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	<title>Alzheimer BLOG &#187; Weihnachten</title>
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	<description>Eine Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft</description>
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		<title>Alte Werte = ungeahnte Schätze</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 06:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte von Fachleuten]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstage]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine kleine Plastikpuppe mit blondem Wuschelkopf, großen blauen Augen und einem etwas zerdrückten, spitzenumsäumten rosa Seidenkleid – das war mein Weihnachtsgeschenk im letzten Jahr für Mutter. Schön in Geschenkpapier verpackt, mit Schleife, so wie es sich gehört. Das Ergebnis war eine Überraschung für mich selbst: sie war total überwältigt! Eigentlich war es ein Verlegenheitsgeschenk, denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="0cm 0cm 0pt;"><span style="Times New Roman;">Eine kleine Plastikpuppe mit blondem Wuschelkopf, großen blauen Augen und einem etwas zerdrückten, spitzenumsäumten rosa Seidenkleid – das war mein Weihnachtsgeschenk im letzten Jahr für Mutter. Schön in Geschenkpapier verpackt, mit Schleife, so wie es sich gehört. Das Ergebnis war eine Überraschung für mich selbst: sie war total überwältigt!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="0cm 0cm 0pt;"><span style="Times New Roman;">Eigentlich war es ein Verlegenheitsgeschenk, denn was schenkt man einer Frau, die nur noch mit dem Gesichtsausdruck kommuniziert? Deren Leben ich komplett bestimme. Den üblichen Wollschal? Likör? Irgendetwas Neues? Mit Betonung auf „Neues“ ? Weiß sie was das Wort „Geschenk“ heißt und welche Erwartungen der Schenkende damit verknüpft?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="0cm 0cm 0pt;"><span style="small;"><span style="Times New Roman;">Da fiel mir die Puppe ein. Mutter hatte sie mir vor Jahren geschenkt – und sie hat ihr selbst wesentlich mehr gefallen als mir. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="0cm 0cm 0pt;"><span style="Times New Roman;">Wenn ich so an meine Kindheit denke, damals hat sie mit mir zusammen ständig Puppenkleider genäht, gestrickt, bestickt. Wir hatten viel Spaß dabei. Und so kam mir diese Puppe in den Sinn, die ich mich nicht wegzuwerfen getraut habe, die nur ins Sichtfeld kam, wenn Mutter ihren Besuch angekündigt hat. Aber genau dieses Ding wurde zum absoluten Renner am Weihnachtsabend! Genau genommen wurde sie zu MEINEM schönsten Geschenk, als ich Mutter so strahlend und glücklich sah! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="0cm 0cm 0pt;"><span style="Times New Roman;">Ob sie die rosa Blondheit so schön fand oder einfach eine glückliche Erinnerung ausgelöst wurde, werden wir nie erfahren. Sie hat den ganzen Abend die Puppe in den Händen gehalten, gestreichelt, das Kleid zurechtgezupft, das Haar glatt gestrichen, verträumt gelächelt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="0cm 0cm 0pt;"><span style="small;"><span style="Times New Roman;">Etwas Schöneres kann man sich nicht vorstellen. Aber nachfühlen: Erinnern Sie sich an dieses AHA-Erlebnis, als Sie beim Entrümpeln auf dem Speicher oder im Keller diese Kiste mit dem alten Krempel entdeckten? Was haben Sie da gefühlt?<span style="yes;"> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="0cm 0cm 0pt;"><span style="Times New Roman;">Mein Rat: Wir allein wissen, was dem/der Angehörigen wichtig war und gefallen hat. Wir allein haben diesen Schatz gratis in der Hand! Schenken wir dem lieben Angehörigen eine schöne Erinnerung! Frohe Weihnachten!</span></p>
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		<title>Weihnachten mit einem demenzkranken Angehörigen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 07:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Mueller-Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachten steht vor der Tür. Ein Fest, das traditionell im Kreis der Familie gefeiert wird und mit dem ältere Menschen viele Erinnerungen verbinden. „Meine Mutter“, so eine Angehörige am Alzheimer-Telefon „lebt im Heim. Wir überlegen, ob wir das Weihnachtsfest in diesem Jahr gemeinsam mit ihr im Kreis der Familie feiern sollen. Im Heim wurde uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/12/kerzen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1013" title="kerzen" src="http://www.alzheimerblog.de/wp-content/uploads/2009/12/kerzen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Weihnachten steht vor der Tür. Ein Fest, das traditionell im Kreis der Familie gefeiert wird und mit dem ältere Menschen viele Erinnerungen verbinden.</p>
<p>„Meine Mutter“, so eine Angehörige am Alzheimer-Telefon „lebt im Heim. Wir überlegen, ob wir das Weihnachtsfest in diesem Jahr gemeinsam mit ihr im Kreis der Familie feiern sollen. Im Heim wurde uns abgeraten. Mutter war nach dem letzten Besuch bei uns sehr unruhig und konnte sich, so die Pflegekräfte, schlecht wieder einleben. Doch ich hatte das Gefühl, dass es ihr gut ging, sie hat viel gelacht, wir haben von damals erzählt und die gemeinsame Zeit genossen. Wie verhalte ich mich jetzt am besten?“</p>
<p>„Das Weihnachtsfest ist das Fest der Familie und das Bedürfnis, seine Lieben um sich zu haben und gemeinsam zu feiern, ist sehr groß. Versuchen Sie trotzdem genau zu überlegen, wie es aussehen wird, wenn Ihre Mutter in diesen Tagen bei Ihnen ist: Mit dem Fest sind einige Vorbereitungen verbunden. Kann Ihre Mutter dabei helfen oder wird sie vielmehr orientierungslos sein, weil Sie sich ihr nicht durchgehend widmen können? Lassen sich die Aufgaben auf mehrere Familienmitglieder verteilen? Was ist, wenn Ihre Mutter unruhig wird und herumwandert oder beginnt, den Weihnachtsbaum abzuschmücken? Wird das die Stimmung zerstören und Unfrieden hervorbringen? Versuchen Sie, diese Dinge möglichst objektiv zu überdenken. Wenn Sie meinen, dass die Chancen für ein harmonisches Fest bei Ihnen zu Hause gut stehen, dann sprechen Sie mit dem Personal im Heim darüber. Bitten Sie um Verständnis, wenn Ihre Mutter in der Zeit danach wieder gesteigert unruhig sein sollte. Wenn Sie aber das Gefühl haben, mit der Situation zu Hause überfordert zu sein, dann überlegen Sie lieber, wie Sie das Fest für Ihre Mutter auch im Heim stimmungsvoll und schön gestalten können.“</p>
<p>Vorschläge zur Gestaltung des gemeinsamen Festes:</p>
<p>Sie als Angehörige machen sich vielleicht Gedanken darüber, wie Sie das Fest gestalten sollen. Sie fragen sich, wie es sein wird, wenn Vater oder Mutter Weihnachten bei Ihnen sind, oder was Sie tun können, damit Ihre Angehörigen diese Zeit auch im Heim festlich verbringen können.</p>
<p>Gerade traditionelle Feste wie das Weihnachtsfest können aufgrund der Bedeutung, der Gewohnheiten und der Rituale, mit denen in der Familie gefeiert wurde, viele Möglichkeiten für eine wohltuende gemeinsame Zeit bieten.<span id="more-933"></span></p>
<p>Versuchen Sie das Fest mit und für Ihren Angehörigen so zu gestalten, dass viele Erinnerungen wachgerufen werden. Bereiten Sie sich gemeinsam auf das Weihnachtsfest vor. Die Adventszeit wurde und wird in den Familien auf ganz besondere Art und Weise gestaltet. Schmücken Sie Ihre Wohnung so, wie es Ihr Angehöriger gewohnt ist. Wenn es möglich ist, gestalten Sie die Wohnung bzw. das Zimmer im Heim gemeinsam. Der klassische Adventskranz ist ein Symbol, das Demenzkranken helfen kann, die Weihnachtszeit wieder zu erkennen. Auch die Weihnachtsbäckerei bietet sich an, um mit Düften und Formen zu vermitteln, dass bald Weihnachten ist.</p>
<p>Lassen Sie sich erzählen, wie das Weihnachtsfest gefeiert wurde, als Ihr Angehöriger noch ein Kind war. Vielleicht erinnert sich Ihr Angehöriger an weitere Bräuche. Am 4. Dezember, zum Barbara-Tag, holte man zum Beispiel Kirschzweige herein, die in der warmen Wohnung bis Weihnachten erblühten.</p>
<p>Können Sie sich noch an die Bescherung in Ihrer Kindheit erinnern? Wie sind Sie beschenkt worden? Waren die Gegenstände eingepackt? Meist hatte jedes Familienmitglied einen festen Platz. Dort lagen die Herrlichkeiten und für jeden ein Weihnachtsteller mit Süßigkeiten, Lebkuchen, Äpfeln, Mandeln und Nüssen. Zunächst wurden Weihnachtslieder gesungen, manchmal die Weihnachtsgeschichte vorgelesen oder Gedichte aufgesagt, dann folgte die Bescherung. In den meisten Familien wurde festliche Kleidung getragen.</p>
<p>Gestalten Sie das gemeinsame Weihnachtsessen nicht zu aufwendig. Überlegen Sie, wer von der Familie dabei sein soll. Zu viele Personen auf einmal können für Demenzkranke eine Überforderung darstellen.</p>
<p>Vielleicht verlief bei Ihnen das letzte Fest ganz anders und Sie haben durch diese Anregungen Ideen entwickeln können, wie Sie das Fest in diesem Jahr mit und für Ihren Angehörigen gestalten wollen.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen frohe gemeinsame Festtage, wie und wo auch immer Sie sie verbringen.</p>
<p>Heike Müller-Schulz, Berlin</p>
<p style="text-align: right;">Bildquelle: Pixelio</p>
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		<title>Mit Volldampf durch den „Waldfrieden“</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 08:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alzheimer-Telefon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte von Fachleuten]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Biografiearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Advents- und Weihnachtszeit ist für uns Erzgebirgler eine ganz besondere Jahreszeit. Es ist eine Zeit in der Familie, in Ruhe und Geborgenheit. Eine Zeit, in der ganz intensiv alle Sinne den Alltag bestimmen und begleiten. Gerüche wie Zimt oder Bratapfel, Weihrauch, Leim oder Lötzinn, die Melodie der Bergmannskapelle, der Turmbläser vom Kirchturm, die Glöckchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Advents- und Weihnachtszeit ist für uns Erzgebirgler eine ganz besondere Jahreszeit.<br />
Es ist eine Zeit in der Familie, in Ruhe und Geborgenheit. Eine Zeit, in der ganz intensiv alle Sinne den Alltag bestimmen und begleiten. Gerüche wie Zimt oder Bratapfel, Weihrauch, Leim oder Lötzinn, die Melodie der Bergmannskapelle, der Turmbläser vom Kirchturm, die Glöckchen der Pyramide oder das Fahrgeräusch der Modellbahn auf dem Eisenbahnbrett.<br />
Kerzen erhellen den Raum, es wird gebastelt, repariert und gebacken.</p>
<p>Diese wohligen Gefühle, oftmals bis in die Kindheit und das junge Erwachsenenalter zurückliegend, sollen in unseren Betreuungsalltag in der Begegnungsstätte „Waldfrieden“ in Thum einfließen und diese oder jene Träumerei wieder lebendig werden lassen. Denn wer erinnert sich nicht gern an seine Kindheit oder auch an das junge Erwachsenenalter, die so genannte Prägezeit.</p>
<p>Was für Mädchen und Mütter Puppenhaus oder Kaufmannsladen waren, ist für Jungen und Väter das geliebte Eisenbahnbrett. Da wurde geklebt und gelötet und jeder Vater war stolz, wenn alles funktioniert. Vom letzten Lohn wurde heimlich noch eine Lok gekauft. So mancher Vater hat für diese Leidenschaft das Rauchen aufgegeben, denn die Familienkasse ließ nicht beides zu. Erlebnisse, Erfahrungen, welche man „nie“ vergisst.</p>
<p>Diese ganzen wohligen Erinnerungen wollen wir in unserer Tagesbetreuung in den Monaten November/Dezember 2009 und Januar 2010 reaktivieren und anbieten. Speziell für unsere männlichen Gäste soll ein Eisenbahnbrett mit Landschaft aufgebaut werden. Gern auch noch mit unterschiedlichsten Utensilien rund um das Thema „Eisenbahn“ (Uniform, Pfeife, Öllampe&#8230;, Video).</p>
<p>Wenn dann noch die Schüler des Humanistischen Greifensteingymnasiums Thum oder der Freien Schule „Erzgebirgsblick“ Gelenau  zu Besuch kommen, hoffen wir auf angeregte Gespräche zwischen Jung und Alt am Eisenbahnbrett, am Tannenbaum.<br />
Wir freuen uns auf diese schöne Zeit mit unseren Gästen der Tagesbetreuung des Deutschen Roten Kreuzes in Thum/ Erzgebirge. Wer Lust und Interesse hat, ist gern eingeladen, uns zu besuchen.</p>
<div><span style="font-size: x-small; font-family: Arial;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Silke Weigel<br />
Leiterin Ambulante Soziale Dienste<br />
DRK KV Annaberg-Buchholz e.V., Herolder Straße 8a, 09419 Thum</span></span></div>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial;"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"> </p>
<p></span></span></p>
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</div>
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		<title>Heute ist der 2.Weihnachtsfeiertag&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 13:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen von Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen wollte ich besinnlich und in aller Ruhe genießen. Deshalb bat ich den Pflegedienst zu 7.30 h und 8.00 h zu kommen, um meine Mutti zu duschen. Mit ihrer Demenz und ihren fasst 89 Jahren benötige ich Hilfe, sehr viel Hilfe. Die besitzt die Pflegestufe III Härtefallregelung. Gegen 6.00 h stand ich auf, um in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen wollte ich besinnlich und in aller Ruhe genießen. Deshalb bat ich den Pflegedienst zu 7.30 h und 8.00 h zu kommen, um meine Mutti zu duschen. Mit ihrer Demenz und ihren fasst 89 Jahren benötige ich Hilfe, sehr viel Hilfe. Die besitzt die Pflegestufe III Härtefallregelung.<br />
Gegen 6.00 h stand ich auf, um in Ruhe zu frühstücken. Diese Zeit genieße ich. Ruhe am Tag, für mich, kaum.<br />
Nun bin ich deprimiert, gewiss nicht der richtige Ausdruck für meinen Seelenzustand. Nach dem Waschen brachte der Pflegedienst meine Mutter in die Küche. Sie bekam von mir das Frühstück gereicht. Danach ging ich in das Bad. Trotz meiner Erkältung nahm ich den Geruch von Kot war. Nicht schon wieder dachte ich und meine Stimmung erreichte in sekundenschnelle ihren Tiefpunkt. Den Pflegedienst habe ich zu meiner Entlastung. Aber was ist das für eine Entlastung wenn ich hinterher zusätzliche Reinigungsaufgaben bewältige? Die Duscheinlage war diesmal mit Kot beschmiert und ordnungsgemäß zusammengelegt. Es sind doch Frauen und dazu gelernter Personal. Mit der Hygiene stehen sie scheinbar auf dem „Kriegsfuß“?<br />
Die Handschuhe werden sicherlich zum persönlichen Schutz getragen. Was ist mit dem Schutz der Patienten? Oft, sehr oft sagte ich, dass sie bitte die Handschuhe wechseln möchten. Insbesondere nach der Reinigung der Genitalien sind neue Handschuhe anzuziehen und nicht mit den verkeimten Händen das Gesicht und den Oberkörper abzutrocknen.<br />
Warum schaffe ich es, die Hausschuhe ihr nicht im Bett anzuziehen? Ihr die Windeln im Bad abzunehmen und den Po zuerst mit Reinigungstücher zu säubern, ehe ich sie auf den Duschstuhl setzte. Vorher ziehe ich mir den Handschuh aus um nicht mit schmutzigen Fingern ihren Körper anzufassen. Meine linke Hand bleibt bei der Prozedur sauber. Damit greife ich die Reinigungstücher oder sonstige Gegenstände, die ich somit nicht verdrecken kann. Warum schaffen es die Pflegekräfte nicht? Mir ist es noch nie passiert, dass ich frisch angezogene Windelhosen vorn mit Kot beschmiert habe, aber den Pflegekräften. Für mich entsteht dadurch ein erhöhter Aufwand. Natürlich zog ich meiner Mutter saubere Sachen an.<br />
Es sind doch Frauen, die bestimmt nicht nach ihrem Toilettengang ohne Händewaschen ihr Gesicht mit Kosmetiker verschönern?<br />
Mir und meiner Mutter wird es jedoch zugemutet. Diese Umstände belasten mich sehr. Mit der Krankheit „Alzheimer“ meiner Mutter habe ich mich arrangiert. Abgefunden nicht. Manches Mal frage ich mich warum meine Mutti? Wir hätten uns das Leben so schön machen können.</p>
<p>Dagmar</p>
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