Samstag, 7. April 2012 von Redaktion Alzheimerblog
Das Redaktionsteam des Alzheimerblogs wünscht Ihnen fröhliche und unbeschwerte Osterfeiertage!
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Donnerstag, 5. April 2012 von DAlzG
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger zum Zukunftsdialog eingeladen. Sie stellt drei zentrale Fragen “Wie wollen wir zusammenleben?”, “Wovon wollen wir leben?” und “Wie wollen wir leben?”
Zu diesen Fragestellungen sollen die Bürger ihre Ideen und Denkanstöße einbringen und konkrete Handlungsvorschläge machen. Über diese Vorschläge wird online abgestimmt. Die Absender der 10 Vorschläge mit den meisten Stimmen werden ins Bundeskanzleramt eingeladen, um mit der Bundeskanzlerin über ihre Ideen zu sprechen.
Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, hat zur Fragestellung “Wie wollen wir zusammen leben?” einen Vorschlag online gestellt: “Voraussetzungen für ein gutes Leben mit Demenz schaffen”.
Noch bis zum 15. April können Sie diesen Vorschlag unterstützen und dafür sorgen, dass Demenz ein Thema des Zukunftsdialogs wird:
Geben Sie ihm Ihre Stimme unter:
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=12849
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Mittwoch, 4. April 2012 von Redaktion Alzheimerblog
Im Sommer 2004 lag der Vater von Sigrid Hofmaier im Koma und reagierte nur noch auf akustische Reize. “Niemand kam auf die Idee, ihm einen Kopfhörer aufzusetzen, denn keiner der Pfleger kannte seine Lieblingsmusik” erinnert sie sich.Da kam ihr Idee zum ICH-PASS: ein Buch, in dem jeder seine Vorlieben, Interessen und Abneigungen notieren kann. Sortiert nach unterschiedlichen Bereichen wie Liebe, Arbeit, Spiritualität, Träume oder Vergangenheit gibt es in dem Buch schöne Bilder, inspirierende Zitate und Fragen, die zum Nachdenken anregen.
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Freitag, 30. März 2012 von Redaktion Alzheimerblog
Wer rastet, der rostet. Es ist eine banale Wahrheit, die in dem bekannten Sprichwort steckt. Für alle, die ihren Alltag auch mit einer demenziellen Erkrankung gemeinsam meistern wollen und müssen, ist es aber eine wichtige Lebensregel. Denn sie mahnt, beweglich zu bleiben: So lange wie möglich den gewohnten Lebensrhythmus beizubehalten, immer aufs Neue vorhandene Fähigkeiten anzuregen, Erinnerungen wach zu halten. Gezielte Aktivierung und einfühlsame Begleitung können nicht nur den geistigen und körperlichen Abbau verlangsamen, sie tragen ganz entscheidend zum emotionalen Wohlbefinden der Kranken bei.
Unter anderem verlieren Menschen mit Demenz nach und nach die Fähigkeit sich selbst zu beschäftigen und zu motivieren. Das kann zu Rückzug, Unzufriedenheit und Unruhe führen. Hier helfen Impulse von außen, die Körper und Geist anregen, die vorhandenen Fähigkeiten erhalten und Spaß machen. (Weiterlesen
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Stichwörter: Alltag, Im Fokus, Tipps für den Alltag
Dienstag, 27. März 2012 von Redaktion Alzheimerblog
Ich bin ausgebildete klassische Sängerin und Tochter einer seit 2000 an Alzheimer erkrankten Mutter, die seit 3 Jahren nicht mehr spricht. Seit einigen Jahren singe ich Volkslieder mit meiner Mutter, die früher noch mitsingen konnte, heute – nachdem sie verstummt ist – während meines Gesangs plötzlich Vokabeln wie “ja” oder “schön” sagt, deutlich versucht zu brabbeln und emotional stark erregt wird. (Weiterlesen
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Stichwörter: Musik, Singen
Montag, 27. Februar 2012 von Dagmar Harder
Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V. einen karnevalistischen Nachmittag, der mittlerweile zum festen Bestandteil ihrer Aufgaben geworden ist.
Ein festlich, karnevalistisch geschmückter Raum lud zu einem fröhlichen Treiben in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes in Euskirchen ein. Stilgerecht wurde vom Bürgermeister der Kreisstadt Euskirchen, Dr. Uwe Friedl, die eigene Karnevalsprinzessin Hilde I (Speer) proklamiert. Und damit diese nicht allein durch das karnevalistische Geschehen läuft, wurde Edeltraud Engelen zum Pagen auf Lebenszeit ernannt. (Weiterlesen
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Samstag, 25. Februar 2012 von Redaktion Alzheimerblog
“… und dann hat sie mir einen Kuss gegeben”
Herr Brandt rief an: „Seit drei Monaten arbeite ich als Praktikant in einem Pflegeheim. Es gefällt mir dort, und die alten Damen freuen sich, wenn ich komme und manche scherzen sogar mit mir. Vielleicht habe ich es leichter, weil ich jung bin und ein Mann.
Letzte Woche habe ich die Abendrunde gemacht. Eine Frau ist immer besonders eifersüchtig. Sie hat das Gefühl, dass ich zu anderen netter bin als zu ihr. Was aus meiner Sicht aber gar nicht stimmt. Als ich nochmals im Zimmer war, hat sie mir ein Zeichen gegeben, als ob sie mir etwas sagen wollte. Ich habe mich zu ihr gebeugt, und dann hat sie mir einen Kuss gegeben – direkt auf den Mund. Ich war so verdattert, dass ich gar nichts mehr sagen konnte. Ich bin dann ohne ein Wort zu sagen gegangen. Doch es beschäftigt mich noch und ich bin seither ihr gegenüber sehr befangen. Ich weiß gar nicht mehr so recht, wie ich mit ihr umgehen soll. Im Team möchte ich nicht darüber reden. Das ist mir peinlich.“ (Weiterlesen
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Freitag, 10. Februar 2012 von Heidi
Führten wir noch unser Pflegetagebuch, würde vielleicht folgender Eintrag zu lesen sein:
Vier Uhr. Ein weiteres nächtliches Umlagern wäre erforderlich. Mutter befindet sich im Tiefschlaf. Kurze Überlegung angestellt: Ist die Windel sehr voll oder könnte ich doch noch ein Stündchen warten? Die Angst vorm Wundwerden werden, steht mir im Nacken. Also sanft wecken. Mutter blickt erstaunt, dann lächelt sie. Windel wechseln. Für uns beide ein anstrengender Vorgang. Und siehe da, es war richtig. Danach ist sie sofort wieder eingeschlafen. Position Seitenlage. Auch ich wende mich beruhigt meiner Matzratze zu.
Sechs Uhr. Umlagern, 30° Drehung. In der Seitenlage kann Mutter etwa zwei Stunden verbleiben, ohne dass Druckstellen sichtbar werden. Zu einer Rötung darf ich es nicht kommen lassen. Soll ich sie jetzt wecken, weil es an der Zeit wäre, sie zu waschen und anzuziehen, damit sie pünktlich zur Betreuungsgruppe kommt? Oder nur kurz Umlagern? Doch lieber raus aus den Federn. Denn wir benötigen im absoluten Schnelldurchgang für die Morgenrituale anderthalb Stunden. Davon mindestens eine halbe Stunde für 400 ccm Flüssigkeit, verbunden mit Husten und Verschlucken.
Wir lassen es lieber gemütlich angehen. Mutter ist zwar ganz schläfrig und kann die Vorgänge nicht einordnen, aber sie fügt sich willig meinen Handlungen. Einige Minuten später sitzt sie, von vielen Kissen gestützt, auf der Bettkante. Wieder eine Weile später nehme ich sie auf. Wir stehen dann so zwei, drei Minuten, damit sie ein Gefühl für ihre Beine bekommt. Dann führe ich sie ins Bad. Unterbrochen von Steh-Pausen, sicherheitshalber vor den vorsorglich strategisch im Flur aufgestellten Stühlen. Falls sie sich doch niedersetzen muss. Ihre Kräfte erschlaffen seit einer Woche von einer Sekunde zur anderen und sie darf mir nicht aus den Armen gleiten. Wie bekäme ich sie allein wieder vom Fußboden hoch?
Dann hat sie geschafft. WC, Waschen, eincremen, Zähne einsetzen. Beim Ankleiden etwas Gymnastik. Dazwischen immer mal einen Schluck Kaffee. Oder auch einen Bissen vom Marmeladebrot. Und ein Lied, bei dem sie mitsummt oder mitsingt. Nun kann es ins Wohnzimmer gehen. Sofa oder Rollstuhl? Es ist noch Zeit für eine Banane oder einen Teller Müsli und eine weitere Tasse Kaffee. Nun auch für mich, während ich Mutter füttere.
Neun Uhr. Frische Serviette um den Hals legen, Mütze auf den Kopf, Jacke an und Mutter in den Rollstuhl setzen. Decke drüber, Stoffbällchen in die sich verkrümmenden Fäuste. Warten auf den Fahrdienst. Mutter ist gerade wieder eingenickt, es klingelt. Ich selbst würde mich am liebsten sofort wieder ins Bett begeben – doch nun beginnt der Tag erst wirklich: mit dem Spagat zwischen Beruf und Pflege. Schnell umziehen und ab ins Büro. Dort begrüßt mich der Abteilungsdrachen mit einem heimlichen Blick auf die Uhr. Ich lächle zurück: guten Morgen!
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Stichwörter: Alltag, Beruf und Pflege
Freitag, 10. Februar 2012 von Redaktion Alzheimerblog
“Es gibt ein Leben nach der Diagnose”, sagte Christian Zimmermann in einem Interview mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
Er fügt hinzu: „Anfangs fiel ich in ein Loch. Doch jetzt traue ich mir Dinge zu, die ich vorher nicht gemacht hätte.“
Christian Zimmermann, der mit 57 Jahren an Alzheimer erkrankte, und andere Menschen mit Demenz zeigen sich in der Öffentlichkeit. Sie wollen Mut machen. Sie wollen das Tabu brechen und sie werben für mehr Verständnis in der Öffentlichkeit.
Die Rubrik „Menschen mit Demenz“ entstand, weil sich immer mehr Betroffene – im Jahr 2010 etwa 200 - mit ihren Fragen an das Alzheimer-Telefon wenden. Deswegen hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft eine Webseite eingerichtet, auf der Menschen mit Demenz selbst zu Wort kommen können. Sie bietet deshalb auf ihrer Seite die Möglichkeit, Erfahrungen und Wünsche aufzuschreiben.
Mittlerweile gibt es auch Vorträge, Artikel und Bücher, die von Menschen mit Demenz selbst geschrieben wurden. Dort finden Sie eine Auswahl von Beiträgen. (Weiterlesen
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Montag, 6. Februar 2012 von Redaktion Alzheimerblog
Bill ist Witwer, seine Kinder sind untereinander verstritten und auch sein Kontakt zu ihnen ist selten geworden. Hinzukommt, dass er mittlerweile an Alzheimer erkrankt ist und seinen Haushalt nicht mehr richtig selbst erledigen kann.
Doch das Buch ist nicht vorrangig ein Buch über Alzheimer. Es ist eher ein Buch über Konflikte und Missverständnisse in der Familie, die dazu geführt haben, dass der Kontakt der Kinder untereinander und zum Vater kaum noch vorhanden ist.
Auch April, die Enkeltochter, wird von ihrer Mutter als widerspenstig und ungezogen betrachtet . Doch letztendlich ist sie es, die sich mit ihrem Großvater auf eine gewagte Reise nach San Francisco begibt, um ihm damit einen letzten Wunsch zu erfüllen. Man erfährt, wie sie sich durch die Reise mit ihrem Grossvater vom pubertierenden Teenager zur verantwortungsbewussten jungen Frau entwicktelt. Ich fand es recht spannend zu sehen, wie das Kind die Herausforderung der Krankheit des Opas annimmt. Doch sie übernimmt die Verantwortung und wachst daran, bis auch sie erkennen muss, dass ihre Kräfte begrenzt sind.
Es ist ein leichter Familienroman, der dazu geeignet ist, sich dem Thema Alzheimer ein wenig anzunähern. Wer jedoch nähere Informationen oder tiefere Beschreibungen sucht, der sollte sich lieber eines unserer anderen Buchtipps anschauen.
Taschenbuch: 366 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch, 2010
ISBN-10: 3746626293
Preis 12,95 Euro