Kochen und Alltagstätigkeiten nach Bildern

Dienstag, 30. September 2008 von Nicole Ki-Kre

Oft ist es so, das Reihenfolgen vertauscht werden oder Betroffene nicht mehr erinnern können, wie zum Beispiel Kaffee mit der Maschine zubereitet wird oder ähnliches. Die Verzweiflung ist verständlicherweise gross und es macht häufig Angst, solche Alltagskompetenzen zu verlieren.

Hier ein kleiner Tipp, der sich im Praxisalltag schon oft bewehrt hat:

Ich mache es oft mit den Patienten so, das ich sie zunächst aufschreiben lasse, wie eine bestimmte Tätigkeit, zum Beispiel eben Kaffee kochen, aussieht. Bestehen Lücken oder Verwechsler helfe ich gerne, aber nicht belehrend weiter.

Haben wir die Reihenfolge festgelegt, führen wir die Tätigkeit Schritt für Schritt aus, dies machen wir möglichst entweder im häuslichen Umfeld oder aber mit den häuslichen Gerätschaften (wir wollen ja Alltagsdinge beüben).

Es werden nun nach Absprache die einzelnen Tätigkeitsschritte fotografiert und mit dem aufgeschriebenen Text versehen. Diese Karten klebe ich auf recht festen Karton, je nach Thema einer Farbe zugeordnet.

So entstehen Bildkarten, die nummeriert werden und mit dem Text (der ggf. von mir  gut lesbarer Größe abgetippt wird) versehen werden.

Ich habe Patienten, die haben mehrere beschriftete Bildkartenboxen zu den verschiedensten Themen und kommen so mit weniger Hilfe zurrecht und werden wieder etwas sicherer.

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2 Kommentare zu “Kochen und Alltagstätigkeiten nach Bildern”

  1. helgajuttapetrauwe schreibt:

    liebe nicole – ein kleiner nachtrag: meine mutter ist über diesen zustand leider längst hinweg, für sie ist es im moment gut, lange, locker gestrickte schals “aufzuribbeln”. das aufwickeln zum knäuel ist dann leider zu schwierig, da hilft das personal.und sie macht dann schöne kleine knäuel-kinder…;-)

  2. Nicole Ki-Kre schreibt:

    Wenn sie Freude an dieser Beschäftigung hat ist das doch prima! Natürlich geht das Kochen nach diesem Systhem nur bis zu einem gewissen Grad, es werden immer mehr Hilfen notwendig und später ist das geführte schälen eines Apfels schon ein kleiner Erfolg. Wenn deine Mutter das aufribbeln von Wolle so mag, so ist das doch eine schöne Beschäftigung, es ist so wichtig etwas zu finden was der Betroffene gerne macht!

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