Humor und Demenz – Ansichten eines Clowns

Montag, 30. August 2010 von DAlzG

Mit Humor und Demenz werden oftmals nur unsensible herabwürdigende Witze über Vergesslichkeit und Fehlhand­lungen der erkrankten Menschen verbunden. Doch das Lachen und der wertschätzende Humor gehören heute neben der Bewegung und der Musik zu den wichtigsten therapeutischen Mitteln einer guten Betreuung Demenz­kranker. Das echte Lächeln und Lachen erzeugt Gefühle der Geborgenheit und stärkt zwischenmenschliche Beziehungen. Zudem mindert Lachen Stress, De­pression und Ängste. Ebenso stärkt es das Immunsystem und das Selbstwertgefühl.

Foto: P. Klapps

Wir sind alle von Zeit zu Zeit komisch, zum Vergnügen unserer Umgebung. Im Lachen sind wir alle gleich. Diese Momente der Gemeinsamkeit sind Augenblicke, in denen wir die Frei­heit, die Befreiung suchen. Und in jedem Lachen, das wir auslösen, liegt die Hoffnung auf Verstehen und Verstandenwerden. Wenn man trotz aller Belastungen und Enttäuschungen bei der Betreuung auch komische Situationen erkennen und gemeinsam mit (und nicht über) den Betroffenen lachen kann, entlastet es beide Seiten. Sofort finden sich viele weitere Anlässe zum herzlichen Mitein­ander-Lachen.

Therapeutische Clowns (Klinik-Clowns) sind wichtige Unterstützer der Betroffenen, der An­gehörigen und der professionellen Betreuer, sowohl im Krankenhaus als auch in Heimen.

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