Humor und Demenz – Ansichten eines Clowns
Mit Humor und Demenz werden oftmals nur unsensible herabwürdigende Witze über Vergesslichkeit und Fehlhandlungen der erkrankten Menschen verbunden. Doch das Lachen und der wertschätzende Humor gehören heute neben der Bewegung und der Musik zu den wichtigsten therapeutischen Mitteln einer guten Betreuung Demenzkranker. Das echte Lächeln und Lachen erzeugt Gefühle der Geborgenheit und stärkt zwischenmenschliche Beziehungen. Zudem mindert Lachen Stress, Depression und Ängste. Ebenso stärkt es das Immunsystem und das Selbstwertgefühl.
Wir sind alle von Zeit zu Zeit komisch, zum Vergnügen unserer Umgebung. Im Lachen sind wir alle gleich. Diese Momente der Gemeinsamkeit sind Augenblicke, in denen wir die Freiheit, die Befreiung suchen. Und in jedem Lachen, das wir auslösen, liegt die Hoffnung auf Verstehen und Verstandenwerden. Wenn man trotz aller Belastungen und Enttäuschungen bei der Betreuung auch komische Situationen erkennen und gemeinsam mit (und nicht über) den Betroffenen lachen kann, entlastet es beide Seiten. Sofort finden sich viele weitere Anlässe zum herzlichen Miteinander-Lachen.
Therapeutische Clowns (Klinik-Clowns) sind wichtige Unterstützer der Betroffenen, der Angehörigen und der professionellen Betreuer, sowohl im Krankenhaus als auch in Heimen.






