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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Krankenhaus</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Der Bruch</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Knochenbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie stürzte. Gesehen hatte ich es nicht. Sie kam aus dem Garten und hielt sich die linke Hand. &#8220;Tut die Hand weh?&#8221;, fragte ich. &#8220;Ja&#8221; gab sie mir zur Antwort. &#8220;Wie ist es passiert?&#8221;, wollte ich wissen. &#8220;Mit einmal tat die Hand weh&#8221;, sagte sie. Ich bat sie sich in den Sessel zu setzten, damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie stürzte. Gesehen hatte ich es nicht. Sie kam aus dem Garten und hielt sich die linke Hand. &#8220;Tut die Hand weh?&#8221;, fragte ich. &#8220;Ja&#8221; gab sie mir zur Antwort. &#8220;Wie ist es passiert?&#8221;, wollte ich wissen. &#8220;Mit einmal tat die Hand weh&#8221;, sagte sie. Ich bat sie sich in den Sessel zu setzten, damit ich mir die Hand anschauen kann. Vorsichtig tastete ich ihre Hand und den Unterarm ab. &#8220;Mir wird schlecht, ich kann meine Hand nicht bewegen&#8221;: meinte sie. Ihr Handgelenk schwoll langsam an, ihre Schmerzen nahmen sichtlich zu. Ich holte ihr einen Kühlakku, den ich in ein Handtuch wickelte. Außerdem gab ich ihr etwas zu trinken. Dann wollte sie nicht mehr sitzen bleiben, so dass ich einen Strumpf über die Hand zog, damit der Kühlakku das Handgelenk kühlen kann. Prima, dachte ich. Heute ist Samstag Nachmittag, da kann ich mit ihr zur Unfallaufnahme in`s Krankenhaus fahren.<span id="more-1154"></span></p>
<p>Vor dem stundenlangen Sitzen graute es mir. Es ist für Mutti und für mich eine Tortur. Sie kann nicht stillsitzen. Es ist langweilig und sie möchte ständig nach Hause. Eine Ablenkung ist nicht möglich. Etwas zu Essen und zu Trinken packte ich in meinen Rucksack. Seit ich Mutti zur Pflege habe, trage ich einen Rucksack. Die notwendigen Papiere und andere Kleinigkeiten passen in den Rucksack. Ich habe dadurch meine beiden Hände für Mutti frei. Bequeme Schuhe und Hosen sind nun meine wichtigsten Kleidungsstücke. Mein Leben habe ich auf Mutti`s Leben abgestimmt.</p>
<p>Ihre Kleidung mußte ich von Blättern und Gras sowie Unkraut säubern, ehe wir in`s Krankenhaus fuhren. Sie is,t nach ihrem Aussehen zu urteilen, auf dem Komposthaufen hingefallen, weil sie versuchte darüber den Garten zu verlassen. Sie versuchte schon oft aus dem Garten zu gelangen. Was natürlich nicht funktionierte. Eine Lampe hatte ich mir gekauft. Diese war aus einem ca 1 Meter geschwungenen Metallgestell an der die Fassungen angebracht waren. Sicherheitshalber habe ich diese nicht in`s Haus gebracht sondern in den Schuppen abgelegt. Die Lampe hatte keinen  Tag überstanden. Sie nahm diese als Hebel, um das Zweiflügelige Tor aufzuhebeln. Die Lampe war als Hebel und als Lampe danach nicht zu gebrauchen. Ihr Erfinderungsgeist verblüffte mich immer wieder.</p>
<p>Bei einem kurzen Einkauf musste ich sie allein lassen. Das Haus lasse ich immer offen, so dass sie in den Garten gehen kann. Die Wege nimmt sie dabei nicht zur Kenntnis. Über Beete, durch Sträucher wird gelaufen. Alles wird niedergemacht. Was meine Hunde nicht schaffen, schafft Mutti. Traurig bin ich dann, aber es hilft nichts, sie kann nicht dafür. Meine Hunde muntern mich auch sofort auf. Als ich nach meinem Einkauf nach Hause kam erzählte sie mir: &#8221; ich wollte mit meinem Hund gehen. Wir sind beide aus dem Haus gegangen und am Gartentor ist mein Hund wieder in`s Haus gerannt. Ich bin meinen Hund holen gegangen und am Gartentor rannte er wieder in`s Haus. Er wollte den Garten nicht verlassen. Ohne Hund konnte ich nicht gehen. Innerlich mußte ich schmunzeln.</p>
<p>Mutti brachte ich in`s Krankenhaus. Ich informierte das Personal, dass sie unter Alzheimer leidet. Es interessierte jedoch nicht. Gut vier Stunden waren wir dort. Ich war geschafft, Mutti auch. Sie ließ sich nicht beschäftigen. Mutti sollte ohne mich behandelt werden. Mutti ging jedoch nicht in das Behandlungszimmer. Sie weigerte sich. Letzlich gingen wir beide in das Behandlungszimmer. Ihre Vorsorgevollmacht hatte ich nicht mit. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass sie dachten, ohne mich zurechtzukommen. Das Röntgenbild bestätigte einen Bruch. Ihre Hand wurde in eine Schiene gelegt und mit einem Verband versehen. Wir bekamen die Order, einen Chirugen am Montag aufzusuchen. Nur gut dachte ich bei mir, dass wir in Behandlung beim Chirugen sind.</p>
<p>Der Bruch war für den Chirugen und für mich eine Herausforderung. Kompliziert war der Bruch nicht, nur Mutti konnte für die Behandlung kein Verständnis aufbringen. Am Sonntag hatte Mutti den Verband abgemacht und die Schiene im Kopfkissen versteckt. Nein, zum Krankenhaus fahre ich nicht. Wieder diese Tortur. Die Schiene und den Verband legte ich ihr an. Am Montag mußte ich ein Holzstück fertigen um diese als Schiene zu nutzen. Nach meinem Anruf beim Chirugen konnten wir  auch am gleichen Tag, ohne Wartezeit, die Sprechstunde aufsuchen. Sie bekam ihren Gipsverband. Nichts ahnend, dass wir am nächsten Tag nochmals den Chirugen aufsuchen müssen. Sie hatte mittels Schere gen Gips abgebröckelt und die Hand fast herausgezogen. Also wieder zum Arzt, der größes Verständnis aufbrachte. Sie bekam einen Gips bis zum Ellenbogen, den sie nicht mehr abmachen kann. Diesen Gips hat sie auch geschafft. Sie muß die ganze Nacht daran &#8220;gearbeitet&#8221; haben. Die Hand war im Gips  verdreht. Wir sind wieder zum Chirugen. Er meinte: &#8220;der ganze Arm wird eingegipst, dass schafft sie nie.&#8221; Sie hat es geschafft. Sie versuchte mit heißem Wasser den Gips aufzulösen. Die Küchenspüle wurde mit heißen Wasser gefüllt und sie hielt den Arm in die Spüle. Vorher hat sie mit den Finger mullartiges Gewebe herausgepult. Die Fusseln lagen überall herum. Also nochmals zum Arzt. Er meinte nur: &#8220;Das gibt es doch nicht. Jetzt bekommt sie einen Fixateur, den schafft sie nicht, dazu muß sie in`s Krankenhaus.&#8221;</p>
<p>Mutti kam am Donnerstag in`s Krankenhaus, d.h. sie bekam ihr Bett und ich sollte sie Freitag nüchtern zur OP bringen. Montag sollte sie entlassen werden, wenn alles gut geht. Prima dachte ich, dann habe ich ein ganzes freies Wochende. Mutti brachte ich nüchtern in das Krankenhaus und blieb solange bis die Narkose wirkte. An den Kühlschrank und an den Gefrierschrank kam sie schon lange nicht mehr. Diese habe ich abgeschlossen, nachdem ich das Essen im Hundenapf oder im Geschirrspüler fand. Essen konnte sie bei mir nicht heimlich.</p>
<p>Mein Wochenende hatte ich verplant. Freitag Abend bekam ich einen Anruf vom Krankenhaus. Mein Herz stand still. Ich wurde sofort beruhigt. &#8220;Ihrer Mutter geht es gut, zu gut. Sie müssen sie abholen,sofort. Jeder andere Patient ist nach der Narkose geschafft, ihre Mutter steigt über das Geländer aus dem Bett und will nach Hause.&#8221; Gut sagte ich und holte sie nach Hause.&#8221;Es kommt immer alles anders als man denkt&#8221;!</p>
<p>Dagmar</p>
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		<title>Vernachlässigung Dementer im Krankenhaus</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 15:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DAlzG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Inkontinenz]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Folgenden Bericht erhalten wir per Mail und veröffentlichen ihn hiermit mit der Erlaubnis des Autors: Ich bin Mitglied der Alzheimer Gesellschaft in Bonn und betreute zuerst mit meiner Mutter meinen Stiefvater, Prof. Dr. Wilhelm Lauer, der kurz nach der Übersiedlung von Bonn nach Wuppertal im Juli 2007 starb; jetzt betreue ich meine Mutter, die in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folgenden Bericht erhalten wir per Mail und veröffentlichen ihn hiermit mit der Erlaubnis des Autors:<br />
Ich bin Mitglied der Alzheimer Gesellschaft in Bonn und betreute zuerst mit meiner Mutter meinen Stiefvater, Prof. Dr. Wilhelm Lauer, der kurz nach der Übersiedlung von Bonn nach Wuppertal im Juli 2007 starb; jetzt betreue ich meine Mutter, die in die mittlere Demenzphase übergeht.</p>
<p>Die Vernachlässigung insbesondere Dementer im Krankenhaus ist &#8211; wie es der Hausarzt meiner Mutter ausdrückte &#8211; eine Katastrophe und eine weitere Versorgung zuhause wurde bis auf weiteres durch das Verhalten von Krankenhaus und Arzt blockiert.<br />
Meine Mutter erkrankte an Trigeminus-Neuralgie und wurde ab Dezember 2008 mit starken Beruhigungsmitteln und Opiaten betäubt, um die Schmerzen zu verringern; trotzdem konnte sie zuletzt kaum mehr essen und ein befreundeter Arzt vermittelte die Trigeminus-Operation im Bethestha &#8211; Krankenhaus der Diakonie in Wuppertal.<br />
Prof. Karten ist ein guter Operateur und die Operation gelang mit gutem Erfolg. Im Anschluss daran begann jedoch eine &#8220;Nachsorge&#8221;, die ihren Namen zu Unrecht führt:<span id="more-674"></span></p>
<p>1. Krankenhaus:<br />
Innerhalb der ersten Woche nach der OP wurde meine Mutter auf der neurochirurgischen Abteilung dreimal verlegt, weil &#8220;man das Zimmer für andere Kranke benötigte&#8221;; angesichts der Demenz eine Belastung, die die Erholung verlangsamte. War es aufgrund der langen OP zuerst nachvollziehbar, das durch eine Tag-Nacht-Umkehr eine Verlegung in eine Einzel-Zimmer vorgenommen wurde (Begründung: Die Mitpatientin hatte sich über Lärm in der Nacht beschwert), so wurden die folgenden zwei Verlegungen erst gar nicht mehr begründet. Der Katheder wurde bis 1 1/2 Wochen nach der OP nicht abgenommen, weil die Stationsärztin dies ablehnte &#8211; auch ein Blasentraining wurde aus Zeitmangel abgelehnt &#8211; meine Mutter kann infolge dessen bis heute ( vier Wochen nach der OP ) nicht genau sagen, wann sie zur Toilette muss und die Gefahr der Inkontinenz besteht.</p>
<p>Zur Überwachung wurde sie tagsüber in einen Rollstuhl vor das  Schwesternzimmer gesetzt, in dem ihre Beine nicht bis zum Boden reichten, sondern in der Luft baumelten; die Folge waren dicke Beine, Muskelschmerzen und trotz inzwischen einsetzendem Training die Unfähigkeit zum Laufen, was sie vor der OP allein ohne Stock konnte. Die mitgelieferten Schuhe wurde ihr an die Füße geschoben, was angesichts der geschwollenen Beine zum Blutstau in den Füßen führte. Erst auf mein Drängen wurde ihr ein umgedrehter Waschkorb unter die Füße gestellt, damit die Füße ein wenig Halt hatten.<br />
Vor dem ersten Training mit einem Ergotherapeuten wurde ich aufgefordert, ihr Schuhe in Übergröße zu kaufen, da ja die Beine angeschwollen waren und eine Hilfe, wieder auf die Beine zu kommen, ansonsten abgelehnt wurde. Von der Essensversorgung will ich nicht reden, da trotz Beschwerden viermal wöchentlich ein Weissbrot mit Leberwurst und ein Schälchen Apfelmus als Abendessen gereicht wurden &#8211; für das<br />
Füttern bzw. die Hilfe beim Essen war kaum Zeit.</p>
<p>Da ich selbst tagsüber weiter weg im Ruhrgebiet arbeite, organisierte ich die weitere Pflege auch im Krankenhaus, wo am Nachmittag jeweils eine Kraft des &#8220;Generationen-Netzwerkes&#8221; für zwei bis drei Stunden mit meiner Mutter verbrachte, was die eingespielte Routine von zuhause wieder aufnahm.</p>
<p>Nach dem Fädenziehen von der OP sagte man mir eine Rehabilitation zu, wählte jedoch ohne meine Zustimmung eine Institution aus, die für Besuche der Altenpflegerinnen des Generationen-Netzwerkes nicht erreichbar war; auf meine Beschwerde lenkten die Stationsärztin und der Sozialdienst ein und wählten ein geographisch nahe gelegenen Krankenhaus aus, wo Reha möglich sein sollte. Das Hörgerät der Fa. AUtec im Wert von 5.900,00 € ging in diesem Krankenhaus ebenfalls teilweise verloren; das Gerät am<br />
linken Ohr ist nicht mehr auffindbar, so dass uns zusätzlich zur gesundheitlichen Verschlechterung auch ein Schaden von über 2.500,00 € entstanden ist, für den keiner aufkommen will.</p>
<p>2. Krankenhaus:<br />
Am Abend nach der Verlegung erfuhr ich, dass das Elisabeth-Krankenhaus in Velbert-Neviges keine Reha war, sondern eine Akut-Geriatrie; das dieses Krankenhaus als Teil der St. Antonius &#8211; Gesellschaft Wuppertal im September 2009 geschlossen werden sollte und die Motivation der Pflegekräfte ein wenig beeinträchtigt war d.h. die Begrüßung lautete: &#8220;Eine Stationsärztin haben wir nicht, eine Pflegeleitung auch nicht und ich als stellvertretende Pflegeleitung bleibe auch nur bis zum 1. April 2009&#8243;. Meine Mutter war vom &#8220;Regen in die Traufe&#8221; gekommen. Von Beantragung einer Reha war nicht mehr die Rede; im Gegenteil teilte der Arzt dort im Gespräch mit meiner Schwester und mir mit, dass er für eine Reha eine Begutachtung erstellen muss über die Fähigkeit, die Anweisungen der Reha umzusetzen und er sehe aufgrund der Demenz meiner Mutter dazu keine Chance d.h. es bestehe eine Chance von 90 zu 10 %, dass die Krankenkasse den von ihm gestellten Antrag annehme. Der Antrag sollte heute gestellt werden und wurde erst gar nicht vom Krankenhaus gestellt! Ich drängte auf eine Absprache mit dem Hausarzt, was dazu führte, dass in der Besprechung im Krankenhaus uns mitgeteilt wurde, dass der Arzt bis Mittwoch in Urlaub sei &#8211; tatsächlich erfuhr ich nachträglich vom Hausarzt, dass er versucht habe, den Krankenhausarzt zur angegebenen Zeit zu erreichen und nicht durchgestellt wurde, weil der Arzt angeblich nicht im Haus war!</p>
<p>Auf meine Frage, wie denn mit meiner Mutter weiter verfahren werden sollte, erfuhren wir<br />
lediglich, dass die Elisabeth-Klinik als Akut-Geriatrie meine Mutter nur bis Ende der Woche &#8211; höchstens Anfang nächster Woche behalten könne. Wenn wir danach für sie keine Versorgung hätten, müsste sie in ein Altenheim. Mein Einwand, dass vor Ostern als höchstem katholischen Feiertag die aus Polen stammenden, meine Mutter bisher versorgenden Altenpflegerinnen, nicht kommen können, wurde damit begegnet, dass wir als Angehörige entweder einen Platz finden oder sie als Krankenhaus meine Mutter in<br />
ein geeignetes Heim verlegen.</p>
<p>Da meine Mutter bisher nur Pflegestufe I hat, bedeutet die Kurzzeitpflege bis nach Ostern einen privat aufzubringenden Betrag von über 1.000,00 € für ca. 2 Wochen, von der weiteren Verschlechterung der Demenz durch eine erneute Verlegung in eine unbekannte Umgebung mit unbekannten Menschen nicht zu sprechen.<br />
Dieser rabiate Umgang mit dementen Menschen und das Ablehnen der Zusammenarbeit mit dem den Krankheitshergang kennenden Hausarzt spricht eine deutliche Sprache &#8211; mir scheint es zu sein, dass hier demente Menschen in voller Absicht in Altenheime abgeschoben werden und den Angehörigen keine Möglichkeit gegeben wird, eine Pflege zu Hause weiter zu führen bzw. keine Zeit gelassen wird, sie zu organisieren.<br />
Die Arztnamen und den genauen zeitlichen Hergang gebe ich auf Anfrage gern bekannt; der jetzt ausgelöste, starke Schub der Demenz ist nicht in erster Linie auf die OP, sondern auf die Behandlung durch Pflegepersonal und Ärzte nach der OP zurückzuführen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Elmar Fr. Strüder</p>
<p>Nachtrag dazu:<br />
Inzwischen geht aus der Diagnose der Ärzte des ElisabethKrankenhaus in Velbert-Neviges ( Teil der St. Antonius Klinik für Geriatrie in Wuppertal ) &#8211; die sie bei dem Antrag auf Reha stellten und der mir in Kopie vorliegt &#8211; hervor, dass sie meine Mutter für irreparabel inkontinent halten. Dies war sie vor der OP nicht.<br />
Dies ist das Ergebnis der fehlerhaften Betreuung und nachlässigen Versorgung nach der Operation. Durch Erkundigung von Krankenpflegern und der ehemaligen Leiterin der Krankenpflegeschule Köln weiss ich, dass spätestens fünf Tage nach einer OP mit dem Training der Blase begonnen werden muss. Hier wurde<br />
im Bethesta-Krankenhaus ( Liegezeit 1,5 Wochen nach der OP ) überhaupt nicht damit begonnen, sondern auf ärztliche Anweisung der Katheder liegen gelassen.</p>
<p>Nach der Überstellung in das Elisabeth-Krankenhaus ist es seither dafür zu spät; trotzdem werden aufgrund Kräftemangels lieber Erwachsenenpampers gelegt statt meine Mutter mehr zu betreuen. Inzwischen ist durch die Billigversion dieser Pampers aus Plastik(!) der Hintern wund und sie hat ständig dort Schmerzen, die die Klinik wiederum wie bei dem Trigeminus mit Schmerzmitteln bekämpft!</p>
<p>Der Hausarzt wurde von mir ständig informiert und bemängelt vor allem, dass angeblich im Elisabeth-Krankenhaus eine Frühreha stattfinden soll; 1/2 Stunde Übung Gehen täglich mit einem Krankengymnasten ist dafür unzureichend &#8211; aber dies soll lt. Krankenhaus ausreichend sein dafür, dass sie wieder Gehen lernt. Auf diese Weise wird meine Mutter nicht nur inkontinent, sondern dauerhaft an den Rollstuhl gebunden durch Pflegemangel.</p>
<p>Ein Hoch auf das deutsche Gesundheits- und Krankenhauswesen, das den älteren und dementen Patienten soweit nicht pflegt, bis er nur noch in ein Altenheim kann und die individuelle Pflege zu Hause durch seine sogenannte Betreuung unmöglich macht!</p>
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		<title>Wie schlimm die Demenz seiner Uroma für meinen Sohn war, habe ich viel zu spät verstanden</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Dec 2008 10:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanna S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 1. Advent ist meine Großmutter gestorben. Wir haben an diesem Tag ihren 97. Geburtstag mit ihr gefeiert. Vor mehr als 11 Jahren ist bei ihr eine Demenz &#8211; &#8220;Alzheimer mit untypischen Verlauf&#8221; &#8211; diagnostiziert worden und seit 5 1/2 Jahren hat sie in einem Heim gelebt. Lange Zeit ging es meiner Großmutter im Heim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Advent ist meine Großmutter gestorben. Wir haben an diesem Tag ihren 97. Geburtstag mit ihr gefeiert. Vor mehr als 11 Jahren ist bei ihr eine Demenz &#8211; &#8220;Alzheimer mit untypischen Verlauf&#8221; &#8211; diagnostiziert worden und seit 5 1/2 Jahren hat sie in einem Heim gelebt.</p>
<p>Lange Zeit ging es meiner Großmutter im Heim relativ gut. Sie fühlte sich wohl und gut versorgt und die Demenz schritt so langsam voran, dass wir manchmal an der Dignose zweifelten. Erst in den letzten Monaten baute sie auch körperlich sehr ab und verbrachte die letzte Woche vor ihrem Geburtstag im Krankenhaus. Wir haben sie als ganze Familie dort besucht. Wie eine Antwort auf ihre ständig wiederkehrende Frage &#8220;Wen hab ich denn noch? Wer gehört denn noch zu mir?&#8221; haben sich an diesem Tag alle, die noch zu ihr gehörten, bei ihr versammelt. An ihrem letzten Tag war sie schon nicht mehr ganz in unserer Welt. Sie öffnete die Augen nicht mehr und konnte auch nicht mehr mit Worten auf unsere Zuwendung reagieren. Trotzdem merkten wir immer wieder, dass sie uns, die Gebete, die wir sprachen, und die Lieder, die wir sangen, wahrnahm. Der Anblick meiner Großmutter, die so dünn und schwach geworden war, rührte mich zu Tränen. Die heftige Reaktion meines 18jährigen Sohnes hat mich dennoch überrascht. Er brach in Tränen aus und war untröstlich. <span id="more-462"></span>Das hatte ich nicht erwartet, weil er seine Uroma in den letzten Jahren nur sehr selten besucht hatte und ich dachte, dass er eine so alte Frau einfach langweilig fände. Als er mir unter Tränen erklärte, dass er sie nur deshalb in den letzten Jahren so selten besucht hat, weil er sich das Bild seiner fröhlichen Urgroßmutter, das er aus frühen Jahren in Erinnerung hatte, bewahren wollte, hat mich das zutiefst erschüttert. Er hat mir das vorher nie erzählt und überhaupt nur wenig über die Uroma gesprochen.</p>
<p>Ich selbst habe mich mit den Veränderungen meiner Großmutter ganz gut abfinden können und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass es für meine Kinder so schlimm sein könnte. Im Nachhinein sehe ich, dass ich ihnen viel mehr Gespräche und Hilfestellungen hätte anbieten sollen!</p>
<p>Großmutter ist am Nachmittag ihres Geburtstages gestorben. Mein großer Sohn hat ihre Hand gehalten, meine Mutter hat ihren Rücken gestreichelt und ich hielt sie im Arm. Es war ein sanftes Ende und alles rundherum stimmte. Auch das Krankenhaus bot uns eine so ruhige und wohltuende Umgebung, dass dieser Abschied bei aller Trauer auch eine gute Erfahrung war.</p>
<p>Und ich bin froh, dass mein Sohn dabei war und gespürt hat, dass sein Da-Sein am Ende auch sehr wichtig war für seine liebe Uroma.</p>
<p>Susanna S.</p>
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