Buch: Das Herz wird nicht dement
Die Autoren Baer und Schotte leiten als Therapeuten ein Institut für Gerontopsychatrie. In ihrem Buch schildern sie ihre Erfahrungen aus ihrer Arbeit und zeigen Wege auf, wie Angehörige oder Pflegende neue Zugänge finden können zu demenzkranken Menschen. Sie schildern sehr anschaulich, dass Menschen, die an Vergesslichkeit leiden, zwar vieles verstandesmäßig vergessen, aber dass in ihnen immer noch Emotionen und Gefühle vorhanden sind, die angesprochen werden können.
Jeder, der sich mit einem demenzkranken Menschen beschäftigt, kennt die scheinbar unbegründeten und oft unerklärlichen Gefühlsausbrüche oder Reaktionen, die plötzlich zu Tage treten können. Hilflosigkeit oder der Versuch, diese Handlungen zu unterbinden, sind meist die gängigen Umgangsmethoden. Doch wer sich die Zeit nimmt, herauszufinden, welche alten Erlebnisse diese Emotionen hervorgerufen haben, kann einen ganz neuen Zugang zu diesen Menschen finden. Dies geschieht durch das Annehmen und Begleiten der Handlungen, anstatt sie zu beschwichtigen oder zu bekämpfen. Die vielen anschaulichen Fallbeispiele erläutern sehr gut, wie ein bisher vielleicht zuwenig beachteter Zugang zu demenzkranken Menschen möglich ist: nämlich über das Herz.
Einen kleinen Textauszug zu diesem Buch finden Sie auf der Website der Autoren.





