Donnerstag, 19. Januar 2012 von Marita Gerwin
„Stell dir vor, Oma hat…..
…. kürzlich dem Kassierer im Supermarkt das Wechselgeld aus der Hand geschlagen. Er solle ihr gefälligst echte DM geben.”
Ein Theaterstück zum Vergessen.
„Stell Dir vor, Oma hat….“ so heißt das Theaterstück, das von der KulturWerkStadt Netphen aufgeführt wird. Wie gehen Betroffene und deren Angehörige mit Demenz um? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Theaterstück, dessen Darsteller zwischen acht und 80 Jahre alt sind.
Das Stück zeigt Szenen aus dem Leben einer Familie, die mit einer an Alzheimer erkrankten Oma zusammenlebt. (Weiterlesen
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Stichwörter: Theater
Samstag, 5. März 2011 von Marita Gerwin
Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich. (Honoré de Balzac)
Wie wichtig sind Erinnerungen für unser Leben? Stimmt es wirklich, dass Erinnerungen unsere Identität bestimmen, insbesondere in fortgeschrittenem Alter? An was erinnere ich mich und wie? Habe ich Einfluss auf meine Erinnerungen, oder konstruiere ich sie vielleicht selbst? Was ist objektiv und was ganz subjektiv? Sollte ich schon während meines Lebens dafür sorgen, dass ich später gute Erinnerungen an mein Leben habe? Was machen Erinnerungen mit mir und meinen Mitmenschen? Und was passiert, wenn ich immer mehr vergesse? Ist das wirklich immer schlimm oder manchmal auch gnädig, befreiend, versöhnend?
Das TEATRON THEATER möchte sich mit diesen Fragen zusammen mit Menschen verschiedener Altersgruppen auseinander setzen, schwerpunktmäßig jedoch mit älteren Menschen. Aber auch jüngere Menschen sind willkommen, die sich mit dem Thema Erinnerung aus der Perspektive des Älterwerdens auseinandersetzen möchten.
In Form eines Theater-Workshops soll die Möglichkeit entstehen, eigene Erfahrungen mit dem Thema zu reflektieren, Fragen zu stellen, neue Blickwinkel zu eröffnen. Sowohl in Gesprächen als auch in aktiven Theaterübungen soll ohne inhaltliche Vorgaben möglichst frei, kreativ und spielerisch mit dem Thema umgegangen werden. Am Ende des dreiteiligen Workshops wird eine Präsentation der Arbeitsergebnisse in der KulturSchmiede Arnsberg stattfinden.
Drei auf einander aufbauende Workshop – Bausteine sollen an folgenden
Terminen in der KulturSchmiede, Apostelstr. 5, 59821 Arnsberg stattfinden:
04. – 08.04.2011 jeweils 16 – 19 Uhr Ort noch unbekannt
02. – 06.05.2011 jeweils 16 – 19 Uhr KulturSchmiede Arnsberg
14. – 19.06.2011 jeweils 16 – 19 Uhr KulturSchmiede Arnsberg
19.06.2011 Präsentation 19 : 00 Uhr KulturSchmiede Arnsberg
20.06.2011 Präsentation 19 : 00 Uhr KulturSchmiede Arnsberg
21.06.2011 Präsentation 19 : 00 Uhr KulturSchmiede Arnsberg
Ein Kooperationsprojekt des TEATRON THEATERs und der Lern-Werkstadt Demenz Arnsberg.
e-mail: info@teatron-theater.de
www.bildungsstadt-arnsberg.de
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Stichwörter: Erinnerungen, Theater
Dienstag, 22. Februar 2011 von Marita Gerwin

Alle Fotos von Dr. Jürgen Richter
“Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden!”
Anne sitzt mit ihrem grünen Plastiksack auf der Bühne der Kulturschmiede in Arnsberg. Sie hat all ihre Habseligkeiten, an denen sie hängt, in diesem grünen Sack verstaut. Sieben Damen schauen sie schweigend an, dabei summen sie das Lied „Ganz Paris träumt von der Liebe….“
Rund um die Bühne sitzen 90 Zuschauer. Hautnah erleben sie die Präsentation der Ergebnisse des Theater-Workshops der acht Teilnehmerinnen im Alter zwischen 40 bis über 70 Jahren im TEATRON THEATER.
Geschäftiges Treiben auf der Bühne: Johanna strickt; Rosi liest Anweisungen auf Medikamentenschachteln; Eva schaut alte Fotos an; Doris schreibt Gedichte; Lisa zieht ihre langen Handschuhe an; Dorothee repariert etwas.
Ein munterer Satz-Pingpong beginnt. Scheinbar wild aneinander gereihte Sätze, gestenreich und emotional von den Damen vorgetragen, nebeneinander gesetzt, verschmelzen zu einer Einheit, verbinden sich zu einer Geschichte rund um das Altern. Es ist mucksmäuschen still im Publikum. Gebannt hören wir zu und entdecken Parallelen zu unserer eigenen Lebenswelt……
Im Alter muss man nicht mehr schön sein…aber man muss gut aussehen. Für einen Flammkuchen – da würde ich mein Leben geben.Und dann noch ein gutes Glas Rotwein dazu……. Mhm …..Wenn du Herzschmerzen hast, dann nimm Baldrian, das beruhigt. Ich bin Elektroniker, eigentlich Elektronikerin, E – lek – tro – ni – ke – rin. Falten, Besenreiser, Cellulitis, rote Flecken, braune Flecken, Altersflecken. Was ist Schein, was ist Wahrheit? Meine Mutter hat ihr Leben lang im Garten gearbeitet, und bei jeder Blume denke ich an sie. Ein Altenheim mitten im Wohngebiet? Das will doch keiner! Jung dynamisch ist in! Mein 81- jähriger Vater hat sich wieder eine Freundin ausgesucht, aber er meint, das wird wohl nichts, die ist noch zu fit. Wenn ich nicht mehr laufen kann, kauf ich mir ´n Rentnerporsche! Oh, ich freu mich jetzt schon – wenn ich alt bin, geht der Wecker nicht mehr. Mein Bauchnabel hat sich gesenkt. Alter ist ja auch was Schönes! Man kommt schon ins Überlegen, was wohl mal sein wird mit dem eigenen Tod. Die ganz Alten, die will ja keiner sehen! Ich habe morgens immer solche Verdauungsprobleme. Lasst mich doch alle einfach in Ruh! Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden!“
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Stichwörter: Theater
Freitag, 22. Oktober 2010 von Marita Gerwin
Ein Fest für die Sinne! Premiere im Jugendzentrum in Arnsberg.
Dass Figurentheater der Generationen präsentiert seine Ergebnisse und feiert vor begeistertem Publikum seine Premiere im vollbesetzten Saal des Jugendzentrums in Arnsberg: Standing Ovation! Applaus, Komplimente, Glückwünsche an die Künstler zwischen 6 bis 90 Jahren.
Ein Dialog der Generationen par excellence!
Wochenlang haben Sie zusammen gewerkelt, wundersame Figuren an langen Fäden zum Leben erweckt, ihnen eine Geschichte auf den Leib geschrieben, die Choreographie für das Theaterspiel entwickelt, das faszinierende Bühnenbild gestaltet.
Das Lampenfieber der Akteure ist zum Greifen nah. Kribbeln im Magen bei Alt und Jung. “Wird es gelingen?” (Weiterlesen
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Stichwörter: Spielen, Theater