Ein Jahr wie tausend Tage. Ein Leben mit Alzheimer

Samstag, 16. August 2008 von DAlzG

Berit Degnaes erzählt die Geschichte ihres Lebensgefährten Richardt, der 52 Jahre alt ist, als bei ihm die Diagnose Alzheimer gestellt wird. Sie beschreibt ihr Leben vor der Krankheit, dann die Phase die bestimmt wird durch das „Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist” und schließlich das Leben mit der Krankheit, bis ihr Mann mit 55 Jahren in einem Pflegeheim stirbt.

Richardt und seine Familie leben in Norwegen. Genau wie in Deutschland mangelt es dort an Einrichtungen, die auf so junge Alzheimer-Kranke eingestellt sind. Berit Degnaes ist oft verzweifelt, erschöpft, wütend und fühlt sich allein gelassen. Doch bis zum Ende bleiben Richardt und sie „ein Paar”, immer wieder sagt sie „mein Geliebter”. Viele Freunde und Bekannte ziehen sich zurück, doch sie freut sich, wenn ihre erwachsenen Söhne sich verständnisvoll um ihn kümmern, oder wenn ehemalige Arbeitskollegen ihn regelmäßig besuchen. Neben Angst, Unruhe und Unsicherheit erlebt Richardt auch „Lichtblicke”, Freude über einen Ausflug, oder den Besuch eines Spielmannszugs.

Berit Degnaes: Ein Jahr wie tausend Tage. Ein Leben mit Alzheimer
Mit einem Vorwort von Heike von Lützau-Hohlbein
Aus dem Norwegischen von Christiane Hahn von Dorsche
Walter Verlag, Düsseldorf 2006, 170 Seiten, 14,90 €

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