„Wie ich mich einmal in alles verliebte“
Der Roman „Wie ich mich einmal in alles verliebte“ von Stefan Merrill Block beginnt mit der Geschichte von Abel. Abel liebt die Frau seines Bruders: “Ich liebte sogar Dinge an ihr, die normalerweise nicht als liebenswert gelten. Zum Beispiel ihre Zehen. Nicht nur die Füße, nein, auch die Zehen. Krumm und schief von Geburt an, aber für mich so schön wie die Zacken eines Diadems.”
Dann gibt es Seth, der gleich mehrere Probleme hat. Er ist ein „Freak“, hat Akne, normale Mädchen ignorieren ihn und seine Mutter leidet an einer vererbbaren Alzheimer Frühform. Durch die Erkrankung der Mutter interessiert sich Seth neben den biologischen Grundlagen der Alzheimer Frühform vor allen Dingen für die Verbreitung der Krankheit. Er beschließt später ein Heilmittel gegen die Krankheit zu finden, aber zuerst macht er sich auf Suche nach der Herkunftsfamilie seiner Mutter.
Stefan Merrill Block verarbeitet in seinem Buch sehr viel.
Nicht nur, dass zwei Geschichten von ganz unterschiedlichen Personen (Abel und Seth) erzählt werden, in seinem Buch laufen weitere Handlungsebenen parallel. Unter anderem werden berührende Familiengeschichten von Personen, die an der Alzheimer-Krankheit leiden, angerissen, wie zum Beispiel die Geschichte der Llywelyn-Schwestern. Dazu ein Textbeispiel: „Barbara, die Jüngste und etwa so alt wie meine Mutter, war noch voll da. Patricia, die mittlere Schwester, geriet immer wieder aus nichtigem Grund in Rage. Und Judith, die Älteste, schlürfte Saft aus einer Trinkflasche und starrte unentwegt auf die Teletubbies, die gurrend über den Wandfernseher hampelten.“ (Weiterlesen
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