Begegnungen zwischen Jung und alt in Norden

Dienstag, 4. Oktober 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Im Mehrgenerationenhaus Norden (Niedersachsen), das mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kooperiert, startete Anfang 2011 ein gemeinsames Projekt mit Bewohnern eines Pflegeheimes und Kindern aus einem Kindergarten.

Wir befragten Irina Eifert, Leiterin des Mehrgenerationenhauses Norden, zur Planung und Gestaltung des generationenübergreifenden Projektes.

Sie leiten ein gemeinsames Projekt mit Kindern und demenzkranken Menschen. Wie sind Sie darauf gekommen, und was haben Sie vor?

Irina Eifert: Der Ausgangspunkt ist, dass Begegnungen zwischen Jung und Alt im Alltag immer seltener stattfinden. Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Kinder und Senioren/innen bzw. Menschen mit Demenz zusammenbringen und durch gemeinsame Aktivitäten einen Austausch der Generationen fördern. Geplant ist, dass sich Kinder und Senioren/innen, darunter auch demenziell veränderte Menschen, 14-tägig treffen. Sie sammeln zusammen Naturmaterialien wie Steine, Laub, Blumen, Tannenzweige etc. und erstellen aus diesen Materialien eigene „Kunstwerke“. Zu den besonderen Aktionen gehören gemeinsame Spaziergänge am Nordseestrand, um dort Strandgut zu sammeln und sich dabei aktiv auszutauschen. (Weiterlesen…)

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“Man wird nicht alleine damit fertig” Lernwerkstatt Demenz in Arnsberg

Samstag, 24. September 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Über Marita Gerwin und die Projekte der Arnsberger “Lernwerkstadt” Demenz wurde hier im Blog ja bereits mehrfach berichtet.

Um die vielfältigen Aktivitäten im Rahmen der Arnsberger “Lern-Werkstadt” Demenz zu dokumentieren, haben die Organisatoren einen kurzen Film gedreht.
In ihm kommen Akteure und Verantwortliche, Angehörige und Engagierte zu Wort.  Der Film gibt damit einen schönen Überblick über das engagierte Gesamtprojekt:
www.projekt-demenz-arnsberg.de

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Schüler beim Einsatz in der Tagespflege

Donnerstag, 22. September 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Seit nunmehr fünf Jahren organisiere und begleite ich als Demenzfachberaterin des Landkreises Rems-Murr in Baden-Württemberg das freiwillige Engagement von Schülerinnen und Schülern. Schon im Treppenhaus der Salier-Realschule in Waiblingen werde ich freudig begrüßt. Fünf Minuten später sitzen mir sechzehn Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-10 gegenüber und lassen sich zwei Stunden lang in das Basiswissen über Demenz einführen. Im nächsten Schritt erstellen die Schüler unter Mithilfe eines Lehrers einen Einsatzplan, in dem immer zwei Schüler mindestens vier Wochen lang, 1-2 mal, für 2,5 Stunden die Tagespflege der Diakoniestation Waiblingen besuchen. (Weiterlesen…)

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Kinder im Altenheim

Dienstag, 13. September 2011 von Redaktion Alzheimerblog

– ein generationsübergreifendes Musikprojekt mit demenziell veränderten alten Menschen und psychisch kranken Kindern

In der Bergischen Diakonie Aprath bei Wülfrath gibt es seit 17 Jahren ein generationsübergreifendes Musiktherapieprojekt. Hier treffen sich demenziell veränderte alte Menschen und Kinder aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie wöchentlich zum gemeinsamen Musizieren.

Warum kommen die Teilnehmer immer wieder so gerne in diese Gruppe? „Weil es mir einfach Freude bereitet, mit Kindern zu musizieren. Das habe ich früher mit meinen Kindern und Enkeln auch gemacht“, erklärt Frau W. David freut sich, „weil ich merke, dass die alten Menschen gut finden, was ich mache.“

Die Begegnung von Großeltern- und Enkelgeneration im Rahmen dieses Musikprojektes bietet Elemente der herkömmlichen Großfamilie, wie Kinder sie kaum noch kennen und alte Menschen oftmals nicht mehr haben. Beide Generationen zeigen ein großes, ganz natürliches und spielerisches Bedürfnis, miteinander Musik zu machen und voneinander zu lernen. Junge Leute erfahren Volkslieder und Lieblingsschlager der Großelterngeneration, die erleben ihrerseits Pop- und andere Musikstile der Jugend. Jung und Alt teilen wesentliche Lebensthemen miteinander wie die Erfahrung, „krank bzw. anders zu sein“ oder „nicht mehr zu Hause, in der vertrauten Umgebung zu leben“. (Weiterlesen…)


Schüler auf Traumreise in die Welt der Demenz

Dienstag, 6. September 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Im AWO Seniorenzentrum Wolfratshausen freuen sich die Bewohner und das Pflegepersonal immer über den Besuch von Schülerinnen und Schülern. Wir freuen uns über das Interesse und die Offenheit, die Kinder und Jugendliche unseren Bewohnerinnen und Bewohnern gegenüber zeigen. Dabei ist uns aber wichtig, dass nur die Schüler zu uns kommen, die sich aus freien Stücken dazu entschieden haben.

Und weil 14-Jährige sich kaum ein Bild von der Gefühlswelt unserer Bewohner machen können und das manchmal ungewöhnliche Verhalten Demenzkranker nicht verstehen können, besuche ich, als Leiterin des Sozialdienstes, die Schüler in ihren Klassen und spreche mit ihnen über die Demenz und ihre Erscheinungsbilder. „Warum steckt ein Bewohner das Messer in die Blumenvase, statt damit zu essen?“ Kinder sind Erklärungen gegenüber sehr aufgeschlossen und finden vieles zwar ziemlich „abgefahren“, fühlen aber auch sehr mit den Betroffenen. (Weiterlesen…)

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Eine bunte Brille für einen demenzkranken Mann

Donnerstag, 25. August 2011 von artecura
gemeinsames Betrachten der bemalten Portraits

gemeinsames Betrachten der bemalten Portraits

Der  kreative Dialog mit Kindern und alten, häufig demenziell erkrankten Menschen fördert Kreativität und Verständnis für das Alter. Im Kunstunterricht beschäftigen sich die Schulkinder mit Portraits und ich gebe ihnen eine Idee, wie sich das anfühlt, sich gegenseitig zu zeichnen. Im Deutschunterricht oder Sozialkunde wird eine Auseinandersetzung mit Demenz angeregt. Parallel dazu findet die erste Annäherung an die Bewohner im Heim findet über das Porträtieren statt. Das Modellsitzen ist meistens ein kommunikativer Vorgang; Gesichtszüge identifizieren, Gefühle wahrnehmen und anerkennen. Diese Kontaktaufnahme legt erste Spuren bei Demenzkranken. Eine relativ hohe Anzahl an Bewohnern wird dadurch aktiviert.

Dann begegnen sich beide (Ältere und Kinder) im dafür vorgesehenen Gemeinschaftsraum im Seniorenheim: jedes Kind geht mit einem Porträt seiner Wahl auf den Bewohner zu, begrüßt ihn/sie und lädt zum gemeinsamen Malen ein. (Weiterlesen…)

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Leben mit Alzheimer – Informationsveranstaltung in der Urania Berlin

Dienstag, 23. August 2011 von Markus Zens Charite

Am 21. September ist der Welt-Alzheimertag. Im Vorfeld dieses weltweiten Aktionstages organisiert die Charité – Universitätsmedizin Berlin am 1. September ein großes Medizinforum in der Berliner Urania: Dort haben Besucher die Gelegenheit sich umfassend zu informieren, sowohl über die neuesten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten als auch über die Erfahrungen von Angehörigen und Betroffenen.

In Kooperation mit der Berliner Morgenpost, der Alzheimer Angehörigen-Initiative und der Firma Bayer AG wurde dazu ein Expertenpanel zusammengestellt, auf dem Angehörige wie der Sohn des verstorbenen Entertainers Harald Juhnke, Dr. Peer Juhnke, über ihre Erfahrungen berichten und zugleich Wissenschaftler und Ärzte aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen. Die Veranstaltung ist kostenlos, aufgrund der begrenzten Sitzplätze wird aber um Anmeldung gebeten.

Die Anmeldung ist entweder online möglich, unter www.morgenpost.de/medizinforum oder per Fax an (030) 25 91 – 776 34. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, dem 1. September um 16.30 Uhr, das Ende ist gegen 20 Uhr. Veranstaltungsort ist die Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin. Weitere Infos zum Programm unter http://www.urania.de/programm/2011/h140/

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Fundstück: Demenz und autonome Entscheidungen

Freitag, 17. Juni 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Im Tagesspiegel gibt es ein schönes Interview mit dem Psychiater Wolfgang Maier zum Thema Demenz und wie möglichst grosse Entscheidungsfreiheit genutzt werden kann: www.tagesspiegel.de

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Arnsberger “Lern-Werkstadt” Demenz.

Donnerstag, 16. Juni 2011 von Marita Gerwin

Das Handbuch aus der Praxis ist online verfügbar.

Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz – um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Stadt Arnsberg in enger Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung zu einer “Lern-Werkstadt Demenz”, zu einer lernenden Stadt.

Das Ergebnis der Arnsberger “Lern-Werkstadt Demenz” zeigt, was alles bewegt werden kann, wenn die Kommune Verantwortung übernimmt und Demenz zum öffentlichen Thema macht, zu einer Aufgabe für viele Akteure und diese Akteure durch Ansprache, Beratung und Vernetzung unterstützt.

Arnsberg hat erfahren, dass die intensive Beschäftigung mit Demenz eine Stadt sozial produktiver und lebendiger macht sowie den sozialen Zusammenhalt in der Stadt stärkt – insbesondere in den Familien, in denen Menschen mit Demenz begleitet und betreut werden.

Wir wollen diese Erfahrungen mit dem Handbuch an interessierte Städte und Initiativen weitergeben. Es ist online abrufbar über www.projekt-demenz-arnsberg.de oder zu beziehen über die Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg.

Den Link zur Online-Version des Handbuches mit vielen Beispielen aus der Praxis finden Sie hier Handbuch online

Ansprechpartner:

Martin Polenz, Lange Wende 16a, 59755 Arnsberg, 02932 201 2206, m.polenz@arnsberg.de

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Demenzkranke im Heim…

Montag, 6. Juni 2011 von Redaktion Alzheimerblog

stellen seit etlichen Jahren nicht nur eine berufliche Herausforderung im Alltag sondern in gewisser Weise auch eine Berufung in meiner freien Zeit dar. So haben mich die Recherchen zu meinem zweiten Buch in viele Altenheime Deutschlands geführt. Ich kann also, ohne als Angehörige betroffen zu sein, direkt von der Front berichten.

Demenzkranke sind, wie alle Heimbewohner, Menschen mit all ihren Gefühlen. Trauer und Freude, Furcht und Lebensmut, Heimweh und dem Wunsch nach Anerkennung. Leider sind Demenzkranke oft nicht mehr in der Lage, ihre durch den Wohn- und Teilhabevertrag verbrieften Rechte, Interessen und Bedürfnisse einzufordern.

Durch das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz haben Pflegeheime die Möglichkeit erhalten, unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Betreuungskräfte als Unterstützung des bereits vorhandenen Personals einzustellen. Sie sollen für die bessere Betreuung demenzkranker, psychisch kranker und geistig behinderter Pflegeheimbewohner eingesetzt werden. Aufgabe der Betreuungskräfte ist es, Betroffene in enger Kooperation mit den Pflegekräften bei alltäglichen Aktivitäten zu begleiten und zu unterstützen.

Sicher kein schlechter Gedanke. (Weiterlesen…)

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