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Erinnerungs- und Spielkarten ganz nach Bedarf gestaltet

Freitag, 4. September 2009 von Susanna S.

Ganz individuell und aufwendig gestaltete Bild-Karten habe ich unter www.erinnerungsspiel.de gefunden.

Es sind Karten, die man z.B. zum Memory spielen oder einfach für die Aktivierung und Beschäftigung mit bestimmten Themen oder auch für die Biografie-Arbeit verwenden kann.
Es gibt verschiedenste Motive zum Auswählen, man kann aber auch eigene Motive - z.B. alte Fotos - einschicken und daraus Karten gestalten lassen.

Die Karten werden laminiert und auf Holz aufgezogen und sind dadurch einerseits gegen Vernicken geschützt, andererseits lassen sie sich besser anfassen als Pappkarten. Holzstärke und Kartenformat kann man selber auswählen.

Die Karten sind nicht ganz billig, weil sie pro Stück abgerechnet werden. Aber sie sind vermutlich auch bei intensivem Gebrauch recht lange haltbar. Die Idee stammt von einem Praktiker aus der Pflege. Ich finde sie überzeugend.

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IDé: Innovationskreis für Demenz

Montag, 3. August 2009 von Alzheimer-Telefon

Die Missstände in der Betreuung von an Alzheimer erkranken Menschen sind bekannt. Doch immer mehr Menschen versuchen neue Wege zu finden, wie man die Pflege demenzgerecht gestalten kann. Ein weiteres Projekt ist IDé, ein Innovationskreis von Menschen aus dem pflegerischen, wissenschaftlichen oder sozialen Bereich. Ziel dieses Projektes ist es, die Betreuung mehr auf die Person konzentriert zu gestalten.

Die Initiative zu Projekt ging von Elly Duijf von der niederländischen Beratungsgruppe Terts und von der Autorin Stella Braam aus. Sie hat das Buch “Ich habe Alzheimer: Wie die Krankheit sich anfühlt” zusammen mit ihrem demenzkranken Vater geschrieben.

Auf der Website finden sich Berichte zu innovativen Projekten oder Betreuungsansätze, aber auch leicht verständlich formulierte Ergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen. Beiträge können von den Lesern an das Projekt gesendet werden und werden nach Prüfung aufgenommen.

Die Berichte über viele Einzelfälle zeigen auf, dass eine individuelle und menschenwürdige Pflege wirklich möglich ist.

Mehr Informationen:
www.innovationskreisdemenz.de

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Ein Gedicht von Anke Kopietz über Alzheimer

Freitag, 17. Juli 2009 von Alzheimer Gesellschaft e.V.

Alzheimer

In Erinnerung an meine Mutter

Leider, vor gar nicht langer Zeit,
verlor dich dein Gedächtnis.
Nichts blieb uns mehr, von deiner Zeit.
Erinnerung, ist dein Vermächtnis.

Dein Lachen, wurde Lächeln, zaghaft.
Nur Angst, stand fragend im Gesicht.
Und Abwehr, wurde deiner habhaft,
Vertrauen? Nein, konntest du nicht.

Wem auch? Fremd waren wir dir alle.
Mann, Kinder, Umfeld und auch Haus
So grenztest du, in diesem Falle,
uns ganz, aus deinem Leben aus.

Wir wurden krank, voll Kummer, Sorgen.
Wollten verbinden, helfen, da sein.
Dachten an heute, nicht an Morgen.
Dachten, das kann doch gar nicht wahr sein

Machten dir, uns, auf alle Fälle,
sah`n nicht, wie uns die Zeit verrann,
den Rest des Lebens schon zur Hölle,
als schleichend Sterben, schon begann.

Wir suchten Dich in deiner Hülle.
Haderten mit dem Schicksal nur.
Fanden nicht deines Lebens Fülle.
Zerschlagen deine Lebensuhr.

Oh, hätten wir doch alle nur,
viel besser deine Zeit genutzt.
Gezeigt dir, unsre Liebe pur.

Nun, sind die Flügel uns gestutzt.

© Anke Kopietz 15. Juli 2009

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

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Zum Mitdiskutieren und Mitzeichnen: Petition zum MDK an den Deutschen Bundestag

Donnerstag, 23. April 2009 von Susanna S.

Derzeit und noch bis zum 8. Mai 2009 gibt es die Möglichkeit Erfahrungen, Sorgen und Nöte, aber auch Vorschläge bezüglich des MDK direkt dem Petitionsausschuss des Bundestages mitzuteilen, bzw. eine Petition dazu mit zu zeichnen.

In der Petition wird gefordert, dass der Bundestag eine Aufsichtsbehörde für den MDK einrichtet, die z.B. kontrolliert, dass die Begutachtungen nach den festgesetzten Begutachtungsrichtlinien durchgeführt werden. Ob eine neue Behörde der richtige Weg ist, ob so etwas überhaupt nötig ist oder welche Alternativen es dazu gibt, kann in einem offenen Forum diskutiert werden.

Zu finden sind Petition und Forum unter:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3053

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ICH-PASS - Nicht vergessen, was mir wichtig ist

Freitag, 27. Februar 2009 von Alzheimer-Telefon


Wer wird eigentlich wissen, dass ich Leber nicht mag, dass mir Topfblumen viel lieber sind als ein Blumenstrauß und dass ich den Rauch von Zigarren übelerregend finde, wenn ich das selber nicht mehr mitteilen kann? Zum Beispiel nach einem Unfall oder Schlaganfall oder auch durch eine schleichende Demenz. All diese kleinen Dinge, die man weder in einer Patientenverfügung noch in einer Vorsorgevollmacht detailliert aufführt, die aber für das Wohlbefinden doch so wichtig sind, wissen bestenfalls Menschen, die mir sehr nahe stehen.

Eine - wie ich finde - sehr schöne Idee, wie man gerade solche wesentlichen Kleinigkeiten, die in ihrer Gesamtheit letztendlich eine Persönlichkeit ausmachen, festhalten kann, hat Sigrid Hofmaier entwickelt. Sie hat einen “Ich-Pass” zusammengestellt, eine kleine Broschüre, in die man seine Lieblingsmenschen, -lektüre, -düfte, -landschaften eintragen kann, aber auch alles, was man nicht ausstehen kann und was einen nervt. Das Ganze ist mit Bildern illustriert, die wunderbar an Urlaub erinnern…

Vorgestellt wird der Ich-Pass unter www.ich-pass.de.

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ruhe auf rezept

Montag, 9. Februar 2009 von helgajuttapetrauwe

in der letzten ZEIT war ein höchst interessanter artikel zum thema psychopharmaka, der mich sehr nachdenklich gemacht hat. bei den besuchen bei meiner mutter sitz ich ja immer in “fröhlicher runde” mit vielen anderen alten dememten damen. die eine  wirkt dabei sehr ruhig, die andere “normal”, die dritte und vierte unruhig bis wirklich anstrengend und belastend für die sitznachbarin. ich denke, dass viele davon medikamentös behandelt werden, andere nicht.

meine vision eines tagesraumes mit wirklich gut eingestellten bewohnerinnen ähnelt einem tagesraum im kindergarten: genauso anstrengend aber auch genauso erfreulich - und genauso wie dort ist gut ausgebildetes, mit freude arbeitendes personal nötig.

ich hoffe, dass in unserer gesellschaft diese erkenntnisse über die menschen mit alzheimer und demenz noch viel bekannter werden und weitere positive folgen haben.

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Erinnerungspflege

Freitag, 6. Februar 2009 von DAlzG

Vor einigen Tagen bekamen wir per Mail eine Linkempfehlung zu einem Blog zum Thema Erinnerungspflege, die wir hier gerne weitergeben möchten.
Der Blog enthält 33 Anregungen, wie man die geistigen Aktivitäten demenzkrankern Menschen anregen kann. Dieses Blog wurde von einem Sozialpädagogen aufgebaut, der in einer Einrichtung in NRW arbeitet, die auf Bewohner mit Demenzerkrankung spezialisiert ist.

Er selbst beschreibt seine Erfahrungen: “Das Erinnern an “alte Zeiten” ist dabei eine Stärke gerade der altgewordenen Menschen, die uns sonst eher durch ihre “Defizite” auffallen. Insgesamt war ich selbst erstaunt, welche positiven Erfahrungen ich machen konnte.”
In dem Blog gibt es viele unterschiedliche Anregungen, mit denen man an alte Erinnerungen der Dementen anknüpfen kann. Sei es alte Filme oder Fotos anzuschauen, oder Schlager und Lieder aus alten Zeiten anzuhören und gemeinsam zu singen.
Auch Hinweise zu weiterführenden Büchern, die bei der Erinnungspflege weiterhelfen können, werden dort genannt.
Erinnerungspflege kann nicht als Heilmittel eingesetzt werden, hat aber einen nachweisbaren Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden der Kranken, wie der Autor in seinem Blog selbst beschreibt.
Schade ist nur, dass das Blog nicht weiter gepflegt wird, aber vielleicht fallen Ihnen selbst auch noch andere Möglichkeiten ein?
Zum Blog geht es hier: http://erinnerungspflege.wordpress.com/

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Leben im Heim - es gibt auch positive Beispiele

Mittwoch, 26. November 2008 von Alzheimer-Telefon

Wie das Leben im Heim für demenzkranke Bewohner aber auch für das Personal wohltuend gestaltet werden kann, beschreibt ein Artikel im Hambuger Abendblatt über ein Pflegeheim in Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein):

http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/25/978664.html

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“Momentaufnahmen” aus der Welt des Vergessens

Samstag, 16. August 2008 von Alzheimer-Telefon

Die Idee zu diesem Fotokunstprojekt entstand in der Betreuungsgruppe im Kreis Offenbach. Der Fotojournalist Ralf Braum sorgte für die kreative Umsetzung: Menschen mit Demenz fotografierten sich selbst mit Hilfe eines Selbstauslösers.

Die Selbstportraits wurden der Öffentlichkeit am 5. September 2007 im Rathaus Neu-lsenburg vorgestellt. Viele Besucher kamen: Menschen, die beruflich mit dem Thema zu tun hatten, Menschen, die davon gehört hatten und die Kranken selbst, die „Models”, wie sie liebevoll von ihren Betreuerinnen genannt wurden.

Die großformatigen Fotos zeigen Momentaufnahmen von Menschen mit Demenz, die sich von dem gemeinsamen Tun ansprechen und begeistern ließen. Ihre Gesichter sind lebendig und präsent:
in dem Moment, in dem sie den Auslöser der Kamera betätigten, waren sie voller Stolz und Freude.

Dieses Projekt rückt die Stärken der Menschen in den Vordergrund und macht deutlich: Der Zugang zu Menschen mit Demenz verlangt nach Kreativität, Einfallsreichtum, aber auch nach fundiertem Wissen. Wenn es uns ernst damit ist, Menschen mit Demenz zu ermöglichen am Leben teilzuhaben, dann bedeutet dies, Lösungen zu finden, die es ihnen erlauben, sich als wertvoll zu erleben. Vielleicht gelingt es durch mutige Projekte wie dieses, verstärkt zu einer anderen Form der Auseinandersetzung mit der Krankheit zu finden.

Helga Schneider-Schelte, Berlin
Weitere Fotos:
www.kreis-offenbach.de

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Tiere bereichern das Leben

Samstag, 16. August 2008 von Susanne Gocht

Tiere können Demenzkranken anders begegnen als Menschen: ohne Sprache, spontan und direkt. Wenn sie weich sind und sich bereitwillig streicheln lassen, regen sie die Kranken zur Kontaktaufnahme an und können sie aktivieren. Auf dieser Seite stellen wir anhand dreier Beispiele den Einsatz von Hunden und erste Erfahrungen mit einer computergesteuerten Robbe vor.

Angefangen hat das Ganze vor etlichen Jahren als ich meine im Altenheim lebende Oma mit meinen zwei Schäferhunden besuchte. Jedes Mal, wenn wir in das Heim kamen, haben sich alle anderen Bewohner so gefreut, dass ich die Besuche bald zu einer festen Institution machte. (Weiterlesen…)

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