Danke für alles

Freitag, 26. März 2010 von Martina Rühl

So schwer und anstrengend die Arbeit mit demenzkranken Bewohneren auch manchmal ist, so gibt es doch tagtäglich Momente, die jegliche Anstrengung vergessen lassen. Das folgende Beispiel beschreibt so einen Moment:

Frau E. hatte sich gegen Abend bis in den Rücken eingenäßt, wurde von mir gebadet und sagte, als sie frisch duftend im Bett lag: “Martina, ich danke dir ganz herzlich für die liebevolle Arbeit an meinem Körper!”

An einem anderen Abend unterstützte ich sie beim Umziehen, waschen und Zähne putzen. Als ich ihr eine gute Nacht wünschte, sagte sie: “Danke Martina, für deine liebevolle HIlfe und danke für alles, was du heute für uns alle getan hast. Ach, weißt du was? Ganz einfach danke, dass du da bist und dass du so bist, wie du bist!”

Das sind die Augenblicke, die schmerzende Füße und Müdigkeit dahin schwinden und mich wieder wissen lassen, warum ich gerade diese Arbeit mit Herzblut ausübe.

10 Personen gefällt dieser Artikel.

Kommentar schreiben

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben.


Unsere Seite bei Facebook