Projekt: Alzheimer zeigen

Montag, 17. November 2008 von DAlzG

Die Alzheimer Selbsthilfe aus Köln organisiert derzeit ein Projekt, bei dem es darum geht, Menschen mit Alzheimer zu fotografieren und somit die Krankheit sichtbar zu machen:

“Kann man Alzheimer ´sehen´?

Und wenn ja wie und wo? Ist es möglich die Flüchtigkeit und Schwere dieser Krankheit in Bildern zu fassen? Dies sind Fragen mit denen ich mich lange beschäftigt habe und ich denke sie mit “ja” beantworten zu können. Es ist nicht einfach, doch versuche ich das Wesen der Krankheit in poetisch traurigen Bildern zu fangen. Dabei entstehen besondere Dokumente, die ebenso die Krankheit wie auch die Menschen, die davon betroffen sind in Ihrem Menschsein beschreiben. Es entstehen Bilder von Momenten der Dauer, welche die Vergänglichkeit überdauern.“ (Gregor Beltzig)

Mehr Informationen und Kontakt unter

http://www.alzheimer-selbsthilfe.de/meineheilewelt_startseite.html

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“Momentaufnahmen” aus der Welt des Vergessens

Samstag, 16. August 2008 von Alzheimer-Telefon

Die Idee zu diesem Fotokunstprojekt entstand in der Betreuungsgruppe im Kreis Offenbach. Der Fotojournalist Ralf Braum sorgte für die kreative Umsetzung: Menschen mit Demenz fotografierten sich selbst mit Hilfe eines Selbstauslösers.

Die Selbstportraits wurden der Öffentlichkeit am 5. September 2007 im Rathaus Neu-lsenburg vorgestellt. Viele Besucher kamen: Menschen, die beruflich mit dem Thema zu tun hatten, Menschen, die davon gehört hatten und die Kranken selbst, die „Models”, wie sie liebevoll von ihren Betreuerinnen genannt wurden.

Die großformatigen Fotos zeigen Momentaufnahmen von Menschen mit Demenz, die sich von dem gemeinsamen Tun ansprechen und begeistern ließen. Ihre Gesichter sind lebendig und präsent:
in dem Moment, in dem sie den Auslöser der Kamera betätigten, waren sie voller Stolz und Freude.

Dieses Projekt rückt die Stärken der Menschen in den Vordergrund und macht deutlich: Der Zugang zu Menschen mit Demenz verlangt nach Kreativität, Einfallsreichtum, aber auch nach fundiertem Wissen. Wenn es uns ernst damit ist, Menschen mit Demenz zu ermöglichen am Leben teilzuhaben, dann bedeutet dies, Lösungen zu finden, die es ihnen erlauben, sich als wertvoll zu erleben. Vielleicht gelingt es durch mutige Projekte wie dieses, verstärkt zu einer anderen Form der Auseinandersetzung mit der Krankheit zu finden.

Helga Schneider-Schelte, Berlin
Weitere Fotos:
www.kreis-offenbach.de

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