Fokus-Thema: Kommunikation
Häufig entstehen im Alltag auch Missverständnisse zwischen Menschen, die nicht demenzkrank sind. Das was der eine sagt, versteht der andere vielleicht ganz anders, als es gemeint war. Wir haben zwar zwei Ohren, doch wirklich ganz genau zuzuhören und zu verstehen, worum es dem Gegenüber geht, ist eine der schwersten Aufgaben in der Kommunikation. Umso schwieriger wird es, wenn uns die Geduld zu Ende geht. Wenn wir überlastet sind, müde oder erschöpft. Dann werden wir emotional und die Worte sprudeln nur so hervor. Das sorgt meist eher nur dafür, dass das Missverständnis sich zu einem Streit entwickelt, der noch schwerer zu lösen ist.
Doch auch nichts sagen hilft nicht weiter. Wie der Kommunikationsforscher Paul Watzlawick schon sagte: Man kann nicht nicht-kommunizieren. Egal, wie wir uns verhalten, was wir sagen, wir drücken damit etwas aus. Und wenn es die Aussage ist: Das interessiert mich nicht.
Doch wenn es unter „gesunden“ Menschen schon so schwierig ist, wie kann dann Kommunikation mit demenzkranken Menschen gelingen? Mit Menschen, die nicht mehr wissen, wer sie sind? Oderwo sie sich gerade befinden oder mit wem sie sprechen? Wie soll man diesen Menschen klarmachen, dass sie zu Hause sind und sich nicht fürchten müssen?
Und das vielleicht nicht nur einmal am Tag, sondern immer wieder?
Wie finde ich heraus, was der demenzkranke Mensch sagen will, wenn er Worte verwendet, die ich noch nie gehört habe? Oder wenn sich mir kein logischer Zusammenhang zwischen den Worten und der Situation erschließt?
Auch wenn wir schon als kleine Kinder das Sprechen gelernt haben, so haben wir doch nur selten gelernt, wie man richtig miteinander kommuniziert. In unserem Fokusthema möchten wir uns damit beschäftigen, welche Wege Sie begehen, um demenzkranke Menschen besser zu verstehen.
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Welche „Tricks“ helfen Ihnen in schwierigen Situationen?
Schreiben Sie uns an redaktion@alzheimerblog.de. Wir veröffentlichen gerne Ihren Text hier in unserem Blog.





