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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Tipps für den Alltag</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Gesehen werden und sehen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 14:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für den Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Spiegel ist eine Glasscheibe, die ihr Gegenüber stumm wiedergibt. Erst der Hineinblickende denkt sich die Geschichte dazu aus, passend zur vorgefassten Meinung. Bereit, Kritik zu üben. Es ist ein Unterschied, ob wir nur das Gesicht erblicken oder den ganzen Oberkörper im Umfeld. Tiere sind da neutral. Einem vorgehaltenen Spiegel messen sie nur Aufmerksamkeit zu, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Spiegel ist eine Glasscheibe, die ihr Gegenüber stumm wiedergibt. Erst der Hineinblickende denkt sich die Geschichte dazu aus, passend zur vorgefassten Meinung. Bereit, Kritik zu üben. Es ist ein Unterschied, ob wir nur das Gesicht erblicken oder den ganzen Oberkörper im Umfeld. Tiere sind da neutral. Einem vorgehaltenen Spiegel messen sie nur Aufmerksamkeit zu, wenn sich darin etwas bewegt.</p>
<p>Wenn nun das, was wir im Abbild zu erblicken hoffen, nicht sofort unserer Erwartung entspricht, sind wir alle, Gesunde wie Kranke, verunsichert, erschrocken, wehren wir enttäuscht oder wütend ab. Wir wollen sogar über das Spiegelbild die Kontrolle behalten! Hätte die Königin im Märchen nicht einfach zufrieden sein können, in ihrem Umfeld die Schönste zu sein? Nein! Das Spiegelbild sollte exakt unserer Überzeugung entsprechen. Tagaus, tagein.</p>
<p>Morgens, nach dem Frisieren und dem Anlegen einer Kette, reiche ich Mutter den Handspiegel. Lobe sie für ihr fabelhaft gutes Aussehen. Sie schaut hinein. Im Gegensatz zu anderen Demenzkranken ist Mutter niemals aggressiv. Der Blick ist manchmal kritisch, als frage sie, wer ist diese Frau hier? Was will sie? Ganz langsam fasst sie sich an die Kette und nickt.<span id="more-2501"></span></p>
<p>Im Aufzug zur Betreuungsgruppe ist die halbe Wand mit einem Spiegel verkleidet. Wir beide schauen uns daraus entgegen. Mutter im Rollstuhl sitzend, ich den Arm um ihre Schulter gelegt, abwechselnd sie direkt neben mir oder ihr Spiegelgesicht anschauend. Manchmal treffen sich unsere Augen darin. Faszinierend.</p>
<p>Deshalb kam mir die Idee: wie wäre es, wenn wir einen großen Spiegel in der Wohnung hätten, der Mutter’s Neugierde mehrmals am Tag anregt? Das musste ich unbedingt ausprobieren. Entgegen meiner Gewohnheit, das Umfeld der Kranken nicht zu verändern, haben wir vorgestern im Baumarkt aus vielen Modellen gemeinsam eines ausgesucht und neben der Flurgarderobe montiert.</p>
<p>Mutter kann lange davor sitzen und beobachten. Lächelnd, aufmerksam, manchmal ernsthaft nachdenklich. Wir sind nicht ganz sicher, wen oder was sie darin sieht, ob sie sich selbst erkennt. Aber allein der Ortswechsel aus dem Wohnzimmer heraus in den Flur, wo wir uns normalerweise nur Momente aufhalten, bringt Abwechslung für uns beide in der Alltagsroutine. Wir haben ein neues Spielzeug entdeckt.</p>
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		<title>Der stand-by Modus</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 09:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für den Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab einem gewissen Stadium sitzen unsere Angehörigen fast nur noch in ihrem Lehnstuhl oder auf dem Sofa und dösen vor sich hin. Wir lassen sie in Ruhe in der Annahme, dass sie ein Nickerchen halten und nicht mitbekommen, was um sie herum geschieht. Nicht so bei meiner Mutter. Bei ihr gibt es eine weitere Funktion: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab einem gewissen Stadium sitzen unsere Angehörigen fast nur noch in ihrem Lehnstuhl oder auf dem Sofa und dösen vor sich hin. Wir lassen sie in Ruhe in der Annahme, dass sie ein Nickerchen halten und nicht mitbekommen, was um sie herum geschieht.</p>
<p>Nicht so bei meiner Mutter. Bei ihr gibt es eine weitere Funktion: sie schaltet auf stand-by. Sie kennen doch diese Funktion am Fernseher, wo der rote Knopf nur darauf wartet, aktiviert zu werden. Oder am PC, wo der Bildschirm vorübergehend dunkel wird, bis jemand auf eine beliebige Taste drückt.</p>
<p>Genau so sieht dieser stand-by-Zustand bei meiner Mutter aus: Sie hat den Kopf leicht gesenkt, die Augen geschlossen, den Körper entspannt. Scheint gar nicht zu bemerken, ob die Fliege an ihr vorbeihuscht oder ob ich vor ihr stehe. Doch sobald ich mich neben sie setze und sie anspreche, beginnen die Mundwinkel zu zucken. Wenn ich dann ihre Hand nehme, gehen die Augen zeitlupenlangsam auf. Sie schaut mit leerem Blick in meine Richtung. Nach einem Moment tritt Erkennen auf, es breitet sich ein strahlendes Lächeln aus. Wenn wir jetzt miteinander Gymnastikübungen machen oder singen, ich sie aufnehme, um mit ihr ein wenig im Zimmer herumzugehen, dann ist sie voll dabei. So, als ob man einen Schalter umgelegt hätte. Sofort nach dem Hinsetzen schließt sie erschöpft die Augen und schläft ein. Das ist die echte Nickerchenpause für maximal zehn Minuten. Danach schaltet sie um auf stand-by.  Die Körperhaltung verändert sich nur geringfügig. Kopf weiterhin gesenkt, Augen geschlossen, Körperhaltung jedoch weniger schlaff. So, als ob sie nur darauf wartet, angesprochen zu werden.<span id="more-2460"></span></p>
<p>Ein kaum wahrnehmbares Lächeln spielt sich auch um die Mundwinkel wenn ich mich nicht direkt mit ihr beschäftige sondern nur in der Ecke sitze und bügle, dabei vor mich hinsumme oder leise singe oder staubsauge. Ich weiß, ich spüre, sie bekommt es unterschwellig mit. Sie verfolgt auch, wenn Besucher und ich uns miteinander unterhalten.</p>
<p>Deswegen passe ich auf, welches Programm wir ihr präsentieren, WAS wir über sie reden, welche Themen wir mit wem diskutieren, welche Geräusche wir machen, welches Fernsehprogramm läuft. Denn wir wissen nicht, wie sie diese Information verarbeitet, was in ihr vorgeht, welche Gefühle oder Erinnerungen wir vielleicht gerade fragmentartig auslösen. Sicher ist nur, in diesem stand-by Modus bekommt meine Mutter ALLES mit! Negatives wie Positives. Sie registriert und verarbeitet, ohne aktiv daran teilzunehmen.</p>
<p>Probieren Sie es doch mal aus, bei Ihren Angehörigen, ob es da vielleicht ähnlich ist?</p>
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		<title>Kochen und Alltagstätigkeiten nach Bildern</title>
		<link>http://www.alzheimerblog.de/2008/09/30/kochen-und-alltagstatigkeiten-nach-bildern/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 19:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Ki-Kre</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte von Fachleuten]]></category>
		<category><![CDATA[Ergotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für den Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft ist es so, das Reihenfolgen vertauscht werden oder Betroffene nicht mehr erinnern können, wie zum Beispiel Kaffee mit der Maschine zubereitet wird oder ähnliches. Die Verzweiflung ist verständlicherweise gross und es macht häufig Angst, solche Alltagskompetenzen zu verlieren. Hier ein kleiner Tipp, der sich im Praxisalltag schon oft bewehrt hat: Ich mache es oft mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oft ist es so, das Reihenfolgen vertauscht werden oder Betroffene nicht mehr erinnern können, wie zum Beispiel Kaffee mit der Maschine zubereitet wird oder ähnliches. Die Verzweiflung ist verständlicherweise gross und es macht häufig Angst, solche Alltagskompetenzen zu verlieren.</p>
<p>Hier ein kleiner Tipp, der sich im Praxisalltag schon oft bewehrt hat:</p>
<p>Ich mache es oft mit den Patienten so, das ich sie zunächst aufschreiben lasse, wie eine bestimmte Tätigkeit, zum Beispiel eben Kaffee kochen, aussieht. Bestehen Lücken oder Verwechsler helfe ich gerne, aber nicht belehrend weiter.</p>
<p>Haben wir die Reihenfolge festgelegt, führen wir die Tätigkeit Schritt für Schritt aus, dies machen wir möglichst entweder im häuslichen Umfeld oder aber mit den häuslichen Gerätschaften (wir wollen ja Alltagsdinge beüben).</p>
<p>Es werden nun nach Absprache die einzelnen Tätigkeitsschritte fotografiert und mit dem aufgeschriebenen Text versehen. Diese Karten klebe ich auf recht festen Karton, je nach Thema einer Farbe zugeordnet.</p>
<p>So entstehen Bildkarten, die nummeriert werden und mit dem Text (der ggf. von mir  gut lesbarer Größe abgetippt wird) versehen werden.</p>
<p>Ich habe Patienten, die haben mehrere beschriftete Bildkartenboxen zu den verschiedensten Themen und kommen so mit weniger Hilfe zurrecht und werden wieder etwas sicherer.</p>
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