.<br />
Ein Mensch, der an Demenz leidet, kann nicht mehr lernen. Er muss mit dem Vorlieb nehmen, das er in sich und in seiner Umwelt findet.</p>
<p>Es erscheint logisch, dass dies bedeutet, dass das Umfeld auf diese Tatsache reagiert und versucht, sich dem Kranken auf seiner Ebene anzunähern. Leider ist das in der Mehrzahl der Fälle nicht Praxis.</p>
<p>Und die Tatsache, dass sich Autoren nicht der Aufgabe stellen, diese Menschen zu erreichen, ist ein schweres Indiz für die gängige Richtung im Umgang mit dieser Krankheit.<br />
Es werden die Angehörigen in den Vordergrund gestellt.<br />
Es werden Ratgeber und Erfahrungsberichte geschrieben.<br />
Selbstverständlich ist das eine löbliche Sache. Kann man Anderen damit ja wohl Hilfestellung geben.<br />
Und es ist eine sehr schwere Aufgabe, einen Demenzkranken zu begleiten und zu betreuen!</p>
<p>Aber es zeigt auch, wie wenig die Gesellschaft für die Krankheit dieser Menschen und ihre Bedürfnisse sensibilisiert ist. Dass sich diese Kranken an dem Ende eines Astes befinden, wo sich das Bemühen um sie nur über den Umweg der &#8220;an ihnen&#8221; Leidenden lohnt.<br />
Und es zeigt natürlich, dass die Konsumgesellschaft hier ebenfalls ein wichtiges Wort mitredet.<br />
Auch hier kann man ja nur dem Angehörigen etwas verkaufen. Der Demenzkranke an sich ist für die Wirtschaft verloren. Und es hat mich so tief berührt, erkennen zu müssen, dass sich offensichtlich auch die Autoren nur lukrativeren Aufgaben stellen.</p>
<p>Ich habe ein Dementia-Poetry-Projekt ins Leben gerufen und musste weiters feststellen, dass ich zwar viel &#8220;Lob&#8221; dafür bekommen habe, aber unter den vielen KollegInnen, mit denen ich zu tun habe, nicht einer dabei war, der sich daran beteiligt hat.</p>
<p>Ich habe es allein durchgezogen. Und darüber möchte ich gerne in diesem Blog berichten.</p>
<p>Und später möchte ich so etwas wie eine kleine kulturelle Rubrik hier einrichten. Wo es Gedichte und Geschichten geben soll, Hörtexte und vielleicht auch das eine oder andere Slideshow-Video. Vorschläge, wie man einem Betroffenen eventuell etwas vortragen kann.</p>
<p>Aber vorher werde ich noch einige Artikel verfassen, über meine ideelle Herkunft, die eine natürlich Validation ermöglichte und auch über die Projektbeschreibung.</p>
<p>Ich freue mich, hier zu sein! Danke für die Aufmerksamkeit!</p>
<p><em>Evelyne Weissenbach</em></p>
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		<title>Was mich die Pflege meiner Mutter fürs Leben lehrte: Das Herz zu öffnen!</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 17:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanni Alberts</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich Ihnen bereits von meinen Fortschritten in Sachen Toleranz, Geduld und das Leben im Hier und Jetzt berichtet habe, ist heute Zeit für die Liebe! Meine Mutter und ich hatten schon immer einen „guten Draht“, eine enge gefühlsmäßige Bindung. Mit ihrer Demenzerkrankung war es dann damit vorbei, keine vertraulichen Gespräche mehr und keine entspannte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p>Nachdem ich Ihnen bereits von meinen Fortschritten in Sachen Toleranz, Geduld und das Leben im Hier und Jetzt berichtet habe, ist heute Zeit für die Liebe!</p>
<p>Meine Mutter und ich hatten schon immer einen „guten Draht“, eine enge gefühlsmäßige Bindung. Mit ihrer Demenzerkrankung war es dann damit vorbei, keine vertraulichen Gespräche mehr und keine entspannte fröhliche Atmosphäre erfüllte mehr den Raum. Nein, ich stand nun irgendwie allein da mit einem gigantischen Berg an Problemen und meine Mutter weilte in einer entfernten Galaxie.</p>
<p>Durch ihre Demenz reagierte meine Mutter viel stärker auf Emotionen als auf Informationen, da ihr Verstand diese nur schwer verarbeiten konnte. Wenn ich mich ihr auf der Gefühlsebene näherte, konnte ich manchmal wieder ein bisschen dieser Nähe und Vertrautheit spüren, die uns einst verband.<span id="more-3482"></span></p>
<p>Es waren nur kurze Momente, die ich früher in meinem rasanten Alltag überhaupt nicht wahrgenommen hätte. Durch die Pflege öffneten sich für mich neue Türen zur Wahrnehmung der Liebe. Eine Pforte zu meinem Herz ging während eines Besuches bei ihr im Pflegeheim auf.</p>
<p>Wir saßen auf einer alten Couch mitten im Flur der Abteilung, und ich beschäftigte mich mit der Maniküre ihrer Fingernägel, als meine Mutter plötzlich meine Hand zu sich rüber zog. Sie drehte sich zu mir, lächelte und schaute mich liebevoll an. Ihr intensiver Blick erreichte direkt meine Seele und ich spürte ihre ganze Liebe. So saßen wir einige Zeit Händchen haltend zusammen und keiner sprach ein Wort. Die Welt und alles um uns herum, das geschäftige Treiben auf der Station und der harte Alltag, waren vergessen. Es zählte nur dieser einzige Moment, ein Augenblick der Harmonie und Liebe.</p>
<p>Für Außenstehende waren es keine großartigen Ereignisse, zwei Menschen sitzen nebeneinander und halten Händchen. Doch ich hatte das Gefühl, unsere Seelen berührten sich und ein Hauch von Frieden erfüllte uns.</p>
<p>Mein Feingefühl entwickelte sich immer weiter. Eine demenzkranke „Kollegin“ von Mutti erlebte ich nur stumm und regungslos in ihrem Rollstuhl, jedenfalls bis auf ihre Raucherpause. Dann fuhr sie zu einem geöffneten Fenster und gönnte sich eine Zigarette. Eines Tages gesellte ich mich, als passionierte Nichtraucherin, zu ihrem einzigen Vergnügen. Eine Zigarettenlänge erzählte ich ihr von den Neuigkeiten des Tages und sie nahm keine Notiz von mir. Trotzdem spürte ich, dass ihr die Gesellschaft gut tat und schenkte ihr bei jedem Besuch ein bisschen Aufmerksamkeit. Nach einer Weile schaute sie mich tatsächlich an und hob ihre Mundwinkel kaum sichtbar nach oben.</p>
<p>Auf diese Weise erlebe ich seitdem die Schönheit der kleinen Dinge, das bewusste Wahrnehmen von Momenten zwischenmenschlicher Nähe. Diese Erfahrungen gaben mir zum damaligen Zeitpunkt die Kraft für den nächsten Tag und die Gewissheit, dass eine seelische Verbindung jenseits der Realität existiert.</p>
<p>Auch heute, einige Jahre nach dem Tod meiner Mutter, nehme ich mir Zeit für die kleinen schönen Dinge im Leben und genieße sie. So erlebe ich zahlreiche Glücksmomente, die meinem Alltag mehr Freude verleihen.</p>
<p>Auf diese Weise kann sich das „Tütititi“ von einem kleinen Hausrotschwanz in unserem Apfelbaum zu einem beglückenden Konzert entwickeln.</p>
<p>Bis zum nächsten Mal,</p>
<p>Ihre Hanni Alberts</p>
<p>Wenn Sie mehr lesen wollen: www.HanniAlberts.de</p>
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		<title>Es kommt darauf an, dass die Chemie stimmt.</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 09:38:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Alzheimerblog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>

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		<description><![CDATA[Petra Holk ist seit 13 Jahren Mitarbeiterin der Alzheimer Gesellschaft Bochum. Sie hat große Erfahrungen in der Betreuung von Menschen mit Demenz in Betreuungsgruppen wie auch zu Hause. Frau Holk, wie verhalten Sie sich, wenn Sie jemand zum ersten Mal zu Hause besuchen? Der erste Besuch entscheidet meist den weiteren Verlauf. Ich schaue mir sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2012/05/Fotolia_30681999_XS_2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3375" title="Pension" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2012/05/Fotolia_30681999_XS_2.jpg" alt="" width="192" height="321" /></a>Petra Holk ist seit 13 Jahren Mitarbeiterin der Alzheimer Gesellschaft Bochum. Sie hat große Erfahrungen in der Betreuung von Menschen mit Demenz in Betreuungsgruppen wie auch zu Hause.</p>
<p><strong>Frau Holk, wie verhalten Sie sich, wenn Sie jemand zum ersten Mal zu Hause besuchen?</strong></p>
<p>Der erste Besuch entscheidet meist den weiteren Verlauf. Ich schaue mir sehr genau den Demenzkranken und eventuell dessen Angehörige an. Wenn der Erkrankte nervös, unsicher, verkrampft wirkt, bin ich sehr vorsichtig. Mit viel Geduld versuche ich den Kontakt über die Augen und wenige Worte herzustellen. Wenn Angehörige sagen „Nun rede doch mal…“, bitte ich um Zurückhaltung. Manchmal ist es gut, wenn Angehörige das Zimmer verlassen. Ich nehme Blickkontakt auf, lächle und erkläre, woher ich komme und warum ich da bin. Ich versuche beim ersten Kontakt herauszufinden, was wir gemeinsam tun können, mache vielleicht einen Vorschlag, z. B. spazieren gehen, singen, etwas im Haushalt erledigen, ein Gesellschaftsspiel spielen, Fotoalben ansehen. Dann ist es wichtig, die Augen, die Mimik und den ganzen Körper wahrzunehmen. Strahlen die Augen, kommt Bewegung in den Körper, oder zeigt das Gesicht Abwehr? Mir kommt es darauf an, dass die Chemie stimmt und nicht dass wir gleich loslegen.<span id="more-3348"></span></p>
<p><strong>Wie gehen Sie mit Ablehnung und drohender Aggression um?</strong><br />
Ich habe noch nie erlebt, dass meine Vorschläge nicht angenommen werden. Nicht ich, sondern der Demenzkranke ist der „Bestimmer“. Wenn keine Angehörigen da sind, ist es noch wichtiger, nicht so viel zu reden und abzuwarten, wie die Person reagiert. Besonders gut kann ich Schweigen aushalten, weil danach immer etwas passiert. Wenn mal jemand wütend oder ärgerlich wird, gilt es abzuwarten, eventuell kurz den Raum zu verlassen, durchzuatmen und mit einem Lächeln zurückkommen. Ich bleibe auf Augenhöhe, halte Blickkontakt und versuche, den Grund für den Wutausbruch herauszufinden. Ich nehme nichts persönlich. Rausgeschmissen hat mich noch niemand.</p>
<p><strong>Wie kommen Sie mit Traurigkeit und Kummer zurecht?</strong><br />
Ein Beispiel aus der Weihnachtszeit. Frau. J., 73 Jahre, alleinlebend, weinte häufig angesichts der bevorstehenden Feiertage. Ich habe ihre Hand gehalten und fand heraus, dass sie ihren Mann vermisste, mit dem sie immer schöne Weihnachtsfeiertage erlebt hatte. Ich brauche in diesen Situationen keinen Ball, sondern Taschentücher. Mit der Erinnerung an die vergangenen guten Zeiten ist es leichter, gemeinsam etwas zu tun.</p>
<p><strong>Welche Aktivierungen und Beschäftigungen halten Sie für besonders gut geeignet?</strong><br />
Ich versuche immer, an Lebenserfahrungen anzuknüpfen. Ein alter Herr, der Konditor von Beruf war, schält gerne und gut Äpfel und bereitet gemeinsam mit mir den Teig zu. Wir füllen die Backform und beobachten den Backofen. Anschließend laden wir seine Frau zum Kaffeetrinken ein, und er deckt den Tisch. Abwaschen, abtrocknen, wegräumen gehört dann selbstverständlich dazu. Gelegentlich höre ich: „Ich kann das nicht.“ Aber mit behutsamer Anleitung und aufmunternden Worten geht es dann doch.</p>
<p><strong>Wie ist es mit Bewegung und Musik?</strong><br />
Bewegung ist sehr wichtig, weil viele alte Menschen sehr viel sitzen. Ich bevorzuge Papierbälle und Luftballons. Aufblasen, falls möglich, mit der Hand schlagen, werfen, über den Tisch rollen. Als Schläger, sozusagen als Verlängerung des Arms, benutzen wir Fliegenklatschen, Pappteller oder Papierrollen. Oft singen wir. Ich gebe erst einmal den Takt, den Rhythmus vor. Ein Liederbuch habe ich immer in der Tasche. Singen lässt sich stets mit Bewegungen verbinden, das macht Freude und endet meist in großem Gelächter. Auch Gedichte aufsagen und Sprichwörter vervollständigen ist beliebt. Manchmal gebe ich nur ein Wort vor, z. B. „Liebe“ und warte, was kommt. Schnell fällt den Menschen ein „Alte Liebe rostet nicht“ oder „Liebe macht blind“. Auch das führt zur Heiterkeit.</p>
<p><strong>Viele alte Menschen sehen und hören schlecht. Wie schaffen Sie es, deren Sinne anzusprechen?</strong><br />
Wichtig ist, sich gegenüber zu sitzen, Augenkontakt herzustellen und deutlich zu sprechen. Vieles geht über den Geruch und das Fühlen. Gerne benutzen wir Fühlsäckchen mit trockenen Bohnen, Schokoladentäfelchen, die hinter- her gegessen werden, Gummibärchen, Lavendel oder ein Taschentuch mit 4711 für die Damen und Tabac Duft für die Herren</p>
<p><strong>Liebe Frau Holk, Sie haben viele wertvolle Tipps und Erfahrungen. Haben Sie diese auch aufgeschrieben?</strong><br />
Ich habe eine kleine Broschüre verfasst, mit der ich meine Erfahrungen weitergeben möchte.</p>
<p>Die Fragen stellte Christel Schulz, Alzheimer Gesellschaft Bochum e. V.</p>
<p>Broschüre:</p>
<p>Petra Holk: Eine kleine Auswahl von Bewegungsübungen und Beschäftigung 2011, 33 Seiten, 5,00 € incl.<br />
Versand Bestellung: Alzheimer Gesellschaft Bochum Universitätsstr. 77, 44789 Bochum Tel. 0234 / 33 77 72<br />
info@alzheimer-bochum.de</p>
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