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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Biografie</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Buchtipp: Vatertage – Begegnung mit einer deutschen Geschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 16:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanna S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch- & Filmtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegskinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Katja Thimm ist Journalistin, aufgewachsen in Bonn, als es noch Hauptstadt der Bundesrepublik war. Ihren Vater, Beamter im Bundesgesundheitsministerium, hat sie als einen Mann kennengelernt, der ihr oft unverständlich war: Karg und großzügig, strikt und liebevoll, stur und zuverlässig und manchmal anstrengend. Über sein Leben weiß sie wenig, bis sich im Alter die Zeichen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2011/09/Buchhinweis_Vatertage_Cover.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2643" title="Vatertage_Cover" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2011/09/Buchhinweis_Vatertage_Cover-183x300.jpg" alt="" width="183" height="300" /></a>Katja Thimm ist Journalistin, aufgewachsen in Bonn, als es noch Hauptstadt der Bundesrepublik war. Ihren Vater, Beamter im Bundesgesundheitsministerium, hat sie als einen Mann kennengelernt, der ihr oft unverständlich war: Karg und großzügig, strikt und liebevoll, stur und zuverlässig und manchmal anstrengend. Über sein Leben weiß sie wenig, bis sich im Alter die Zeichen der Demenz häufen und Katja Thimm sich mit ihm auf Spurensuche nach Masuren in die Heimat seiner Kindheit begibt. Dort und in langen Gesprächen, die sich über viele Monate hinziehen, erfährt sie von seiner Flucht als 13-Jähriger zusammen mit der kleinen Schwester, sieben Wochen im Flüchtlingstreck ohne Eltern, bis nach Brandenburg. Sie hört zu, als er über das Wegräumen der Trümmer und Leichen nach Kriegsende unter Aufsicht der russischen Besatzer erzählt und über die Jahre in Gefängnissen der DDR. So kann sie auch die Ängste verstehen, die ihren Vater heimsuchen, als er immer mehr in die Demenz abgleitet und die Ängste der Jugend und Kindheit erneut durchlebt.<span id="more-2641"></span></p>
<p>Es ist die Generation der Kriegskinder, die heute alt wird. Eine Generation, deren Schicksal lange verdrängt wurde, weil das Leid auf deutscher Seite angesichts der großen Schuld der vorangegangenen Generationen nicht thematisiert werden konnte. In vielen Familien herrscht bis heute Sprachlosigkeit, wenn es um dieses Thema geht, und die Kinder dieser Kriegskinder leiden oft  an einem Mangel an Nähe zu den Eltern. Dieses Buch hilft beim gegenseitigen Verständnis, es macht ein Stück deutscher Geschichte greifbar, und es zeigt, dass auch mit dem Eintreten einer Demenz noch die Chance einer neuen Verständigung miteinander besteht.</p>
<p>Katja Thimm: Vatertage: Eine deutsche Geschichte. Fischer Verlag, Frankfurt 2011</p>
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		<title>Erinnerungs- und Spielkarten ganz nach Bedarf gestaltet</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/09/04/erinnerungs-und-spielkarten-ganz-nach-bedarf-gestaltet/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 11:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanna S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Memory]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz individuell und aufwendig gestaltete Bild-Karten habe ich unter www.erinnerungsspiel.de gefunden. Es sind Karten, die man z.B. zum Memory spielen oder einfach für die Aktivierung und Beschäftigung mit bestimmten Themen oder auch für die Biografie-Arbeit verwenden kann. Es gibt verschiedenste Motive zum Auswählen, man kann aber auch eigene Motive &#8211; z.B. alte Fotos &#8211; einschicken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz individuell und aufwendig gestaltete Bild-Karten habe ich unter <a href="http://www.erinnerungsspiel.de">www.erinnerungsspiel.de</a> gefunden.</p>
<p>Es sind Karten, die man z.B. zum Memory spielen oder einfach für die Aktivierung und Beschäftigung mit bestimmten Themen oder auch für die Biografie-Arbeit verwenden kann.<br />
Es gibt verschiedenste Motive zum Auswählen, man kann aber auch eigene Motive &#8211; z.B. alte Fotos &#8211; einschicken und daraus Karten gestalten lassen.</p>
<p>Die Karten werden laminiert und auf Holz aufgezogen und sind dadurch einerseits gegen Vernicken geschützt, andererseits lassen sie sich besser anfassen als Pappkarten. Holzstärke und Kartenformat kann man selber auswählen.</p>
<p>Die Karten sind nicht ganz billig, weil sie pro Stück abgerechnet werden. Aber sie sind vermutlich auch bei intensivem Gebrauch recht lange haltbar. Die Idee stammt von einem Praktiker aus der Pflege. Ich finde sie überzeugend.</p>
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		<title>ICH-PASS &#8211; Nicht vergessen, was mir wichtig ist</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2009/02/27/ich-pass-nicht-vergessen-was-mir-wichtig-ist/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 08:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer-Telefon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[persönlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer wird eigentlich wissen, dass ich Leber nicht mag, dass mir Topfblumen viel lieber sind als ein Blumenstrauß und dass ich den Rauch von Zigarren übelerregend finde, wenn ich das selber nicht mehr mitteilen kann? Zum Beispiel nach einem Unfall oder Schlaganfall oder auch durch eine schleichende Demenz. All diese kleinen Dinge, die man weder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/02/ich-pass_klein.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-626" title="ich-pass_klein" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/02/ich-pass_klein-300x105.jpg" alt="" width="300" height="105" /></a><br />
Wer wird eigentlich wissen, dass ich Leber nicht mag, dass mir Topfblumen viel lieber sind als ein Blumenstrauß und dass ich den Rauch von Zigarren übelerregend finde, wenn ich das selber nicht mehr mitteilen kann? Zum Beispiel nach einem Unfall oder Schlaganfall oder auch durch eine schleichende Demenz. All diese kleinen Dinge, die man weder in einer Patientenverfügung noch in einer Vorsorgevollmacht detailliert aufführt, die aber für das Wohlbefinden doch so wichtig sind, wissen bestenfalls Menschen, die mir sehr nahe stehen.</p>
<p>Eine - wie ich finde &#8211; sehr schöne Idee, wie man gerade solche wesentlichen Kleinigkeiten, die in ihrer Gesamtheit letztendlich eine Persönlichkeit ausmachen, festhalten kann, hat Sigrid Hofmaier entwickelt. Sie hat einen &#8220;Ich-Pass&#8221; zusammengestellt, eine kleine Broschüre, in die man seine Lieblingsmenschen, -lektüre, -düfte, -landschaften eintragen kann, aber auch alles, was man nicht ausstehen kann und was einen nervt. Das Ganze ist mit Bildern illustriert, die wunderbar an Urlaub erinnern&#8230;</p>
<p>Vorgestellt wird der Ich-Pass unter <a href="http://www.ich-pass.de">www.ich-pass.de</a>.</p>
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		<title>… und um vier Uhr früh will sie die Pferde füttern!</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2008/08/16/%e2%80%a6-und-um-vier-uhr-fruh-will-sie-die-pferde-futtern/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 16:44:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer-Telefon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte von Fachleuten]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Bedeutung der Biografie im Umgang mit Demenzkranken Frau A. bittet beim Alzheimer-Telefon um Rat: „Schon seit einigen Jahren pflege ich meine Schwiegermutter. Sie leidet an Alzheimer-Demenz, ist 86 Jahre alt und lebt bei uns im Haus. Mein Mann hilft, wo er kann, aber die Hauptlast der Pflege liegt bei mir. Bisher ging eigentlich auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Bedeutung der Biografie im Umgang mit Demenzkranken</p>
<p>Frau A. bittet beim Alzheimer-Telefon um Rat:<br />
„Schon seit einigen Jahren pflege ich meine Schwiegermutter. Sie leidet an Alzheimer-Demenz, ist 86 Jahre alt und lebt bei uns im Haus. Mein Mann hilft, wo er kann, aber die Hauptlast der Pflege liegt bei mir. Bisher ging eigentlich auch alles ganz gut.</p>
<p>Seit einigen Wochen taucht nun aber immer wieder dasselbe Problem auf: Meine Schwiegermutter schläft morgens, ganz entgegen ihrer bisherigen Gewohnheiten, nur noch bis um 4 Uhr, steht dann in der Schlafzimmertür und weckt meinen Mann und mich, meist mit den Worten: „Hast&#8217; die Pferde schon gefüttert?&#8221; oder „Jetzt geht&#8217;s aber in die Kirch&#8217;!&#8221; Wenn ich sie zurück ins Bett bringen möchte &#8211; mein Mann muss meist früh raus &#8211; fängt sie an zu zittern, wird teilweise regelrecht wütend und aggressiv. An Schlaf ist dann für die ganze Familie nicht mehr zu denken, sogar unsere Kinder werden wach und sind unausgeschlafen und meine Geduld ist am Ende angelangt. Was kann ich nur tun?&#8221;<span id="more-99"></span></p>
<p>Zuerst ist es wichtig zu verstehen, warum sich Frau A.&#8217;s Schwiegermutter so verhält. Menschen mit Demenz ziehen sich häufig in die Vergangenheit zurück. Ein wichtiger Schlüssel zur Lebenswelt demenzkranker Menschen findet sich deshalb in deren Biografie und den damit verknüpften Erinnerungen. Das Wissen über ihre Vergangenheit kann uns helfen, schwierige Verhaltensweisen richtig einzuordnen bzw. die Gründe für ein bestimmtes Verhalten zu erkennen und darauf einzugehen. In der Regel ist davon auszugehen, dass Demenzkranke in ihrer eigenen Welt leben und sich entsprechend deren Logik „sinnvoll&#8221; verhalten.</p>
<p>Im Gespräch fallen Frau A. alte Fotos ein, die ihre Schwiegermutter als junges Mädchen vor einer Mühle und als Dienstmagd mit Pferden zeigen. Sie erinnert sich an Geschichten von früher, in denen die katholische Kirche große Bedeutung hatte und dass die Schwiegermutter lange an alten Bräuchen festhielt. Nun bekommen die morgendlichen scheinbar verworrenen Äußerungen plötzlich einen Sinn: die harte Arbeit auf dem Land, in der Mühle und mit den Pferden und die religiösen Bräuche sind der Hintergrund für ihr frühes Aufstehen. Die Arbeit muss in ihrer eigenen Wirklichkeit ja erledigt werden und es ist wichtig, jeden Morgen die Kirche zu besuchen. Wenn sie nun von ihrer Schwiegertochter daran gehindert wird, ist es verständlich, dass sie sich darüber aufregt und wütend wird.</p>
<p>Durch diese Informationen über die Vergangenheit kann Frau A. ihrer Schwiegermutter nicht nur wieder mehr Verständnis entgegenbringen, sondern auch mehr Respekt. Die Schwiegermutter kommt zwar teilweise immer noch vor 5 Uhr ins Schlafzimmer ihres Sohnes, lässt sich aber mit dem Hinweis, die Pferde seien bereits versorgt oder der Gottesdienst beginne sonntags doch immer erst um 9.00 Uhr, meist beruhigen. Die morgendlichen Streitereien sind weniger geworden und auch die Besuche der Schwiegermutter im Schlafzimmer ihres Sohnes werden immer seltener. Nicht immer ist es einfach, den Schlüssel für die Vergangenheit und damit den Schlüssel für irritierendes Verhalten zu finden: Auslöser können Gerüche sein oder die Mimik eines bestimmten Menschen, manchmal der Klang einer Stimme, ein Lied oder auch nur ein lautes Klopfen an der Türe. Doch lohnt sich meist die Suche.</p>
<p>Das gegenseitige Verständnis wächst und manchmal taucht sogar ein Teil der Familiengeschichte auf, der vielleicht noch im Dunkeln lag. Einen besonderen Stellenwert hat der biographische Blickwinkel bei Demenzkranken, die in jüngeren Jahren aus anderen Ländern und Regionen zugezogen sind. Häufig wissen wir nur wenig über fremde Kulturen, die dort üblichen Verhaltensweisen und Gewohnheiten. Deshalb kann die Suche nach den passenden „Schlüsseln&#8221; zum Verhalten dieser Menschen besonders schwierig aber auch besonders spannend sein.<br />
Ute Hauser, Alzheimer-Telefon</p>
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