Erfahrungen mit Pflegeheimen
Heute Nacht um 00.30, am 05.03.2011, bekam ich einen Anruf aus dem Pflegeheim, in dem mein Paps momentan lebt. Mein Puls ging schlagartig nach oben, als ich die Nummer im Display meines Handys sah und Angst machte sich in mir breit – Angst vor der Nachricht, dass mein über alles geliebter Freund im Sterben liegt.
Das Heim hatte mich informiert, dass Paps ins UKE ( Uniklinik Eppendorf ) eingeliefert wurde, weil er die Nacht gestürzt war und sich heftig am Kopf verletzt hatte. Das UKE ist bei mir um die Ecke, daher der informelle Anruf.
Paps ist an Alzheimer mit Parkinson und Lewy-Körperchen-Demenz erkrankt. Festgestellt wurde es vor ca. 5 Jahren. Im UKE wurden Tests durchgeführt, Medikamente verschrieben, die dann vom Hausarzt wieder gestrichen wurden, weil zu teuer. So lebte dann Paps ohne weitere professionelle Hilfe weiter. Es ging ja auch soweit alles gut, Paps ist mit seinem Hund weiter bis bisher stundenlang spazieren gegangen – wie vorher auch – ist im Garten gewesen und hat dort gewerkelt etc… alles, wie vorher auch. Er wurde nur immer vergesslicher, hat seinen Hund gesucht, obwohl der auf seinem Schoss gesessen hat… hat vergessen, was man ihm kurz vorher sagte… etc. Dann wurde er Mumm gegenüber aggressiv… es wurde immer schlimmer… er hat sie geschubst, dann geschlagen, dann nachts gewürgt etc. Immer waren es andere, die das getan haben. Paps ist in seinem ganzen Leben nie aggressiv gewesen…meine erste und einzige “Backpfeife” von ihm habe ich erhalten, als ich 18 J war!!! Paps war immer mein Freund und Vertrauter… jeden Blödsinn, den meine Schwester und ich verzapft haben, haben wir ihm gebeichtet… nie hat er meiner Mutter etwas erzählt. (Weiterlesen
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