Montags kommt die Erinnerung!

Donnerstag, 3. Februar 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Naturerlebnispädagogik mit an Demenz erkrankten Seniorinnen und Senioren

Im Rahmen ihrer Altenpflegeausbildung führte die Klasse AP3 Co 08 mit der Lehrkraft und Naturerlebnispädagogin Petra Schreiner das Projekt „Natur erleben – gegen das Vergessen“ durch. Daran nahmen ein Bewohner und sechs Bewohnerinnen der beschützenden Station des Laurentiushauses in Lützelbuch und neun Auszubildende, zwei Schüler und sechs Schülerinnen, des Privaten Beruflichen Schulzentrums Coburg der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste teil. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 70 und 85 Jahren, die Diagnosen lauteten leichte bis mittelschwere Demenz.

Da es kaum Literatur zum Thema „Naturerlebnispädagogik mit alten bzw. dementen Menschen“ gibt, entschloss ich mich mit meiner Klasse naturerlebnis- pädagogische Waldtage für an Demenz erkrankte Senioren anzubieten, durchzuführen und aus zu werten. Unsere Zielsetzungen waren: das Bedürfnis wecken nach Naturnähe und physischer Freiheit und das Knüpfen von sozialen Kontakten. Die Sinne sollen durch Außenreize wie Wind und Sonne stimuliert, sowie der Gleichgewichtsinn geschult werden. Die Senioren sollten die Möglichkeit erhalten, durch Sehen, Hören, Riechen, Berühren Tiere, Pflanzen und Erde, wahrzunehmen. Außerdem sollten Emotionen stimuliert und Erinnerungen geweckt werden. Am wichtigsten aber waren Spaß und Lebensfreude der Senioren.

Für die Altenpflegeschüler war es lehrreich zu beobachten, wie die Senioren emotional, psychisch, physisch und sozial auf den Aufenthalt im Wald reagierten und welche Veränderungen sich in den fünf Wochen abzeichneten. Alle wichtigen Beobachtungen, die während und nach den Waldtagen festzustellen waren, dokumentierten die Schüler und  Pflegekräfte der beschützenden Station auf selbsterarbeiteten Beobachtungsbögen und werteten sie am Ende des Projekts aus. (Weiterlesen…)

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