Buchrezension: Die fernen Tage der Liebe

Montag, 6. Februar 2012 von Redaktion Alzheimerblog

die fernen tage der liebeBill ist Witwer, seine Kinder sind untereinander verstritten und auch sein Kontakt zu ihnen ist selten geworden. Hinzukommt, dass er mittlerweile an Alzheimer erkrankt ist und seinen Haushalt nicht mehr richtig selbst erledigen kann.

Doch das Buch ist nicht vorrangig ein Buch über Alzheimer. Es ist eher ein Buch über Konflikte und Missverständnisse in der Familie, die dazu geführt haben, dass der Kontakt der Kinder untereinander und zum Vater kaum noch vorhanden ist.

Auch April, die Enkeltochter, wird von ihrer Mutter als widerspenstig und ungezogen betrachtet . Doch letztendlich ist sie es, die sich mit ihrem Großvater auf eine gewagte Reise nach San Francisco begibt, um ihm damit einen letzten Wunsch zu erfüllen.  Man erfährt, wie sie sich durch die Reise mit ihrem Grossvater vom pubertierenden Teenager zur verantwortungsbewussten jungen Frau entwicktelt. Ich fand es recht spannend zu sehen, wie das Kind die Herausforderung der Krankheit des Opas annimmt. Doch sie übernimmt die Verantwortung und wachst daran, bis auch sie erkennen muss, dass ihre Kräfte begrenzt sind.

Es ist ein leichter Familienroman, der dazu geeignet ist, sich dem Thema Alzheimer ein wenig anzunähern. Wer jedoch nähere Informationen oder tiefere Beschreibungen sucht, der sollte sich lieber eines unserer anderen Buchtipps anschauen.

Taschenbuch: 366 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch, 2010
ISBN-10: 3746626293
Preis 12,95 Euro


TV-Tipp: Rudi Assauer, ein Promi im Kampf gegen das Vergessen, 7.2.

Donnerstag, 2. Februar 2012 von Redaktion Alzheimerblog

© Sven Kamin, fotolia.comEr war ein Macher, ein Vorreiter, der gern und oft im Rampenlicht stand. Rudi Assauer, ehemaliger Manager des Fußball-Bundesligisten Schalke 04, erhielt vor zwei Jahren die Diagnose: Alzheimer. Noch ist ihm die Krankheit nicht anzumerken und er versucht, ein möglichst normales Leben in der Öffentlichkeit aufrecht zu erhalten. Er will sich von der Krankheit nicht unterkriegen lassen und zeigen, dass ein Weiterleben trotz fortschreitender Demenz möglich ist.

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Buchvorstellung: Erste Wahl von Kathrin Pläcking

Freitag, 27. Januar 2012 von Redaktion Alzheimerblog

„Erste Wahl“, ist ein Zukunftsroman, der verspricht, niemanden nichts anzugehen. Tatsächlich werden wir wohl erleben, was Fachleute prognostizieren: in den nächsten Jahrzehnten werden immer mehr Menschen alt, womöglich pflegebedürftig und dement.
Was wird das aber konkret bedeuten? Wie kann unsere Gesellschaft diese Aufgabe bewältigen?
Kathrin Pläcking, Autorin und Altenpflegerin, die in Freiburg in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit  Demenz arbeitet, hat  in einem tief bewegenden und  mutmachenden Roman erzählt, wie es gehen kann. Obwohl das Szenario, das sie entwirft, kühn ist …
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TV-Tipp: Die Büchse der Pandora, am 18.01. (+24.01.)

Dienstag, 17. Januar 2012 von Redaktion Alzheimerblog

© Sven Kamin, fotolia.comEine Familie muss sich plötzlich einer schwierigen Aufgabe stellen: Die Mutter ist an Alzheimer erkrankt. Unter der Belastung treten die lange unterdrückten Konflikte der Angehörigen zutage und stellen ihre Geduld auf die Probe.

Nusret ist eine alte Bauersfrau, die in einem Haus in einem kleinen Bergdorf am Schwarzen Meer lebt. Eines Morgens verschwindet sie spurlos. Ihre erwachsenen Töchter Nesrin, Güzin und ihr Sohn Mehmet leben in Istanbul und machen sich sofort auf den Weg in ihr Heimatdorf, um ihre Mutter zu suchen.

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Buchrezension: Aus dem Schatten treten

Donnerstag, 12. Januar 2012 von Redaktion Alzheimerblog

Helga Rohra ist eine dynamische Frau, die ihr Leben immer gut im Griff hatte, als alleinerziehende Mutter und als selbstständige Dolmetscherin. In ihrem Buch, das sie mit Hilfe ihres „Schreibassistenten“ Falko Piest verfasst hat, berichtet sie über die Erfahrungen, die sie gemacht hat, nachdem sich 2008 die ersten Zeichen einer Demenz bei ihr zeigten.

Die einsetzenden Wortfindungsstörungen, sowohl in den Fremdsprachen als auch im Deutschen, führten dazu, dass sie ihre Berufstätigkeit aufgeben musste. Dazu kamen Probleme mit Alltagsdingen wie der Bedienung des Laptops, Orientierungsstörungen in bekannter Umgebung und optische Halluzinationen. Bis zur Diagnose „Lewy-Body-Demenz“ war es dann noch ein weiter Weg für die heute 58-jährige Frau. Mit ihrem Buch will Helga Rohra dazu beitragen, das Bild von Menschen mit Demenz, das in der Gesellschaft mit hohem Alter, Hilflosigkeit, Pflegebedürftigkeit und Abhängigkeit verknüpft ist, zu verändern. (Weiterlesen…)

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Buchrezension: Mein Tanz mit der Demenz

Dienstag, 20. Dezember 2011 von Redaktion Alzheimerblog

Mit Demenz positiv leben? Geht das überhaupt? Christine Bryden macht uns mit ihrem Buch deutlich, dass die Diagnose Demenz nicht das Ende des Lebens ist, sondern dass man auch mit einer Demenzerkrankung noch gern leben, positive Erlebnisse haben und neue, schöne Erfahrungen machen kann.

Während sie sich in ihrem ersten Buch „Who will I be when I die“ noch mit der Angst vor dem Verlust ihrer Identität auseinandersetzt, nimmt sie uns in dem zweiten Buch „Mein Tanz mit der Demenz“ mit auf eine Reise, die voll ist von Erlebnissen, die Mut machen. Sie hat das Glück, schon erkrankt, einen neuen Partner zu finden und zu heiraten. Das ist sicher nicht alltäglich.

Aber sie zeigt uns auch, wie ihre Offenheit, ihre Art und Weise mit der Krankheit umzugehen ihr viel Unterstützung und Zuspruch von ganz unterschiedlichen Menschen gibt. Ein positives Beispiel für andere von dieser Diagnose betroffene Menschen, aber auch für uns Ansprechpartner.

Sabine Jansen, Berlin

Christine Bryden:
Mein Tanz mit der Demenz.
Trotzdem positiv leben
Huber 2011
256 Seiten, 24,95 €


TV-Tipp: Talkshow Maischberger, 20.12.

Sonntag, 18. Dezember 2011 von Redaktion Alzheimerblog

© Sven Kamin, fotolia.comDer Titel der Talkshow Maischberger am 20.12. lautet: Nur die Liebe zählt. Auf den ersten Blick klingt das nicht passend zu diesem Blog, doch zwei der vier Gäste könnten auch für Sie interessant sein.

Zum einen ist dort Roberto Blanco, der in diesem Jahr einen Spot zum Thema Alzheimer gedreht, der vermutlich auch an diesem Abend gezeigt wird.

Desweiteren ist Inge Jens zu Gast, die Ehefrau des Tübinger Professors Walter Jens, der vor 3 Jahren an Demenz erkrankt ist. “Meinen Partner habe ich verloren“, sagt Inge Jens. “Trotzdem bleibt er der Mensch, dem ich angehöre, dem ich Treue gelobt habe – in guten und in schlechten Tagen.”

Zu sehen sind Roberto Blanc und Inge Jens bei Maischberger am 20.12. um 23.45 Uhr, ARD

Wer den mit dem Politikaward ausgezeichneten Spot noch nicht kennt, kann ihn sich bei youtube anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=xFH73-3IjlY

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TV-Tipp: Alzheimer-Krankheit – Wird sie bald heilbar sein? 27.11., 28.11. und 2.12.2011

Donnerstag, 24. November 2011 von Redaktion Alzheimerblog

© Sven Kamin, fotolia.comIn der Wissenssendung “Fazination Wissen ” geht es am nächsten Wochenende um das Thema Alzheimer.
Noch immer gibt es keine Möglichkeit die Krankheit zu stoppen oder gar zu heilen.

Doch die Forschung hat in den letzten Jahren immer wieder neue Wege eingeschlagen. Einige aktuelle Ansätze werden in der Sendung vorgestellt.

Ausgestrahlt wird sie vom Bayerischen Rundfunk

27.11., 21:15 Uhr, BR
28.11., 9:30 Uhr, BR alpha
2.12., 19:00 Uhr, BR alpha

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Thema “Alzheimer” bei Günther Jauch am letzten Sonntag

Dienstag, 22. November 2011 von DAlzG

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt und die Diskussionsrunde am 20.11. drehte sich tatsächlich um das Thema Alzheimer. Die Meinungen zur Sendung waren geteilt. Einige Zuschauer fanden es gut, dass das Thema in diesem Rahmen aufgegriffen wurde, andere waren enttäuscht, weil schwierige Themen nicht angesprochen wurden bzw. der Gesundheitsminister Daniel Bahr keine weitergehenden Zusagen gemacht hat.

Parallel zur Sendung und im Anschluss daran wurde ein Forum geschaltet, in dem die Experten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft auf Fragen der Zuschauer antworten. Fast 300 Fragen wurden in diesem Forum gestellt – die Mitarbeiterinnen der DAlzG sind mit ihrer Beantwortung noch immer beschäftigt.

Sie können die Sendung im Internet ansehen und sich auch im Forum über die vielen Fragen informieren unter: 
http://daserste.ndr.de/guentherjauch/index.html

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TV-Tipp: Ein Roboter für die Seele, 23.+24.+28.11.

Montag, 21. November 2011 von Redaktion Alzheimerblog

© Sven Kamin, fotolia.com“Ooooh, wie niedlich und die hübschen Augen!” Die Pflegerinnen der Demenzstation im St. Nikolaus Hospital in Kalkar verfallen kollektiv in Entzücken, als sie PARO zum ersten Mal im Arm halten. Knapp 3 Kilo schwer und prall gefüllt mit Sensoren, Motoren, Silikonkissen. PARO ist ein kleiner Roboter in Gestalt einer Babyrobbe. Kuscheliges Fell und der süße Augenaufschlag wecken Emotionen.

Genau darum geht es: Verschüttete Gefühle bei Demenzkranken hervor locken. Der Roboter soll durch Kuscheln und Knuddeln als emotionaler Türöffner in der Therapie funktionieren. Doch Kritiker stellen die Frage: Darf man Mensch durch Maschine ersetzen? Als erste Einrichtung in Nordrhein-Westfalen testet die Klinik in Kalkar diese “Kuschelrobbe” an ihren schwer kranken Patienten. Die Robbe reagiert auf Berührung, Streicheln und die menschliche Sprache. Funktioniert das Experiment? Schafft es PARO wirklich, den Demenzkranken in Kalkar zu helfen? Reporter Thomas Förster hat die Tränen und die Freude von Kranken, Angehörigen und Pflegern miterlebt.

Jeweils im WDR:

23.11. um 18.05 Uhr
24.11. um 09.45 Uhr
28.11. um 14.15 Uhr

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