Gruppen für Menschen mit Demenz in der frühen Krankheitsphase

Samstag, 14. Januar 2012 von Redaktion Alzheimerblog

In den letzten Jahren entstanden Gruppen für Menschen mit Demenz in einer frühen Krankheitsphase, die nach unterschiedlichen Konzepten arbeiten. 2007 veranstaltete die DAlzG die erste Tagung zur Gestaltung von Gruppen für Menschen mit Demenz in der frühen Phase. Martina Peters sprach, Konzepte wurden vorgestellt, die Gespräche, Bewegung, Trainieren vorhandener Fähigkeiten oder andere Aktivitäten in den Mittelpunkt stellten. Diskutiert wurde, wie man Menschen für die Teilnahme an diesen Gruppen gewinnen kann, wie man die Gruppen finanziert und wie man damit umgeht, wenn sich die Krankheit verschlechtert. Diese Fragen sind immer noch aktuell, wie die seitdem jährlich stattfindenden Treffen zeigen.

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Was sollen wir unserer Tochter sagen?

Donnerstag, 6. Oktober 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Herr Müller ruft an: „Meine Mutter ist gerade 76 geworden. In letzter Zeit fallen mir merkwürdige Veränderungen auf. Sie lässt das Essen auf dem Herd anbrennen, so dass in der letzten Zeit bereits mehrmals der Rauchmelder ansprang. Außerdem vergisst sie häufig Termine und Verabredungen und verlegt oft Schlüssel und Handtasche. Normalerweise holt sie an zwei Tagen in der Woche ihre dreijährige Enkeltochter aus dem Kindergarten ab und betreut sie bis in den Abend. Neulich hat sie vergessen die Kleine abzuholen, so dass die Erzieherin meine Frau am Arbeitsplatz anrief.

Darauf angesprochen wirkte meine Mutter zunächst gleichgültig und meinte, dass dies doch gar nicht der richtige Wochentag dafür sei. Es entfachte sich ein heftiger Streit zwischen ihr und meiner Frau. Nun lassen wir meine Tochter nur noch in ‚Notfällen’ bei ihrer Oma allein. Meine Mutter versteht das nicht, und sie macht uns Vorwürfe: ‚Warum traut ihr mir nichts zu? Ich habe doch auch zwei Kinder großgezogen!’

Wie sollen wir uns gegenüber meiner Mutter verhalten und vor allem: Was sollen wir unserer Tochter sagen, die fragt, warum nun die ‚Oma-Nachmittage’ ausfallen?“. (Weiterlesen…)

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Deutsche Alzheimer Gesellschaft jetzt auch auf Facebook

Dienstag, 20. September 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Facebook ist in aller Munde. Viele vor allem jüngere Menschen verbringen viel Zeit in diesem sozialen Netzwerk. Sie halten Kontakt zu ihren Freunden und Bekannten und schliessen neue Kontakte.

Darüber hinaus dient Facebook aber auch immer mehr der inhaltlichen Orientierung. Nicht nur grosse Unternehmen, sondern auch soziale Institutionen informieren auf eigenen Seiten über ihre Arbeit.

Deswegen ist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft seit ca. einem Monat auch bei Facebook zu finden.

Werden Sie ein Fan von https://www.facebook.com/DeutscheAlzheimerGesellschaft, wenn Sie schon einen Zugang für dieses Netzwerk haben. Dort finden Sie vielseitige Informationen rund um die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Aktuelles zum Thema Demenz oder Veranstaltungen.

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Welt-Alzheimertag am 21. September

Montag, 19. September 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Weltweit sind etwa 35 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf voraussichtlich 115 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und Lateinamerika.

Der Welt-Alzheimertag wird von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) (www.alz.co.uk) weltweit unterstützt.

Das Motto des Welt-Alzheimertages 2011 lautet:

“Gesichter der Demenz”

Demenz hat viele Formen und Gesichter. Betroffen sind Menschen im hohen Alter, andere sind noch relativ jung und stehen mitten im Leben. Die Krankheit verändert sich im Verlauf. Menschen im frühen Stadium sind weitgehend selbstständig, haben viele Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Im späten Stadium benötigen sie immer mehr an Unterstützung. Am Lebensende können sie Ihre Bedürfnisse kaum noch ausdrücken und brauchen eine einfühlsame Begleitung. Menschen mit Demenz können glücklich sein – wenn sie im Kontakt mit anderen sind und Liebe und Wertschätzung erfahren. Sie können aber auch traurig und verzweifelt sein, wenn sie sich einsam und hilflos fühlen.

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Beiträge gesucht: nächstes Fokus-Thema “Demenzkranke im Heim”

Donnerstag, 31. März 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Die nächste Ausgabe des Alzheimer Info wird im Juni 2011 mit dem Schwerpunkt ” Betreuung und Pflege Demenzkranker im Heim” erscheinen.

Welche positiven oder negativen Erfahrungen haben Sie gemacht? Was geschieht speziell für das Wohlbefinden Demenzkranker? Was sollte sich ändern?

Bitte schicken Sie uns dazu Manuskripte, gerne mit Fotos, möglichst als Datei. Maximal eine dreiviertel Seite in einer 12 Schrift (ca. 350 Worte).

Redaktionsschluss für die Printausgabe ist der 14. April 2011. Beiträge für das Alzheimerblog sind natürlich auch später noch möglich.

Auswahl und Kürzungen behält sich die Redaktion vor.
Kontakt: redaktion@alzheimerblog.de

PS: Das übernächste Heft wird den Schwerpunkt “Welt-Alzheimer-Tag” und “Miteinander der Generationen” haben. Auch hierzu freuen wir uns über Ihre Beiträge.

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Im Fokus: Umgang mit Stress

Mittwoch, 30. März 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Die aktuelle Ausgabe des Alzheimer Info widmet sich dem Schwerpunkt „Umgang  mit Stress bei der Betreuung und Pflege Demenzkranker“ . Die Pflege eines demenzkranken Patienten und ganz besonders die Pflege eines Angehörigen wird oft zu einem sehr grossen Stressfaktor. Und doch gibt es auch Mittel und Wege, mit diesem Stress umzugehen und ihn mehr oder weniger zu reduzieren. Wichtig dabei ist zu erkennen, was einen belastet und dann herauszufinden, was daran geändert werden kann. Das kann eine Änderung im Tun sein oder im Denken.

Stress ist ja eine Erscheinung, die heutzutage fast jeden belastet. Doch was ist Stress eigentlich genau? Wikipedia sagt dazu folgendes:

Stress (engl. für „Druck, Anspannung“; lat. stringere: „anspannen“) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Eine gewisse Herausforderung ist durchaus gesund. Sie befähigt einen, sich zu weiter zu entwickeln und vielleicht auch einmal über sich herauszuwachsen. Doch wenn die Belastung gar nicht mehr aufhört oder grösser ist als das, was noch zu bewältigen ist, wird Stress wirklich zur Belastung. Vor allem dann, wenn die notwendigen Erholungs- und Regenerationspausen nicht mehr möglich sind.

Je grösser also die Belastung ist, um so wichtiger ist es, für die eigene Entlastung zu sorgen. Jede noch so kleine Pause oder Entspannung kann wieder Kraft und Energie geben.

Wir beschäftigen uns auch hier in diesem Blog in den nächsten Wochen mit den Fragen:

Was empfindet jemand als Stress und wie entsteht Stress eigentlich?
Wie beeinflusst Stress die Betreuung und Pflege? Was kann man tun, um die Situation zu entspannen?
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Schreiben Sie uns bitte. Wer noch keinen Schreibzugang hat, wendet sich bitte an unsere Redaktion redaktion@alzheimerblog.de. Wir freuen uns immer wieder über neue Mit-Schreiber/innen!


Alzheimer im Ingolstädter TV

Dienstag, 14. September 2010 von Alzheimer Gesellschaft e.V.

Im Vorfeld zum Welt-Alzheimertag 2010 hat das Ingolstädter Fernsehen, INTV, bereits am 9.9. eine Sendung zum Thema gebracht.

Am Beispiel von Familie Bauer wird aufgezeigt, was die Demenzerkrankung eines Familienmitgliedes für die ganze Familie bedeutet und wie man damit umgehen kann. Außerdem wird das neue rojekt der Ingenium-Stiftung Ingolstadt vorgestellt: Erstmals in Bayern soll ein “Betreutes Wohnen für Demenzkranke” eingerichtet werden.

Der Beitrag ist im Internet zu sehen unter: http://www.intv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5042

Kontakt zur Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt bei der Ingenium Stiftung unter Tel: 08 41 / 881 77 32, www.alzheimer-ingolstadt.de oder www.ingenium-stiftung.de.

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„Die Narrenkappe aus Sicht eines Alzheimerkranken“

Samstag, 28. August 2010 von Dagmar Harder

Rheinischer Frohsinn und Alzheimer müssen keine Gegensätze sein. Die Erinnerung an das bunte karnevalistische Treiben, den rheinischen Frohsinn, ist bei einem richtigen (oder auch richtig angelernten) Rheinländer seit frühester Kindheit so tief verankert, dass auch die Alzheimerkrankheit dieses Grundverhalten erst sehr spät in Vergessenheit geraten lässt.

Kaum ertönt die „decke Trumm“ oder ein entsprechend bekanntes Karnevalslied, kommt die Erinnerung hoch und jeder, ob Betroffener oder Angehöriger, macht mit und feiert Karneval so gut er kann.

Der gelungene Versuch der Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V., eine karnevalistische Feier in den eigenen Räumen zu veranstalten mündete in dem festen Vorsatz, am nächsten Rosenmontagszug in der Kreisstadt Euskirchen teilzunehmen.

Schon diese Diskussion weckte verschüttete Erinnerungen an frühere karnevalistische Erlebnisse. Mit dem Schlachtruf „Net lang lamentieren, sondern engagieren“ wurde sich – nicht ohne das Versprechen auf eine Wiederholung abzugeben – verabschiedet.

Einer der Betroffenen schaute sich die Bilder von bekannten Persönlichkeiten mit Alzheimererkrankung – die von der karnevalistischen Dekoration nicht ganz verdeckt waren – an und meinte trocken: „Da bin ich ja in guter Gesellschaft, mir geht es gut“.

Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V.
F.d.R. Dagmar Harder

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Die Geburt von „Alzi“

Freitag, 27. August 2010 von Dagmar Harder

Immer wenn der Gesprächskreis von an Demenzerkrankten mit ihren Angehörigen sich zu ihrem monatlichen Ausflügen mit anschließendem gemeinsamen Kaffee trinken trifft, ist Fröhlichkeit angesagt.

So auch bei der Geburt von „Alzi“, dem bunten Stoffpapagei, der noch eingebettet in einem Hauch von Papier mit einer dicken Schleife versehen auf seine Ankunft in der Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V. wartete. Er wollte einfach nur in die Gemeinschaft aufgenommen werden und war schon sehr nervös.

Aber bevor alles eingeleitet werden konnte, ging wie immer ein Scherz voran. Dieses Mal wurde der Besuch von Frau X bei ihrem Hausarzt und der Verwechslung von Krokodil und Papagei fröhlich zur Kenntnis genommen.

Das war das Stichwort für „Alzi“. Er konnte es nicht mehr aushalten. Flugs wurde seine Hülle, in Form des Einwickelpapiers entfernt und hervor kam ein wunderschöner in allen Farben schillernder Stoffpapagei.

Die Geburt war ohne Komplikationen abgelaufen und die Freude war bei allen groß. Aber, wie bei allen „neuhinzugekommenen“ Teilnehmern hatte er ja noch keinen Namen.

Und wie es sich in einer demokratischen  Gemeinschaft gehört, bekam jeder einen Zettel, um seinen Wunschnamen für „Alzi“ aufzuschreiben. Unter fröhlichem Lachen wurde „Alzi“ mit den meisten Stimmen gewählt. Er darf ab sofort an allen Ausflügen der Gruppe teilnehmen. Die anschließend eingeleitete Taufe mit viel Wasser besiegelte die Namensgebung.

Alzheimer Gesellschaft Kreis Euskirchen e.V.
Vorsitzender: Dr. med. Hartmut Bauer
F.d.R. Dagmar Harder
Augenbroicher Str. 53
53879 Euskirchen

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Damals war Alzheimer praktisch unbekannt

Donnerstag, 3. Dezember 2009 von Alzheimer Gesellschaft e.V.

Ein Gespräch mit der Gründungsvorsitzenden der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Eleonore von Rotenhan

Eleonore von Rotenhan

Eleonore von Rotenhan (München) gehört zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und war deren 1. Vorsitzende von 1989 bis 1993.

Frau von Rotenhan, wie kam es zur Gründung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft?

Der eigentliche Motor für die Gründung einer Deutschen Alzheimer Gesellschaft waren Prof. Hans Lauter, damals Chef der Psychiatrie im Klinikum rechts der Isar der TU München und der damalige Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft München, Herr Koch. Beide erschienen 1988 an meinem damaligen Arbeitsplatz und versuchten, mich, als sogenannte Prominente – ich war gerade Kirchentagspräsidentin gewesen – und betroffene Angehörige – meine Mutter war 1984 nach vielen Jahren der „Desorientierung“, wie es damals hieß, gestorben – für eine Mitarbeit zu gewinnen. Beide Herren waren so überzeugend, dass ich schnell zusagte.

Wie kam Prof. Lauter auf diese Idee?

Eleonore von Rotenhan: Hans Lauter kannte die Entwicklung in den USA, wo man schon erheblich weiter war und 1980 die Alzheimer’s Association gegründet hatte. Dort sprach man inzwischen öffentlich über das Thema. Eine Vorreiterin war Yasmin Aga Khan, die Tochter der Schauspielerin Rita Hayworth. Sie hatte sich an die Öffentlichkeit gewandt und gesagt, dass ihre Mutter eben keine Alkoholikerin war, wie die Zeitungen schrieben, sondern an der Alzheimer-Krankheit litt.

Die Idee der Selbsthilfe lag wohl damals in der Luft.

Eleonore von Rotenhan: Die Idee der Selbsthilfe von Kranken und Angehörigen war bereits in den 1970er Jahren aufgekommen, zuerst bei Krebs und Alkoholabhängigkeit. Das Motto war: „Angehörige und Kranke bekennen sich zu ihren Kranken oder ihrer Krankheit“. Da war man in den USA mutiger als in Deutschland. Hans Lauter wollte, dass dies auch in Deutschland geschehen sollte.

Wie ging es dann organisatorisch weiter?

Eleonore von Rotenhan: Vor der Gründung fand im Februar 1989 ein Treffen von Interessierten in der Evangelischen Akademie Bad Boll statt. Es gab Vorträge aus medizinischer Sicht, aus dem Erleben von Angehörigen, Berichte von den Erfahrungen der bereits bestehenden Alzheimer Gesellschaften und Angehörigengruppen. Zwischen den Angehörigen fand ein intensiver Austausch statt, und alle stimmten überein, dass es notwendig wäre, einen bundesweiten Dachverband zu haben, um mit einer gemeinsamen Stimme sprechen zu können.

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