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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Alzheimer</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Alzheimer ist nicht unsichtbar</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 14:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wasgibtsdoc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte von Fachleuten]]></category>
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		<description><![CDATA[So mancher glaubt nur „was er sieht“. Wie soll man jemandem begreiflich machen, was man nicht sehen kann? Die Alzheimer-Erkrankung, als eine Art der Demenz, ist eine Hirnleistungsstörung unterschiedlicher Ausprägung. Alzheimer ist ein Tabu. Man schämt sich, „so jemanden“ in der Familie zu haben. Vor Alzheimer hat man Angst. Ist Alzheimer ansteckend? Viele Vorurteile, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So mancher glaubt nur „was er sieht“.<br />
Wie soll man jemandem begreiflich machen, was man nicht sehen kann?</p>
<p>Die Alzheimer-Erkrankung, als eine Art der Demenz, ist eine Hirnleistungsstörung unterschiedlicher Ausprägung.<br />
Alzheimer ist ein Tabu. Man schämt sich, „so jemanden“ in der Familie zu haben.<br />
Vor Alzheimer hat man Angst. Ist Alzheimer ansteckend?<br />
Viele Vorurteile, die einfach durch Unwissen begründet sind.</p>
<p>Sicher – es gibt viele Bücher, einige Filme, viele Vorträge zu diesem Thema.<br />
Aber – wie kann man sich diese Erkrankung vorstellen? Wie fühlt ein betroffener Mensch? Wie denkt er? Wie verändert er sich? Wie kann man Demenz sichtbar werden lassen?<span id="more-3156"></span></p>
<p>Glücklicherweise gibt es eine Bilderserie eines Künstlers, von Beruf Werbegrafiker, der, obwohl er an Alzheimer erkrankt war, stetig weiter malte &#8211; an seinem Lebensinhalt festhielt.</p>
<p>Carolus Horn. Der im Jahr 1992 an Alzheimer verstorbene Künstler „hangelte“ sich an seiner Kunst als „roter Faden“ durch sein, durch Alzheimer zu einer Nebellandschaft gewordenes Leben.</p>
<p>Alle Höhen und Tiefen werden von ihm dabei in seiner ausdrucksvollen Kunst lebendig.<br />
Anfänglich mit allen Einzelheiten dargestellte Personen und Gegenstände – Emotionen durch Federstriche – verplumpen allmählich. Die Farben werden dunkler und entsprechen der depressiven Phase.<br />
Allmählich verliert Carolus Horn die räumliche Vorstellung – die Perspektive wirkt verschoben.<br />
Er lebt zunehmend in seiner persönlichen Vergangenheit. Farben werden kräftiger.<br />
Die Bilder ähneln nun Ikonen, für die er sich während seiner Zeit in Russland in höchstem Masse interessierte.<br />
Seine Ängste, gar sein phobisches Erleben drückt er mit Phantasietieren und Doppelgesichtern aus. Er erlebt sich als eine „Doppelperson“ mit zwei, in einander übergehenden Gesichern.<br />
Letztendlich werden „aus Wolken Spiegeleier“. So sieht Carolus Horn eben die Welt in seinem Zustand.<br />
Er entwickelt sich zurück, durchlebt seine Vergangenheit und folgt schließlich Shakespeares „Hamlet“ indem aus „einem alten Mann wieder ein Kind wird“.<br />
Er malt einen Gartenzwerg nach dem anderen auf einem Blatt Papier. Dabei kopiert er immer nur die unmittelbar zurückliegende Kopie, so das am Ende nur noch ein Schatten des Originales zur Darstellung kommt. „Wenn er sich jeden Tag neu erinnern muss – was bleibt dann übrig?“ So könnte man das Bild deuten. Ein Schatten seiner selbst.</p>
<p>Zuletzt wildes „Bleistiftgekrickel“. Was für ein Weg. Vom genialen Grafiker zum Krickler.</p>
<p>Und doch. Carolus Horn beweist es – Ein dementer Mensch denkt anders. Seine Gefühle sind topfit.<br />
Er kämpft – Er nutzt seine Kunst als Waffe gegen die Krankheit. Er hält etwas in sich aufrecht.</p>
<p>Eine erstaunliche Sammlung – einzigartig auf der ganzen Welt – lässt den Verfall durch die Demenz sichtbar werden. Lässt andere begreifen.<br />
Der „Feind“ bekommt ein Gesicht. Man kann ihn sehen. Und was man sehen kann macht weniger Angst.</p>
<p>Nein – Alzheimer ist nicht ansteckend. Wir brauchen keine neuen „Leprakolonien“.<br />
Ansteckend sollte das Verständnis für diese Erkrankung werden.</p>
<p>Was der demente Mensch an Menschlichkeit verliert, das müssen WIR für ihn hinzugewinnen. Nur so kann der demente Mensch in Würde weiterleben.</p>
<p>Am 3. Februar 2012 eröffneten wir in unserer Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation „St. Marienhospital Orsoy“ die Bilderausstellung „Wie aus Wolken Spiegeleier wurden“ mit Werken des Werbegrafikers Carolus Horn.<br />
Dieser war selbst an Alzheimer erkrankt und hinterließ zahlreiche Werke, die er während sämtlicher Stadien der Erkrankung schuf.<br />
In den Bildern werden seine Defizite, seine Persönlichkeit, seine Ängste, seine Gefühle und auch sein jeweils aktuelles Zeitempfinden deutlich. Sie helfen uns, die Qualen der Demenz zu erkennen und tragen dazu bei, betroffene Menschen zu verstehen.<br />
„Ich bin glücklich über diese Ausstellung. Es beweist mir, dass ich nicht allein gelassen werde“ (Eine Besucherin der Ausstellung und langjährige Pflegerin demenzkranker Menschen).</p>
<p>Einleitend erfolgte eine kurze erklärende Präsentation der Bilder. Es wurde verdeutlicht, dass Alzheimer auf verschiedenen Ebenen zu erleben ist. Um Demenz für jedermann „begreifbar“ zu machen, bietet sich in der Betrachtung dieser Bilder die emotionale Ebene an.<br />
Die Gäste ließen sich auf der „musikalischen Fähre“ des Musikvideos „Dawn &#8211; Dämmerung“ ( © P. Plettenberg 2008) zu dieser Ebene übersetzen.</p>
<p>zu sehen und hören auf „Youtube“</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/ojgOiRr9hxQ?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>© Februar 2012, Peter Plettenberg</p>
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		<title>Gedanken verloren!</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2010/08/23/gedanken-verloren/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 13:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marita Gerwin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte von Fachleuten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Demographischer Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Patenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Was ist nur los in Uromas Kopf? Marita Gerwin &#8220;Sagen Sie mal, junge Dame, wer sind Sie eigentlich? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor? Haben wir uns schon einmal gesehen?“ fragte Uroma Hedwig ihre Enkelin Laura. Zuerst stutzte Laura ein wenig irritiert. So eine Frage! Uroma Hedwig machte sicher einen Scherz mit ihr. Oder wusste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist nur los in Uromas Kopf? </strong></p>
<p>Marita  Gerwin</p>
<p>&#8220;Sagen Sie mal, junge Dame, wer sind Sie eigentlich? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor? Haben wir uns schon einmal gesehen?“ fragte Uroma Hedwig ihre Enkelin Laura. Zuerst stutzte Laura ein wenig irritiert. So eine Frage!</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/08/IMG_0095.jpg"><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="../wp-content/uploads/2010/08/IMG_0095-150x150.jpg" alt="Laura und ihre Uroma Hedwig sind Freunde fürs Leben" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Uroma Hedwig machte sicher einen Scherz mit ihr. Oder wusste sie es wirklich nicht? Laura zweifelte einen Moment lang. Doch dann lächelte sie ihre Uroma verschmitzt an, blinzelte ihr ein Auge zu, streichelte dabei zärtlich ihre Hand und hüfte auf ihren Schoß, so wie sie es immer getan hat.</p>
<p>„Ich bin Deine kleine Laura und Du bist meine Lieblings-Uroma Hedwig!“   „Das ist ja schön!“ strahlte die 86-jährige Dame erleichtert. Laura hatte das Gefühl, als wenn Uroma Hedwig ein Stein vom Herzen gefallen wäre.</p>
<p>Laura ist gerade 6 Jahre alt geworden. Sie weiß inzwischen, was in Uromas Kopf los ist. Die Mama  hat ihr erzählt, dass Uroma Hedwig´s Gehirn nicht mehr so gut funktioniert. Erst war die Uroma nur ein bisschen vergesslich. Dann hat sie Laura dreimal am Vormittag das Gleiche erzählt und gefragt „Sag mal, hab ich das sonst auch immer so gemacht?“ Manchmal flüsterte sie Ida heimlich zu: „Weißt Du noch, wie ich heiße?“<span id="more-1457"></span></p>
<p><strong>Was war nur los in Uromas Kopf? </strong></p>
<p>&#8220;Ist es nebelig in ihrem Kopf?“, fragt Laura interessiert nach. Ihre Mama lächelt „Ja, so kann man es vielleicht erklären. Doch es gibt immer wieder kurze Momente,  da ist alles klar in ihrem Kopf. Es gibt tief im Gehirn ein Zentrum, in dem ihre Gefühle und Erinnerungen schlummern und darauf warten, von uns geweckt zu werden. Besondere Erlebnisse ihres Lebens, schöne und auch weniger schöne, hat sie dort abgespeichert.  Manche gehen leider für immer verloren, doch ihr Herz wird nicht dement, da bin ich mir ganz sicher“ erklärt ihr die Mama.</p>
<p>„Das Herz wird nicht dement? Was bedeutet denn das Wort dement?“ will Laura wissen. „Kann sich Uroma Hedwig, deshalb auch nichts Neues mehr merken? Hat sie ihre Gedanken verloren? Wann wird sie denn wieder gesund?“</p>
<p>Fragen über Fragen, die Laura auch mit in ihre KITA Kleine Strolche in Arnsberg nimmt. Die Städt. Kindertageseinrichtung in der Bildungsstadt Arnsberg ist sensibilisiert und greift dieses, für ihre  Kinder so wichtige Thema auf.</p>
<p>Viele der KITA-Kinder haben gar keine Uroma mehr.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/08/DSCF5066.jpg"><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="../wp-content/uploads/2010/08/DSCF5066-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Neugierig und gespannt schauen sie sich zusammen mit ihren Erzieherinnen Margit Albers und Anja Liebig das zauberhafte Bilderbuch „Opa. ist&#8230;.Opa“ von der Kinderbuchautorin Lilli Messina an.  Diese einfühlsame und anrührende Geschichte von Pepe und seinem Opa erklärt Ihnen die wundersame Vergesskrankheit.</p>
<p>Sie sitzen im Kreis und werfen sich kreuz und quer eine Wollknäuel zu. Ganz allmählich entsteht ein Netz mit vielen Verbindungen und Maschen. Genauso ist es im Gehirn eines Menschen. Immer engmaschiger, immer verzweigter wird das Netz aus Wolle, bis alle Kinderhände voll zu tun haben. Anja Liebig, lässt kleine Zettel in das Fadengewirr regnen, das wie ein kunterbuntes Netzwerk aussieht. Einige  Zettel, die Uroma Hedwig´s Erinnerungen darstellen sollen, bleiben auf dem Woll-Netz liegen. Anderen fallen durch die Maschen hindurch. Unwiederbringlich purzeln sie auf den Boden,  schweben dahin und dorthin. So wie die Erinnerungen von Uroma Hedwig.</p>
<p>Jetzt verstehen die 5 und 6 Jährigen, was im Gehirn passiert, wenn die Vergesskrankheit eingesetzt. Dass sich die Krankheit nicht bessern wird, begreifen sie mit all ihren Sinnen.  Aber auch, dass Uroma Hedwig Hilfe braucht. Jemand der sie versteht, dem sie sich anvertrauen kann, der sie liebt, auch wenn sie vergesslich ist.  „Die großen Leute nennen das „Demenz“ oder „Alzheimer“, erklärt ihnen Margit Albers, die Leiterin der KITA. „Von Außen sieht Deine Uroma aber ganz normal aus“, stellt Emma fest. „Das liegt daran, dass man die Vergesskrankheit nicht sehen kann, so wie ein Gipsbein bei einem gebrochen Fuß“, weiß Patrick, der pfiffige Blondschopf in der KITA-Gruppe. „Oder wie ein Kopfverband beim Loch im Kopf.   Oder wie ein knallroter Kopf, wenn man Fieber hat!“ sprudelt  es aus der munteren Kinderschar heraus.</p>
<p>Sie alle hören gebannt und wissbegierig zu, als Anja Liebig ihnen erklärt, dass Menschen, die demenzkrank sind, vielleicht an manchen Tagen vergessen, wann es Morgen, Mittag oder Abend ist. Dass sie vielleicht gar kein Hunger und Durst mehr spüren. An anderen Tagen denken sie vielleicht Mittags daran, dass sie ein leckeres Essen kochen möchten, wissen aber nicht mehr, dass Salz ins Wasser gehört, um die Kartoffeln zu kochen. Oder sie verlaufen sich, weil sie nicht mehr wissen, wo sie wohnen.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/08/IMG_0025.jpg"><img src="../wp-content/uploads/2010/08/IMG_0025-150x150.jpg" alt="Annäherung" width="150" height="150" /></a><br />
„So war es auch bei meiner Uroma Hedwig, die hat sich im Eichholz verirrt, als sie allein spazieren gegangen ist. Sie hatte einen Koffer dabei und wollte zu ihrer Mama verreisen!“, erinnert sich Laura. „Oh, Hilfe&#8230;. lebt die Mama von der Uroma denn noch? Die muss ja dann 1000 Jahre alt sein! Wie habt ihr sie denn wieder gefunden? Hatte sie ein Handy dabei, dass sie Euch anrufen konnte?“, fiebern alle Kleinen Strolche besorgt mit. Laura denkt mit Gänsehaut an diesen Schrecken  zurück. „Alle Nachbarn und Freunde haben geholfen Uroma Hedwig zu suchen. Kurz bevor es dunkel wurde, haben wir sie endlich am Segelflugplatz im Alten Feld gefunden. Sie hatte so eine Angst! Und ich auch!“ erinnert sich Laura. Anja Liebig streichelt ihr tröstend über den Kopf und greift die Situation auf. „Ja, Menschen mit der Vergesskrankheit brauchen andere Menschen, die an das denken, was sie selbst vergessen. Die für sie da sind, so wie Eure Eltern, Geschwister, Freunde und die Erzieherinnen in der KITA für Euch da sind. Ihr Kinder braucht ja auch gelegentlich Hilfe, bis Ihr erwachsen seid. So ist das auch im Alter.“</p>
<p>Uroma Hedwig ist schon 86 Jahre alt. Die Goldene Hochzeit hat sie mit Uropa Hermann gefeiert, als Laura vier Jahr alt war. Da wohnte sie noch in ihrem eigenen Haus in der Ehmsenstraße, hoch oben am Berg mit einem großen Garten drumherum. Laura kann sich noch gut erinnern, wie sie dort zusammen mit ihren Freunden auf den Kirschbaum geklettert sind und im Baumhaus gespielt haben, das der Uropa  Hermann ihnen gebaut hatte. Wie lecker schmeckte der Kuchen, den Uroma Hedwig  jeden Samstag gebacken hat. „Deine Uroma wusste immer alles! Weißt Du noch, wie schnell sie die Punkte auf den sechs Würfeln zusammengerechnet hat, wenn wir geknobelt haben? Keiner konnte so schnell rechnen wie sie. Und beim Memory-Spiel  hat sie immer gewonnen, weil sie sich einfach jede Karte merken konnte. Und jetzt ist sie soooooo  vergesslich.“, bedauert Patrick seine Freundin Laura.<br />
„Uroma Hedwig hat erst immer Angst gehabt, dass ich merke, dass sie alles vergisst. Sie hat dann überall  in ihrem Haus „Denkzettel“ hingeklebt.</p>
<p>Seit einem Jahr kann Uroma Hedwig nicht mehr Zuhause wohnen. Sie ist in das Seniorenzentrum Haus Zum Guten Hirten der Diakonie Ruhr–Hellweg in den Ginsterweg gezogen. Gar nicht weit von der KITA Kleine Strolche entfernt.<a href="../wp-content/uploads/2010/08/IMG_0070.jpg"><img class="alignright" style="margin: 10px;" src="../wp-content/uploads/2010/08/IMG_0070-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Heute besucht Laura mit ihren kleinen Freunden aus der KITA die Uroma Hedwig und die anderen Senioren und Seniorinnen regelmäßig. Manchmal kommen die alten Menschen auch zu Besuch in die  KITA Kleine Strolche. „Sie staunen darüber, dass wir hier zusammen essen und Mittagsschlaf halten, wenn wir müde sind. Als sie klein waren, gab es noch keine Kindergärten“ weiß die 5-jährige Lydia.</p>
<p>Ein Stichwort genügt, und schon singt eine alte Dame wunderschöne Kinderlieder, die sie nicht vergessen hat:  „Kommt ein Vogel geflogen&#8230; Der Kuckuck und der Esel&#8230;.Alle Vögel sind schon da&#8230; Zum Geburtstag viel Glück&#8230;.“ Sie hat eine schöne Stimme und kennt alle Strophen auswendig. Die Kinder klatschen im Takt mit. Die alte Dame strahlt übers ganze Gesicht. Sie ist glücklich, dass sie den Kindern eine Freude mit ihren Liedern machen kann.</p>
<p>Schöne Momente, die das Herz berühren.  Einfach unvergesslich.</p>
<p>Sie bepflanzen gemeinsam eine Kräuterschnecke mit duftenden Pflanzen und blühenden Blumen. Spielen, singen, tanzen, turnen, kochen, backen, lachen, klatschen, musizieren, malen. Sie erzählen sich Geschichten vom Verreisen, schreiben sich Postkarten aus den Ferien. Richtig dicke Freunde sind sie inzwischen geworden.<br />
Lauras Uroma Hedwig sitzt gern am Gartenteich vor dem Haus Zum Guten Hirten im Schatten der Bäume und schaut den bunten Kois zu, wie sie ihre Runden schwimmen. Die Kleinen Strolche setzen Ihr einen großen Strohhut auf, damit sie vor der Sonne geschützt ist, reichen ihr ein Glas Saft und blasen bunte Seifenblasen in die Luft. Uroma Hedwig schaut gedankenverloren den dahinschwebenden Seifenblasen hinterher. Sie redet nicht viel. Sie lächelt nur. Sie fühlt sich gut, da ist sich Laura sicher.  Frau Helmert, die Leiterin des Seniorenzentrums, Frau Krüger und Schwester Monika kommen mit einer Überraschung aus der  Küche: Es gibt für alle, ob Groß oder Klein. ein leckeres, erfrischendes Eis.  „Hmm, lecker!“ strahlt Lydia, die bisher keinen Besuch im Seniorenzentrum verpasst hat. Als Uroma Hedwig den Eisbecher ein wenig gedankenverloren ansieht, greift Lydia kurzerhand,  ohne große Worte, zum Löffel, füttert sie mit einer Engelsgeduld, putzt ihr noch schnell mit der Servierte die Hände ab und rennt wie ein Wirbelwind winkend los, zu den andern Kindern, die sich langsam auf den Weg zur KITA  machen. Für heute sagen sie „Tschüss, bis bald. Wir kommen wieder, ganz bestimmt!“</p>
<p>Zurück bleibt ein gutes Gefühl bei Uroma Hedwig und den anderen Bewohnern des Hauses zum Guten Hirten. Und natürlich auch bei Laura und all ihren Freunden aus der KITA Kleine Strolche. Jedes Mal, wenn sie zurückkommen, steht ihr Mund nicht still. Es gibt viel zu erzählen &#8211; in der KITA Kleine Strolche und  Zuhause.</p>
<p>Laura und ihre Freunde werden nach den Sommerferien die KITA Kleine Strolche verlassen und in die unterschiedlichsten Grundschulen in Arnsberg wechseln. Sie alle nehmen schöne Erinnerungen und einen selbstgemalten Wunschzettel für die Zukunft mit in ihre Schultüte:</p>
<p>Ein rotes Herz als Zeugnis der Verbundenheit mit den alten Menschen.</p>
<p>Schön wäre es, wenn sie auch als Schulkinder die Freundschaft zu Lauras Uroma Hedwig und den vielen anderen Seniorinnen und Senioren in den unterschiedlichsten Senioreneinrichtungen in Arnsberg pflegen könnten. Es sind Erlebnisse und Erfahrungen, die ihr Leben prägen. Einfach unvergesslich!</p>
<p>Dies ist eine frei erfundene Geschichte über ein beispielhaftes Projekt zum Dialog der Generationen in Arnsberg, der sich so oder so ähnlich überall in der Welt abspielen könnte. Die Namen der Kinder und Senioren stimmen nicht mit den abgebildeten Menschen auf den Fotos überein.</p>
<p>Wir wünschen uns, dass diese Geschichte über  die  &#8220;KITA Kleine Strolche&#8221; viele Türen öffnet, Barrieren in den Köpfen abbaut und andere Menschen in der Region ermutigt, ähnliche Wege zu beschreiten, um Feundschaften zwischen den Generationen zu knüpfen.</p>
<p>Unterstützt durch die Robert Bosch Stiftung und die BürgerStiftungArnsberg</p>
<p>Kontakt:</p>
<p>Städt. Kindertagesstätte &#8220;Kleine Strolche&#8221;<br />
Margit Albers<br />
Auf der Alm 127<br />
59821 Arnsberg<br />
e-mail: kitakleinestrolche.arnsberg@arnsberg</p>
<p>Senioreneinrichtung der Diakonie Ruhr-Hellweg<br />
Haus Zum Guten Hirten<br />
Frau Helmert<br />
Ginsterweg 27<br />
59821 Arnsberg<br />
e-mail: hzgh@diakonie-ruhr-hellweg.de</p>
<p>Kooperationspartner:</p>
<p>Martin Polenz<br />
Diplom-Geograph<br />
Stadt Arnsberg</p>
<p>Projekt Demenz Arnsberg<br />
Zukunftsagentur / Fachstelle Zukunft Alter<br />
Lange Wende 16a<br />
59755 Arnsberg<br />
Tel.: 02932 201-2206<br />
Fax: 02932 529056<br />
e-mail: m.polenz@arnsberg.de</p>
<p>Marita Gerwin<br />
Dipl. Sozialpädagogin<br />
Stadt Arnsberg<br />
Zukunftsagentur / Fachstelle Zukunft Alter<br />
Lange Wende 16a<br />
59755 Arnsberg<br />
Tel:  02932  201-2207<br />
Fax: 02932 529056<br />
e-mail: m.gerwin@arnsberg.de</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/08/Opa-Mama-und-ich.jpg"><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="../wp-content/uploads/2010/08/Opa-Mama-und-ich-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Quelle: Bilderbuch von  Lilli Messina: &#8220;Opa ist&#8230; Opa&#8221;, Kinderbuchverlag Wolff, 2005. –<br />
ISBN: 3-9387-6605-0</p>
<p>Eine Hörprobe zum Bilderbuch &#8220;Opa ist &#8230; OPA&#8221; aus der Sendung Kinderzeit &#8211; im Radio Bremen finden Sie unter folgendem <a href="http://www.radiobremen.de/wissen/kinder/buchtipps/opaistopa102_version-print.ht" target="_blank">Link</a>.</p>
<p>Kontakt zur Bilderbuchautorin Lilli Messina im Internet unter:</p>
<p>http://lillimessina.com/</p>
<p>www.spur-imnetz.de</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam gegen das Vergessen!</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2010/08/19/gemeinsam-gegen-das-vergessen/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 08:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marita Gerwin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftliches Engagement]]></category>
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		<category><![CDATA[Senioren]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Projekt führt Demenzkranke ins gesellschaftliche Leben zurück! Tierisch gut! Zwergkaninchen öffnen Herz und Mund! Acht drei Wochen alte Kaninchen und drei ausgewachsene Kerle mit Schlappohren warten geduldig auf ihren großen Auftritt im Ev. Altenheim &#8220;Zum guten Hirten&#8221; in Arnsberg. Die Kinder der benachbarten Städt. KITA &#8220;Kleine Strolche&#8221; und Barbara Frigger, eine engagierte junge Frau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Projekt führt Demenzkranke ins gesellschaftliche Leben zurück!</strong></p>
<p><strong>Tierisch gut! </strong><strong>Zwergkaninchen öffnen Herz und Mund!</strong><a title="Tiere öffnen Herz und Mund" href="../wp-content/uploads/2010/08/Ausschnitt_1_klein21.jpg"><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="../wp-content/uploads/2010/08/Ausschnitt_1_klein21.jpg" alt="Tiere öffnen Herz und Mund" width="143" height="119" /></a></p>
<p>Acht drei Wochen alte Kaninchen und drei ausgewachsene Kerle mit Schlappohren warten geduldig auf ihren großen Auftritt im Ev. Altenheim &#8220;Zum guten Hirten&#8221; in Arnsberg. Die Kinder der benachbarten Städt. KITA &#8220;Kleine Strolche&#8221; und Barbara Frigger, eine engagierte junge Frau aus der Königstraße in Arnsberg mit ihren Zwergkaninchen besuchen regelmäßig die alten Menschen. Wie ein Wirbelwind sausen die Kinder mit den Kaninchen durch die Flure und bringen pure Lebensfreude ins Haus. Sie sind inzwischen richtig gute Freunde geworden. 80 / 85 / 90 Jahre trennen sie beinahe. Aber was soll´s!  Beide Generationen strahlen um die Wette und freuen sich auf ihren tierischen Besuch. Begeisterung auf beiden Seiten. Leuchtende Augen und sprudelnder Kindermund. Gänsehaut macht sich breit.</p>
<p><span id="more-1482"></span></p>
<div id="attachment_1488" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a title="Zwei die sich gut verstehen" href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_1190_klein2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1488 " style="margin: 10px;" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2010/08/DSC_1190_klein2-150x118.jpg" alt="Zwei, die sich gut verstehen!" width="150" height="118" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei, die sich gut verstehen</p></div>
<p>Jeder der kleinen Strolche schnappt sich einen Hoppel und legt ihn behutsam auf den Schoß der alten Menschen, auf den Bauch, auf den Tisch, in die Hand. Von Berührungsängsten keine Spur.  Unbeschreiblich rührende Szenen spielen sich ab. Kleine und faltige Hände greifen gleichzeitig zärtlich zu den &#8220;Gästen&#8221; auf vier Pfoten. Streicheln, schmusen, kuscheln.</p>
<p>Gefühle, die das Herz berühren. Gefühle und Erinnerungen werden plötzlich wach. Worte entstehen bei Menschen, die ansonsten schweigen. Strahlende Augen, lachen, entspannte Gesichter, innere Zufriedenheit bei den Älterern. Herzklopfen und Glücksgefühle  für einen Augenblick der totalen Zufriedenheit!</p>
<p>Wer fragt bei so einem tollen Erlebnis schon nach dem Alter?<strong> </strong></p>
<p><strong>Gemeinsam gegen das Vergessen! Es klingt so selbstverständlich. Ist es aber nicht!</strong></p>
<p>Wenn Sie Interesse haben, mehr zu dieser wunderbaren Patenschaft zwischen der Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ und dem Seniorenwohnheim „Haus zum Guten Hirten“ in der Stadt Arnsberg zu erfahren, dann lade ich Sie herzlich ein, meine  Reportage: <strong>&#8221; Kinderlärm ist Zukunftsmusik &#8211; auch im Altenheim&#8221;</strong> zu lesen. Den Text  können Sie unter folgendem Link von der Internetseite: www.projekt-demenz-arnsberg.de   <a href="http://www.projekt-demenz-arnsberg.de/cms/upload/content/Besuch_KITA_Zum_Guten_Hirten.pdf" target="_blank">hier</a> herunterladen.</p>
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		<title>Selbsthilfe &#8211; einmal anders</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 08:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pit Elan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[pflegende Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[Sebsthilfe]]></category>
		<category><![CDATA[virtuelle Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 10 Jahren begleite ich meine Frau durch diese Krankheit. Sie war noch nicht einmal 50, als die Diagnose Alzheimer feststand. Wir haben einen langen Weg zurückgelegt. Wie oft habe ich mir gewünscht, mehr zu wissen, mehr zu verstehen, mehr mitzuteilen. Immer weniger Freunde, die Kraft oder Lust hatten zuzuhören. Immer weniger Mut und Lust, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="simple;">Seit 10 Jahren begleite ich meine Frau durch diese Krankheit.<br />
Sie war noch nicht einmal 50, als die Diagnose Alzheimer feststand.<br />
Wir haben einen langen Weg zurückgelegt.<br />
Wie oft habe ich mir gewünscht, mehr zu wissen, mehr zu verstehen, mehr mitzuteilen. Immer weniger Freunde, die Kraft oder Lust hatten zuzuhören. Immer weniger Mut und Lust, immer wieder dasselbe Thema nicht Betroffenen darzulegen. Diejenigen, die mir zuhören, sind meist weit weg.<br />
Und es ist nun mal <strong>das Thema</strong>.</p>
<p>Durch eine Anregung meines Sohnes wurde ich kürzlich auf virtuelle Welten als realitätsnahe Begegnungsstätten im Internet aufmerksam. Ich lud mir ein Stück Software auf den Rechner und entschied mich für einen Avatar. Schon stolperte mein Alter Ego in die neue Umgebung.
</p>
<p class="MsoNormal" style="simple;">
<p><span id="more-1319"></span>Dort gibt es alles, was Menschen sich ausdenken können.</p>
<p>Und jeder hat seinen Verstand und die Entscheidungsfreiheit aus der realen Welt, den eigenen Weg zu gehen, sich an den Orten aufzuhalten, die gefallen, und mit den Menschen zu umgeben, denen man begegnen will.</p>
<p>Zu meiner Überraschung fand ich dort sehr schnell:<br />
- unerwartete Ablenkung und Anregungen,<br />
- geistige Anstrengung bei der Auseinandersetzung mit Neuem,<br />
- gute Gespräche.</p>
<p>Ich gestaltete mir ein angenehmes Ambiente und mein Avatar trifft dort täglich meine Kinder und Freunde, die rund um den Globus verteilt sind. Wir unterhalten uns, besser als am Telefon, zu zweit oder zu mehreren. Da gibt es Alltagsgeplauder und auch sehr ernste und persönliche Gespräche.</p>
<p>Und meine Frau liegt nur ein paar Meter entfernt, ich kann jederzeit sofort meiner Verantwortung gerecht werden.<br />
Eine wirklich großartige Erfahrung, die ich mit anderen teilen möchte.</p>
<p>Besuchen Sie mich an diesem virtuellen Ort. Finden wir gemeinsam heraus, ob wir auf dieser Plattform eine Gruppe bilden können, die groß genug wird, dass jeder jederzeit ohne Reisezeit und zusätzliche Aufwendungen Gesprächspartner für unser gemeinsames Thema, aber auch andere findet.</p>
<p>Mehr auf <a href="http://www.pit-elan.de" target="_blank">www.pit-elan.de</a>.<br />
Ich freue mich auf Ihren Besuch.</p>
<p>Ihr Pit Elan</p>
<p class="MsoNormal" style="simple;"><span style="14.0pt;"> </span></p>
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