Samstag, 14. Januar 2012 von Redaktion Alzheimerblog
In den letzten Jahren entstanden Gruppen für Menschen mit Demenz in einer frühen Krankheitsphase, die nach unterschiedlichen Konzepten arbeiten. 2007 veranstaltete die DAlzG die erste Tagung zur Gestaltung von Gruppen für Menschen mit Demenz in der frühen Phase. Martina Peters sprach, Konzepte wurden vorgestellt, die Gespräche, Bewegung, Trainieren vorhandener Fähigkeiten oder andere Aktivitäten in den Mittelpunkt stellten. Diskutiert wurde, wie man Menschen für die Teilnahme an diesen Gruppen gewinnen kann, wie man die Gruppen finanziert und wie man damit umgeht, wenn sich die Krankheit verschlechtert. Diese Fragen sind immer noch aktuell, wie die seitdem jährlich stattfindenden Treffen zeigen.
(Weiterlesen
)
1 Person gefällt dieser Artikel.
Donnerstag, 12. Januar 2012 von Redaktion Alzheimerblog
Helga Rohra ist eine dynamische Frau, die ihr Leben immer gut im Griff hatte, als alleinerziehende Mutter und als selbstständige Dolmetscherin. In ihrem Buch, das sie mit Hilfe ihres „Schreibassistenten“ Falko Piest verfasst hat, berichtet sie über die Erfahrungen, die sie gemacht hat, nachdem sich 2008 die ersten Zeichen einer Demenz bei ihr zeigten.
Die einsetzenden Wortfindungsstörungen, sowohl in den Fremdsprachen als auch im Deutschen, führten dazu, dass sie ihre Berufstätigkeit aufgeben musste. Dazu kamen Probleme mit Alltagsdingen wie der Bedienung des Laptops, Orientierungsstörungen in bekannter Umgebung und optische Halluzinationen. Bis zur Diagnose „Lewy-Body-Demenz“ war es dann noch ein weiter Weg für die heute 58-jährige Frau. Mit ihrem Buch will Helga Rohra dazu beitragen, das Bild von Menschen mit Demenz, das in der Gesellschaft mit hohem Alter, Hilflosigkeit, Pflegebedürftigkeit und Abhängigkeit verknüpft ist, zu verändern. (Weiterlesen
)
Dienstag, 3. Januar 2012 von Redaktion Alzheimerblog
Die nächste Ausgabe des Alzheimer Info wird Ende Februar 2012 mit dem Schwerpunkt „Gemeinsam aktiv. Beschäftigungen für Menschen mit Demenz zu Hause“ erscheinen. Die meisten Demenzkranken werden zu Hause von Angehörigen betreut.
Was kann getan werden, um Körper, Geist und Sinne anzuregen, die Stimmung zu verbessern, aus Langeweile und Traurigkeit herauszuführen. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Auch kleine Tipps sind willkommen.
Bitte schicken Sie uns dazu Manuskripte, gerne mit Fotos, möglichst als Datei; maximal eine dreiviertel Seite in einer 12er Schrift (etwa 350 Wörter).
Redaktionsschluss ist der 16. Januar 2012. Auswahl und Kürzungen behält sich die Redaktion vor. Übrigens: Das übernächste Heft (2/2012) wird den Schwerpunkt „Technik, die hilft“ haben. Auch hierzu freuen wir uns über Ihre Beiträge!
Dienstag, 27. Dezember 2011 von Redaktion Alzheimerblog
Im Frühjahr 2006 wandte sich Martina Peters, Anfang 40, an die Geschäftsstelle der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Sie berichtete, dass sie vor wenigen Monaten die Diagnose Alzheimer erhalten hatte. Dabei handelte es sich um die sehr seltene erbliche Form, von der auch ihre verstorben Mutter betroffen war, ebenso zwei ihrer vier Geschwister. Martina Peters suchte keine Hilfe bei der DAlzG. Sie wollte offensiv mit der Diagnose umgehen, sich engagieren, die Öffentlichkeit informieren.
(Weiterlesen
)
2 Personen gefällt dieser Artikel.
Dienstag, 20. Dezember 2011 von Redaktion Alzheimerblog
Mit Demenz positiv leben? Geht das überhaupt? Christine Bryden macht uns mit ihrem Buch deutlich, dass die Diagnose Demenz nicht das Ende des Lebens ist, sondern dass man auch mit einer Demenzerkrankung noch gern leben, positive Erlebnisse haben und neue, schöne Erfahrungen machen kann.
Während sie sich in ihrem ersten Buch „Who will I be when I die“ noch mit der Angst vor dem Verlust ihrer Identität auseinandersetzt, nimmt sie uns in dem zweiten Buch „Mein Tanz mit der Demenz“ mit auf eine Reise, die voll ist von Erlebnissen, die Mut machen. Sie hat das Glück, schon erkrankt, einen neuen Partner zu finden und zu heiraten. Das ist sicher nicht alltäglich.
Aber sie zeigt uns auch, wie ihre Offenheit, ihre Art und Weise mit der Krankheit umzugehen ihr viel Unterstützung und Zuspruch von ganz unterschiedlichen Menschen gibt. Ein positives Beispiel für andere von dieser Diagnose betroffene Menschen, aber auch für uns Ansprechpartner.
Sabine Jansen, Berlin
Christine Bryden:
Mein Tanz mit der Demenz.
Trotzdem positiv leben
Huber 2011
256 Seiten, 24,95 €
Mittwoch, 14. Dezember 2011 von Redaktion Alzheimerblog
Lange Zeit war das Bild der Demenz dadurch bestimmt, dass es sich um alte, bettlägerige, körperlich schwer pflegebedürftige und kaum noch ansprechbare Menschen handelt. In den letzten Jahren hat sich diese Vorstellung erweitert. Viele Menschen sind besser über die Symptome von Demenzerkrankungen informiert und wenden sich früher an einen Arzt, wenn sie beunruhigende Anzeichen, wie etwa hartnäckige Gedächtnisprobleme, bei sich wahrnehmen.
Das führt dazu, dass Demenzerkrankungen öfter bereits zu Beginn der Erkrankung erkannt werden. Mit der besseren Diagnostik werden auch seltenere Demenzerkrankungen wie die Lewy-Body-Demenz oder die frontotemporale Demenz festgestellt. Menschen zu Beginn der Erkrankung besitzen noch viele Ressourcen und Kompetenzen und entsprechen nicht dem herkömmlichen Bild von Demenzkranken. Es wird deutlich, dass die Demenz viele verschiedene Facetten besitzt: Einige Erkrankte sind noch keine 60, viele sind über 80 Jahre alt, es gibt leichtgradige und schwere Ausprägungen.
Wir rücken mit dem neuen Fokus-Thema diejenigen Menschen in den Vordergrund, die sich in einer frühen Phase der Demenz befinden.
Bitte beachten Sie dazu auch unsere Umfrage, oben rechts auf der Startseite des Blogs.
Wir freuen uns über Ihr Feedback oder Ihre eigenen Berichte. Wenn Sie noch keinen Autoren-Zugang zu diesem Blog haben, mailen Sie uns Ihre Geschichte einfach direkt an redaktion@alzheimerblog.de
Wir veröffentlichen die Geschichte dann gerne oder richten Ihnen einen Autoren-Zugang ein.
1 Person gefällt dieser Artikel.
Donnerstag, 6. Oktober 2011 von Redaktion Alzheimerblog
Herr Müller ruft an: „Meine Mutter ist gerade 76 geworden. In letzter Zeit fallen mir merkwürdige Veränderungen auf. Sie lässt das Essen auf dem Herd anbrennen, so dass in der letzten Zeit bereits mehrmals der Rauchmelder ansprang. Außerdem vergisst sie häufig Termine und Verabredungen und verlegt oft Schlüssel und Handtasche. Normalerweise holt sie an zwei Tagen in der Woche ihre dreijährige Enkeltochter aus dem Kindergarten ab und betreut sie bis in den Abend. Neulich hat sie vergessen die Kleine abzuholen, so dass die Erzieherin meine Frau am Arbeitsplatz anrief.
Darauf angesprochen wirkte meine Mutter zunächst gleichgültig und meinte, dass dies doch gar nicht der richtige Wochentag dafür sei. Es entfachte sich ein heftiger Streit zwischen ihr und meiner Frau. Nun lassen wir meine Tochter nur noch in ‚Notfällen’ bei ihrer Oma allein. Meine Mutter versteht das nicht, und sie macht uns Vorwürfe: ‚Warum traut ihr mir nichts zu? Ich habe doch auch zwei Kinder großgezogen!’
Wie sollen wir uns gegenüber meiner Mutter verhalten und vor allem: Was sollen wir unserer Tochter sagen, die fragt, warum nun die ‚Oma-Nachmittage’ ausfallen?“. (Weiterlesen
)
1 Person gefällt dieser Artikel.
Dienstag, 4. Oktober 2011 von Redaktion Alzheimerblog
Im Mehrgenerationenhaus Norden (Niedersachsen), das mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kooperiert, startete Anfang 2011 ein gemeinsames Projekt mit Bewohnern eines Pflegeheimes und Kindern aus einem Kindergarten.
Wir befragten Irina Eifert, Leiterin des Mehrgenerationenhauses Norden, zur Planung und Gestaltung des generationenübergreifenden Projektes.
Sie leiten ein gemeinsames Projekt mit Kindern und demenzkranken Menschen. Wie sind Sie darauf gekommen, und was haben Sie vor?
Irina Eifert: Der Ausgangspunkt ist, dass Begegnungen zwischen Jung und Alt im Alltag immer seltener stattfinden. Im Rahmen unseres Projekts wollen wir Kinder und Senioren/innen bzw. Menschen mit Demenz zusammenbringen und durch gemeinsame Aktivitäten einen Austausch der Generationen fördern. Geplant ist, dass sich Kinder und Senioren/innen, darunter auch demenziell veränderte Menschen, 14-tägig treffen. Sie sammeln zusammen Naturmaterialien wie Steine, Laub, Blumen, Tannenzweige etc. und erstellen aus diesen Materialien eigene „Kunstwerke“. Zu den besonderen Aktionen gehören gemeinsame Spaziergänge am Nordseestrand, um dort Strandgut zu sammeln und sich dabei aktiv auszutauschen. (Weiterlesen
)
1 Person gefällt dieser Artikel.
Donnerstag, 22. September 2011 von Redaktion Alzheimerblog
Seit nunmehr fünf Jahren organisiere und begleite ich als Demenzfachberaterin des Landkreises Rems-Murr in Baden-Württemberg das freiwillige Engagement von Schülerinnen und Schülern. Schon im Treppenhaus der Salier-Realschule in Waiblingen werde ich freudig begrüßt. Fünf Minuten später sitzen mir sechzehn Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-10 gegenüber und lassen sich zwei Stunden lang in das Basiswissen über Demenz einführen. Im nächsten Schritt erstellen die Schüler unter Mithilfe eines Lehrers einen Einsatzplan, in dem immer zwei Schüler mindestens vier Wochen lang, 1-2 mal, für 2,5 Stunden die Tagespflege der Diakoniestation Waiblingen besuchen. (Weiterlesen
)
2 Personen gefällt dieser Artikel.
Donnerstag, 15. September 2011 von Redaktion Alzheimerblog
Die nächste Ausgabe des Alzheimer Info wird Ende November 2011 mit dem Schwerpunkt „Menschen mit Demenz in der frühen Phase“ erscheinen. Was wünschen und brauchen Menschen mit Demenz in der frühen Phase? Mit welchen Erwartungen und Hoffnungen leben sie? Welche Erfahrungen gibt es mit speziellen Gruppen und sonstigen Angeboten? Wie erleben Angehörige die frühe Phase einer Demenzerkrankung?
Bitte schicken Sie uns dazu Manuskripte, gerne mit Fotos, möglichst als Datei; maximal eine dreiviertel Seite in einer 12er Schrift (etwa 350 Wörter). Redaktionsschluss ist der 4. Oktober 2011. Auswahl und Kürzungen behält sich die Redaktion vor.
Übrigens: Das übernächste Heft (1/2012) wird den Schwerpunkt „Technik, die hilft“ haben. Auch hierzu freuen wir uns über Ihre Beiträge!
Bitte per Mal an redaktion@alzheimerblog.de
1 Person gefällt dieser Artikel.