Suizid von Gunter Sachs

Dienstag, 10. Mai 2011 von Susanna S.

Gunter Sachs hat sich das Leben genommen, weil er an der “ausweglosen Krankheit ‘A’ leide”, wie er in seinem Abschiedsbrief geschrieben haben soll. Dieser Schritt hat große Wellen geschlagen. In allen Zeitungen und diversen Talkshows ist davon die Rede, die Betroffenheit ist groß. Natürlich ist die Diagnose einer Alzheimer-Krankheit zunächst einmal für jeden ein Schock und tatsächlich lässt sich die Krankheit nicht aufhalten. Aber ist es der richtige Weg, sich aus Verzweiflung das Leben zu nehmen?

Wenn ich daran denke, das ich eine Demenz bekommen könnte, macht mir das auch Angst. Ich weiß, dass es ein Weg ist, der in die totale Abhängigkeit führt und dass ich nicht darauf vertrauen kann, jederzeit liebevolle Menschen um mich herum zu haben, die wissen, wie sie auf mich eingehen und meine Bedürfnisse erkennen können.

Aber ich habe auch schon genug Menschen kennengelernt, die mit der Krankheit noch Jahre lang relativ gut gelebt haben, ihre Fähigkeiten weiterhin nutzen konnten und von Freunden und Familie unterstützt viel Lebensqualität erfahren haben. Was würde es bedeuten, wenn jeder sich nach der Diagnose das Leben nehmen würde? Wieviel wertvolles Leben ginge dadurch verloren!

Hier ist der Link zur Stellungnahme der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zum Suizid: www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=48&news=164

Susanna S.

3 Personen gefällt dieser Artikel.

Stichwörter: ,



Unsere Seite bei Facebook