Beinahe eine Büttenrede

Dienstag, 16. Februar 2010 von Heidi

Je länger ich meine Mutter betreue, je mehr Zuwendung und Pflege sie braucht, desto kritischer sehe ich meine Umwelt und mich selbst. Und komme ins Kopfschütteln über unsere sogenannte zivilisierte Industrienation, auf die wir so stolz sind.

Mutter und ich haben am Wochenende eine Freundin besucht. Nach dem Mittagessen gingen wir zur Toilette. Windelwechsel war angesagt. Für mich seit langem ein völlig normaler Vorgang. Für meine Freundin nicht. „Toll, dass du das kannst. Dass du sowas auf dich nimmst. Ich könnte das nicht, ihr den Hintern abputzen und sowas“.

Ich war noch dabei, mich und Mutter wortreich erklärend zu verteidigen, die Sache ins Normale zu reden, als der Säugling schrie.

Meine Freundin eilte ins Kinderzimmer, holte das Baby und es war Windelwechsel angesagt. Ich musste (igitt) dabei zusehen und sie erzählte mir beiläufig, dass ihr Mann sich weigere auch mal Hand anzulegen. Er ekle sich so. (Weiterlesen…)

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