Erdbeben im Wasserglas

Donnerstag, 21. Juli 2011 von Alzheimer-Telefon

Wie können Eltern, Erzieher und andere Personen, die sich mit Kindern beschäftigen, ihnen verständlich erklären, warum sich zum Beispiel die Großeltern merkwürdig benehmen oder sich die alte Nachbarin seltsam verhält?

Gabriele Matzantke hat eine leicht verständliche und daher genial anmutende Idee zur Erklärung gefunden. Um diese Idee geht es in der Geschichte von Paul und seinen Opa Peter.

Opa Peter zieht bei Paul und seiner Mutter ein, da er alt und nicht mehr gesund ist. Er vergisst in der letzten Zeit viele Dinge und verhält sich nach Pauls Meinung merkwürdig. Opa Peter sieht nicht krank aus, sondern nur alt. Am Frühstückstisch stellt er sich seinem Enkel als Peter Weber vor. Außerdem vergisst er, was es eben zum Mittagessen gab, obwohl es sein Lieblingsgericht war: Schweinebraten mit Klößen. Wenn aber Opa Peter mit seinem Enkel Fußball spielt, dann ist er wie früher. Er erzählt Geschichten von seinen Freunden und von Oma Leni.

Paul fragt sich, warum sein Opa die neuen Sachen vergisst, aber die alten Erinnerungen, wie zum Beispiel das Fußballspielen behält? Seine Mutter versucht es ihm zu erklären: (Weiterlesen…)

5 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter:


Kinder bringen Leben ins Senioren-Haus zum Guten Hirten

Montag, 4. April 2011 von Marita Gerwin

Foto: Ute Flashpöhler- Pressestelle Diakonie Ruhr-Hellweg

ZDF zu Gast im  „Haus zum Guten Hirten“

Mit großer Vorfreude warten die Seniorinnen und Senioren im „Haus zum Guten Hirten“ auf „ihre“ Kinder. Ein Strahlen geht über die Gesichter, als sich die Tür im Seniorenzentrum der Diakonie Ruhr-Hellweg öffnet und die Kinder der KiTa „Kleine Strolche“ und der Grundschule „Birkenpfad“ hereinstürmen. Der Nachwuchs kennt sich hier aus. Seit fast zweieinhalb Jahren basteln, singen oder malen die Kleinen gemeinsam mit den Senioren. Davon profitieren beide Seiten. Vor allem aber die demenzkranken Bewohner blühen beim Kontakt mit den Kindern auf.

Auf das erfolgreiche Projekt wurde auch das ZDF aufmerksam. Auf Einladung des Projekts Demenz Arnsberg sah sich das Fernsehteam einen Tag lang verschiedene Facetten des Aktionsprogramms für Menschen mit Demenz im Raum Arnsberg an. Im „Haus zum Guten Hirten“ fingen sie mit Kamera und Mikrofon ein, wie aus einem Stück Ton Schmetterlinge, Ostereier und Schäfchen entstehen und dabei ganz nebenbei die Generationen viel von einander lernen.

Der achtjährige Sören und seine 93-jährige Partnerin sind dabei ein gutes Team. Fürsorglich hilft er ihr beim Anziehen der Schürze. Im Kneten und Ostereierrollen ist die Seniorin spitze, erinnert sie das doch an frühere Zeiten, als sie häufig für das Familienmittagessen unzählige Klösschen rollen musste. Sören verziert die Kugeln. Dann setzt er zwei Kugeln aufeinander und formt lange Ohren – fertig ist der Osterhase. „Psst!“ Er legt den Finger auf dem Mund und gibt der lautstark nach Ton rufenden Tamara ein Zeichen, leiser zu sein. Seine Partnerin macht nach getaner Arbeit ein kleines Nickerchen im Rollstuhl.

„Hier verlieren die Kinder Berührungsängste und lernen, Rücksicht nehmen“, erklärt Margit Albers, Leiterin der KiTa, der Reporterin den Gewinn für die Kinder, die heute nur noch selten in Mehrgenerationenfamilien aufwachsen. Auch erfahren sie viel von der Großeltern- und Urgroßelterngeneration über das Leben von früher.
(Weiterlesen…)

5 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter:


Eine Freundschaft, die das Leben prägt!

Donnerstag, 17. März 2011 von Marita Gerwin

Eine anrührende Geschichte über die innige Feundschaft zwischen der 5-jährigen Laura und ihrer 86-jährigen, demenzerkrankten Uroma Hedwig.

“Sagen Sie mal, junge Dame, wer sind Sie eigentlich? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor? Haben wir uns schon einmal gesehen?“ fragte Uroma Hedwig ihre Enkelin Laura. Zuerst stutzte Laura ein wenig irritiert. Uroma Hedwig machte sicher einen Scherz mit ihr. Oder wusste sie es wirklich nicht? Laura zweifelte einen Moment lang. Doch dann lächelte sie ihre Uroma verschmitzt an, blinzelte ihr ein Auge zu, streichelte dabei zärtlich ihre Hand und hüfte auf ihren Schoß, so wie sie es immer getan hat. „Ich bin Deine kleine Laura und Du bist meine Lieblings-Uroma Hedwig!“

„Das ist ja schön!“ strahlte die 86-jährige Dame erleichtert. Laura hatte das Gefühl, als wenn Uroma Hedwig ein Stein vom Herzen gefallen wäre. Laura ist gerade 6 Jahre alt geworden. Sie weiß inzwischen, was in Uromas Kopf los ist. Die Mama hat ihr erzählt, dass Uroma Hedwig´s Gehirn nicht mehr so gut funktioniert. Erst war die Uroma nur ein bisschen vergesslich. Dann hat sie Laura dreimal am Vormittag das Gleiche erzählt und gefragt „Sag mal, hab ich das sonst auch immer so gemacht?“ Manchmal flüsterte sie Laura heimlich zu: „Weißt Du noch, wie ich heiße?“

Was war nur passiert im Kopf von Uroma Hedwig? „Ist es nebelig in ihrem Kopf?“, fragt Laura interessiert nach. Ihre Mama lächelt „Ja, so kann man es vielleicht erklären. Doch es gibt immer wieder kurze Momente, da ist alles klar in ihrem Kopf. Es gibt tief im Gehirn ein Zentrum, in dem ihre Gefühle und Erinnerungen schlummern und darauf warten, von uns geweckt zu werden. Besondere Erlebnisse ihres Lebens, schöne und auch weniger schöne, hat sie dort abgespeichert. Manche gehen leider für immer verloren, doch ihr Herz wird nicht dement, da bin ich mir ganz sicher“ erklärt ihr die Mama. „Das Herz wird nicht dement? Was bedeutet denn das Wort dement?“ will Laura wissen. „Kann sich Uroma Hedwig, deshalb auch nichts Neues mehr merken? Wann wird sie denn wieder gesund?“ (Weiterlesen…)

13 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter:


Montags kommt die Erinnerung!

Donnerstag, 3. Februar 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Naturerlebnispädagogik mit an Demenz erkrankten Seniorinnen und Senioren

Im Rahmen ihrer Altenpflegeausbildung führte die Klasse AP3 Co 08 mit der Lehrkraft und Naturerlebnispädagogin Petra Schreiner das Projekt „Natur erleben – gegen das Vergessen“ durch. Daran nahmen ein Bewohner und sechs Bewohnerinnen der beschützenden Station des Laurentiushauses in Lützelbuch und neun Auszubildende, zwei Schüler und sechs Schülerinnen, des Privaten Beruflichen Schulzentrums Coburg der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste teil. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 70 und 85 Jahren, die Diagnosen lauteten leichte bis mittelschwere Demenz.

Da es kaum Literatur zum Thema „Naturerlebnispädagogik mit alten bzw. dementen Menschen“ gibt, entschloss ich mich mit meiner Klasse naturerlebnis- pädagogische Waldtage für an Demenz erkrankte Senioren anzubieten, durchzuführen und aus zu werten. Unsere Zielsetzungen waren: das Bedürfnis wecken nach Naturnähe und physischer Freiheit und das Knüpfen von sozialen Kontakten. Die Sinne sollen durch Außenreize wie Wind und Sonne stimuliert, sowie der Gleichgewichtsinn geschult werden. Die Senioren sollten die Möglichkeit erhalten, durch Sehen, Hören, Riechen, Berühren Tiere, Pflanzen und Erde, wahrzunehmen. Außerdem sollten Emotionen stimuliert und Erinnerungen geweckt werden. Am wichtigsten aber waren Spaß und Lebensfreude der Senioren.

Für die Altenpflegeschüler war es lehrreich zu beobachten, wie die Senioren emotional, psychisch, physisch und sozial auf den Aufenthalt im Wald reagierten und welche Veränderungen sich in den fünf Wochen abzeichneten. Alle wichtigen Beobachtungen, die während und nach den Waldtagen festzustellen waren, dokumentierten die Schüler und  Pflegekräfte der beschützenden Station auf selbsterarbeiteten Beobachtungsbögen und werteten sie am Ende des Projekts aus. (Weiterlesen…)

6 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: ,


Videos: Schweizer Fernsehen im Zirkus der Generationen

Montag, 20. September 2010 von Marita Gerwin

36.9° ist das Gesundheitsmagazin des Schweizer Fernsehsenders TSR, Television Suisse Romande. Die Schweizer Fernsehleute interessieren sich für das Projekt Demenz Arnsberg . Bei ihrer Recherche für einen 40-minütigen Film über die Alzheimer-Krankheit und “Brain Ageing” sind sie in einem Gespräch mit dem Neurologen Prof. Dr. Peter Whitehouse in der USA auf die Arnsberger Lernwerkstadt Demenz gestoßen. Neugierig geworden, was in diesem Projekt geschieht, haben sie in Arnsberg den Fernseh-Film 36,9° gedreht. Hier der Link zum Video in französischer Sprache und der Link zu einer Video-Kurzfassung in deutscher Sprache.
Französische Langfassung.
Deutsche Kurzfassung.

Weiter Informationen im Internet unter: www.projekt-demenz-arnsberg.de

3 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: ,


Bilderbücher vermitteln Kindern die Lebenswelt der Menschen mit Demenz

Freitag, 17. September 2010 von Marita Gerwin


Wir haben im Projekt Demenz Arnsberg  eine Bilderbücher-Empfehlungsliste zusammengestellt, um Büchereien, Kindergärten, KITAS, Familienzentren, Schulen, Eltern, Großeltern, Erziehern und Lehrern zu ermutigen, die Themen rund um das Alter in den Erziehungs- und Bildungsauftrag  aufzunehmen.
In  berührenden Geschichten und empfehlenswerten, bunt illustrierten Bilderbüchern geht neben dem aktiven Alter auch um das Verhältnis zwischen Kindern und Menschen mit Demenz. Sich begegnen, gemeinsam erleben, für einander da sein.  Ausflüge in Zurückliegendes, Momentaufnahmen aus der konkreten Lebenssituation, so wie ein Ausblick in die Zukunft.

Viele spannende Themen eröffnen den betrachtenden Kindern die Möglichkeit, sich zu orientieren, über sich und andere Menschen nachzudenken. Das Lebensverständnis älterer Menschen unterliegt einem starken, gesellschaftlichen Wandel. Alter heißt heute nicht,  auf bestimmtes Verhalten reduziert sein. Auf der Suche nach vielfältigen Lebensmodellen und Einstellungen „Älterer“ im Bilderbuch für Kinder, entstand diese Literaturliste.

Kinder bilden aus dem, was sie erfahren, eine persönliche Haltung. Sie sind die Meinungsträger von Morgen. Es ist wichtig, dass Kinder über angemessene Literaturangebote und konkrete, regelmäßige Begegnungen mit „Älteren“ ein wertschätzendes, tolerantes Bild vom Alter entwickeln.

Diese Literatur-Empfehlungsliste soll unterstützend bei der Zusammenarbeit zwischen den Generationen dienen. Für neue Buchvorschläge sind wir dankbar. Wir nehmen Sie gern in unsere Liste der Buchempfehlungen auf.
Die Bilderbuch- Empfehlungsliste finden Sie hier.

Kontakt:
Ulla Hüser, Leiterin des Stadt. KITA „Entenhausen“ in Arnsberg, Tel: 02932-34006, e-mail: kitabruchhausen@arnsberg.de

Martin Polenz, Projekt Demenz Arnsberg, Lange Wende 16 a, 59755 Arnsberg
Tel: 02932-201-2206, e-mail: m.polenz@arnsberg.de
Internet: www.projekt-demenz-arnsberg.de

7 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: ,


Kinder zaubern Lach-Falten!

Montag, 13. September 2010 von Marita Gerwin

Hereinspaziert in den Zirkus der Generationen in Arnsberg!

Das Jugendbegegnungszentrum Liebfrauen betreibt seit vielen Jahren sehr erfolgreich den “Zirkus Fantastello”.  Darauf aufbauend  haben die Kinder und Jugendlichen in den letzten zwei Jahren ein spannendes Experiment gewagt.

Gemeinsam mit Bewohnern des in der Nähe gelegenen Seniorenzentrums des Caritas-Verbandes in Arnsberg haben sie den Zirkus der Generationen ins Leben gerufen. Bei den wöchentlichen Proben – entweder im Seniorenzentrum oder im Jugendbegegnungszentrum – übten die jungen und alten Artisten gemeinsam Kunst- und Zauberstücke ein. (Weiterlesen…)

5 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: , ,


Buchtipp: Opa ist … Opa

Freitag, 10. September 2010 von Marita Gerwin

Ich möchte Ihnen gern ein tolles Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren zum Thema “Demenz” vorstellen, mir dem wir in Arnsberg in unseren KITAS die Kinder und Eltern auf den Kontakt zu den demenzerkrankten Menschen vorbereiten. Gern wird dieses Bilder-Buch auch von Familien mit Kleinkindern angeschaut, deren Großeltern und Urgroßeltern an Demenz erkrankt sind.

“Opa ist… Opa” lautet der Titel dieses sehr einfühlsamen Bilderbuches für Kinder ab 3 Jahren.

Wir haben schon einige Lesungen der Autorin in den Kindertageseinrichtungen der Stadt Arnsberg erlebt, die die Tür zur Kooperation zwischen Kindern und demenzerkrankten Menschen weit geöffnet und Barrieren in den Köpfen beiseite geräumt hat.

Bilderbuch von Lilli Messina: “Opa ist… Opa”
Kinderbuchverlag Wolff, 2005. – ISBN: 3-9387-6605-0


7 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: ,


Gedanken verloren!

Montag, 23. August 2010 von Marita Gerwin

Was ist nur los in Uromas Kopf?

Marita Gerwin

“Sagen Sie mal, junge Dame, wer sind Sie eigentlich? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor? Haben wir uns schon einmal gesehen?“ fragte Uroma Hedwig ihre Enkelin Laura. Zuerst stutzte Laura ein wenig irritiert. So eine Frage!

Laura und ihre Uroma Hedwig sind Freunde fürs Leben

Uroma Hedwig machte sicher einen Scherz mit ihr. Oder wusste sie es wirklich nicht? Laura zweifelte einen Moment lang. Doch dann lächelte sie ihre Uroma verschmitzt an, blinzelte ihr ein Auge zu, streichelte dabei zärtlich ihre Hand und hüfte auf ihren Schoß, so wie sie es immer getan hat.

„Ich bin Deine kleine Laura und Du bist meine Lieblings-Uroma Hedwig!“ „Das ist ja schön!“ strahlte die 86-jährige Dame erleichtert. Laura hatte das Gefühl, als wenn Uroma Hedwig ein Stein vom Herzen gefallen wäre.

Laura ist gerade 6 Jahre alt geworden. Sie weiß inzwischen, was in Uromas Kopf los ist. Die Mama hat ihr erzählt, dass Uroma Hedwig´s Gehirn nicht mehr so gut funktioniert. Erst war die Uroma nur ein bisschen vergesslich. Dann hat sie Laura dreimal am Vormittag das Gleiche erzählt und gefragt „Sag mal, hab ich das sonst auch immer so gemacht?“ Manchmal flüsterte sie Ida heimlich zu: „Weißt Du noch, wie ich heiße?“ (Weiterlesen…)

4 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: , , , , , ,


Schülerzeitungs-Artikel zur Demenz gewinnt SPIEGEL-Preis

Freitag, 20. August 2010 von Susanna S.

Im Juli hat der SPIEGEL die Reportagepreise in seinem Schülerzeitungswettbewerb vergeben.

Ein Preis ist vergeben worden für einen Artikel über eine Schülerin, deren Vater an der seltenen Frontotemporalen Demenz erkrankt ist.
Ein berührender Artikel, der auch ein gutes Bild von der Krankheit vermittelt.
Meiner Meinung nach unbedingt lesenswert!

Link: http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,701224,00.html

2 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: , ,


vor »

Unsere Seite bei Facebook